Stoïk ergänzt Cyberversicherung um Rechtsschutz

KI, Mistral
Laut Stoïk erhalten Versicherungsnehmer mit bis zu 150 Millionen Euro Jahresumsatz, die eine Police neu abschließen, den Baustein ohne Mehrprämie. Eine zusätzliche Risikoprüfung oder ein separater Antrag würden entfallen. Für die Erweiterung der Police arbeite Stoïk mit den Rechtsschutz-Experten von ROLAND Rechtsschutzversicherung zusammen.
Stoïk verbinde damit Prävention, Deckung, 24/7 Incident Response sowie rechtliche Unterstützung enger miteinander. Für Makler erweitere sich die Police, ohne dass der Vertrieb komplexer werde. Eigenen Angaben zufolge reagiere Stoïk mit der Erweiterung seiner Cyberversicherung auf häufige Auseinandersetzungen von Geschädigten eines Cyberangriffs mit Vertragspartnern, Behörden oder Mitarbeitern.
Während klassische Cyberdeckungen vor allem Drittansprüche abwehren oder den Versicherungsnehmer freistellen würden, erweitere Stoïk den Schutz um die rechtliche Durchsetzung eigener Ansprüche.

Stoïk
Für viele Unternehmen endet ein Cybervorfall nicht mit der technischen Wiederherstellung. Danach folgen oft Auseinandersetzungen mit Vertragspartnern, Behörden oder internen Verantwortlichen. Mit dem Baustein bauen wir die zusätzliche rechtliche Unterstützung in den bestehenden Schutz ein. Das stärkt den Schutz für Unternehmen und hält die Beratung für Makler schlank.“
Franziska Geier, Geschäftsführerin von Stoïk
Versicherungsnehmer erhielten nach einem Cybervorfall nicht nur Deckung und Incident Response. Sie könnten auch eigene Schadensersatzansprüche geltend machen, vertragliche Ansprüche nach Betrugsfällen durchsetzen, arbeitsrechtliche Schritte einleiten oder sich in datenschutzrechtlichen Verfahren verteidigen.
Was die Erweiterung der Cyberversicherung beinhaltet und was nicht
Wie Stoïk mitteilt, beinhaltet der neue Rechtsschutz-Baustein folgende Bereiche:
- Schadensersatz-Rechtsschutz: Durchsetzen eigener Ansprüche von Versicherungsnehmern nach Cybervorfällen
- Arbeitsrechtsschutz: Bei Kündigungen wegen Computersabotage oder Datenabfluss durch Mitarbeiter
- Vertrags- und Sachenrecht: Mediationsverfahren mit Kunden, Lieferanten oder Beratern
- Verwaltungsrechtsschutz: Begleitung von Anhörungs- und Widerspruchsverfahren vor Datenschutzbehörden
- Straf-Rechtsschutz und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz
- Daten-Rechtsschutz: Abwehr von Unterlassungsansprüchen
- Support-Services: Beratungshotlines und Daten-Assist
Der Rechtsschutz-Baustein beinhaltet nicht:
- Vertragsstrafen – etwa im Zusammenhang mit E-Payment- oder PCI-DSS-Verstößen
- Vertragsstrafen aus Geheimhaltungs-, Datenschutz- oder Verzögerungsklauseln
Beide Bereiche seien bereits durch das bestehende Cyber-Bedingungswerk von Stoïk (Website) abgedeckt.
Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom betrugen die durch Cyberattacken entstandenen Schäden für deutsche Unternehmen allein im Jahr 2025 rund 289 Milliarden Euro. Mehr als ein Fünftel der Kosten entfielen auf reine Rechtsstreitigkeiten.dw
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