ANWENDUNG22. September 2026

Weniger Bürokratie bei Banken: beglaubigt.de lässt KI-Assistenten das Handelsregister übernehmen

Die Abbildung zeigt einen Code-Ausschnitt, der Informationen über die Openlaw GmbH enthält, einschließlich ihrer rechtlichen Form, des Handelsregistereintrags und des Stammkapitals. Die Nutzung von KI-Assistenten durch beglaubigt.de zur Automatisierung dieser Prozesse wird hervorgehoben
registercheck.de

beglaubigt.de hat registercheck.de übernommen, eine Plattform für Handelsregister-Recherche mit rund 5 Millionen Firmendatensätzen und 28 Millionen Registerdokumenten. Damit bekomme die Plattform direkten Zugriff auf die Registerdaten, die Unternehmen nach der Eintragung laufend brauchen, und könne sie über Schnittstellen bereitstellen: für Banken, Kanzleien und KI-Assistenten. Das Ziel sei weniger Bürokratie.

Seit August lasse sich eine Gründung über beglaubigt.de aus ChatGPT heraus starten. Möglich machen das die Gründungs-API und ein MCP-Server: Statt Formulare auszufüllen, beschreibe der Gründer sein Vorhaben im Chat. Der Assistent erfasse die Gründungsdaten und erstelle die Gründungsmappe, beurkundet werde beim Notar, eingetragen beim Registergericht.

Mit den Registerdaten könne derselbe Assistent künftig weitergehen: prüfen, ob ein Firmenname mit bestehenden Einträgen kollidiert, Gesellschafterdaten direkt aus dem Register übernehmen statt sie abzufragen und nach der Eintragung melden, wenn sich bei einem Geschäftspartner etwas ändere.

Von der einmaligen Prüfung zum laufenden Monitoring

Unternehmen verändern sich laufend: Geschäftsführer wechseln, Gesellschafterstrukturen ändern sich, Vertretungsberechtigungen werden angepasst, Firmen ziehen um. Banken, Steuerberater, Investoren, Versicherungen und Behörden müssten davon wissen, solange das Unternehmen existiert.

Am deutlichsten werde das bei Banken. Sie müssten wissen, wem ein Unternehmen wirklich gehöre und zwar nicht nur bei der Kontoeröffnung, sondern dauerhaft. Schwierig sei daran selten die Firma selbst, sondern die Kette dahinter: Gesellschafter seien oft wieder Gesellschaften und bis zur natürlichen Person führen mehrere Register. Heute würden Banken dafür in festen Abständen Unterlagen beim Kunden nachfragen. Mit den Gesellschafterdaten von registercheck.de lasse sich die Kette automatisch nachvollziehen und ändere sich etwas, melde die Monitoring-API das am selben Tag.

Der Bedarf wächst dabei laut beglaubigt.de (Website) absehbar weiter: Ab Juli 2027 gelte die neue EU-Geldwäscheverordnung, nach der Unternehmen ihre Beteiligungsketten vollständig dokumentieren und Änderungen binnen 28 Tagen melden müssten. Was heute Fleißarbeit sei, werde damit zur Pflicht mit Frist.ft

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