SB & FILIALE20. Februar 2024

Nur noch 1052: Es gibt deutlich weniger Sparkassen-Filialen in Nordrhein-Westfalen

SymbolbildDalle3

Der Weg zur nächsten Bankfiliale ist in den vergangenen Jahren im Schnitt länger geworden, viele Standorte wurden aufgegeben. Mit Online-Formaten hat der Kunde aber direkten Zugang zu seiner Bank.

Sparkassen-Kunden haben in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Filialen zur Verfügung als früher. Wie der Sparkassenverband Westfalen-Lippe auf Anfrage mitteilte, hatten die Sparkassen in der Region zum Jahreswechsel 1052 Geschäftsstellen und damit 4,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (1103). Ähnlich hoch war das Minus in den Jahren davor. 2018 hatte es in Westfalen-Lippe noch 1271 Sparkassen-Filialen mit dem S-Logo gegeben und damit ein Fünftel mehr als Ende 2023. Als Filiale gilt nicht nur ein Standort mit Personal, sondern auch ein reiner Automaten-Standort. Gut die Hälfte der Filialen haben Personal.

Auch im Rheinland sank die Filialzahl der Sparkassen, und zwar von 965 vor etwas mehr als einem Jahr auf 919 zum Jahresende 2023. Circa ein Drittel davon sind reine Automaten-Filialen. Andere Banken dünnen ihr Filialnetz ebenfalls aus.

Gründe sind die Digitalisierung und veränderte Kundengewohnheiten: Die Banken setzen immer stärker auf Internetformate, um mit ihren Kunden Geschäfte zu machen. 2018 nutzten 50 Prozent der Kunden Online-Banking, 2023 waren es 70 Prozent.

Sparkasse Filiale: Sparkassenverband Westfalen-Lippe Logo

Filialen dienen heute zumeist eher der persönlichen Beratung, beispielsweise bei der Wertpapierberatung oder bei einer Baufinanzierung. Diese wird aber nicht jeden Tag benötigt.”

Sprecher des westfälisch-lippischen Sparkassenverbandes

Wird eine Filiale, die Personal hat, geschlossen, so wird sie mitunter noch als Selbstbedienungs-Standort weitergeführt, andernorts verschwindet das Sparkassen-Logo komplett. Dadurch sinkt auch die Zahl der Sparkassen-Automaten, an denen die Menschen Geld abheben können: 2021 waren es in Westfalen-Lippe den Angaben zufolge noch 2366 und zwei Jahre später nur noch 2113. Ein Grund für diese Entwicklung ist auch, dass die Sparkassen ganz bewusst Automaten aufgeben, um Geldautomaten-Sprengungen durch Kriminelle vorzubeugen – dies in Absprache mit den Sicherheitsbehörden.dpa

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert