ANWENDUNG25. Februar 2026

VR Factoring schafft Planungssicherheit für den Umstieg auf Standardsoftware

Die Abbildung zeigt eine Reihe von Servern in einem Rechenzentrum. Die Geräte sind mit grünen und roten Lichtern ausgestattet, die Betriebszustände anzeigen. VR Factoring unterstützt Unternehmen bei der IT-Migration zu modernen Kernbanksystemen.
ReeveAI

Die VR Factoring hat ihr seit mehr als drei Jahrzehnten im Einsatz befindliches Kernsystem aus dem IT-Verbund der DZ BANK herausgelöst und technisch neu aufgestellt. Gemeinsam mit dem Softwaredienstleister PKS Software wurde der Carve-out innerhalb von weniger als zwölf Monaten abgeschlossen – bei laufendem Geschäftsbetrieb. Das Projekt schafft die Basis für eine spätere Migration auf Standardsoftware, ohne das Management unter Zeitdruck zu setzen.

Im Mittelpunkt des Projekts stand das Kernsystem DAF (Dynamische Absatzfinanzierung), das VR Factoring seit über 30 Jahren nutzte und das tief mit zahlreichen umgebenden Systemen verflochten war. Mit der Neuausrichtung von VR Factoring als eigenständige Gesellschaft – einer Tochter der DZ BANK – entstand die Notwendigkeit, dieses System aus dem bestehenden Verbund zu lösen und gleichzeitig den stabilen Weiterbetrieb sicherzustellen. Hinzu kamen regulatorische Anforderungen, etwa im Bereich Datenschutz, sowie die grundsätzliche Frage, wie Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung eines eigenentwickelten Altsystems künftig effizient organisiert werden können.

Die VR Factoring entschied sich für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit PKS Software, die den gesamten Lebenszyklus des Systems adressierte – von der Analyse und technischen Entflechtung über den operativen Betrieb bis hin zur Vorbereitung möglicher Ablöseszenarien. Der Ansatz war bewusst auf Kontinuität ausgelegt: Zu keinem Zeitpunkt wurde der laufende Geschäftsbetrieb unterbrochen. Ein zentrales Element des Projekts war eine umfassende Datenbankreorganisation. Historisch gewachsene Datenbestände wurden gesichtet, bereinigt und signifikant reduziert. Das diente einerseits der Erfüllung datenschutzrechtlicher Anforderungen, andererseits der Schaffung einer technisch belastbaren Grundlage für künftige Modernisierungsschritte.

Die Zusammenarbeit mit der PKS beeindruckt durch ihre Professionalität und Unkompliziertheit. Gerade in den kritischen Projekten wie z. B. der Datenbankreorganisation war nur ein sehr geringes Maß an Steuerung auf unserer Seite nötig, um mit der PKS zusammen die gesetzten Projektziele zu erreichen.“

Stephan Knolle, Leiter IT bei VR Factoring

Erweiterte Handlungsfähigkeit statt Notlösung

Nach weniger als zwölf Monaten Projektlaufzeit ist, so die Aussage der beteiligten Unternehmen, das Kernsystem technisch neu aufgestellt und läuft stabil im eigenständigen Betrieb. Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen geschaffen, um strategische Optionen für eine spätere Migration auf Standardsoftware sachlich und ohne operativen Druck prüfen zu können. Für das Management bedeutet das in erster Linie Planungssicherheit: kalkulierbare IT-Kosten, reduzierte Betriebsrisiken und eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für die weitere IT-Strategie. Der kontrollierte Umgang mit der gewachsenen Systemlandschaft ermöglicht es, künftige Transformationsschritte bewusst zu steuern, statt sie unter Zeitdruck reaktiv angehen zu müssen.

Das Projekt (ausführlicherer Bericht hier zum kostenlosen Download) steht exemplarisch für eine Herausforderung, mit der viele mittelgroße Finanzinstitute konfrontiert sind: Eigenentwicklungen aus den 1980er und 1990er Jahren, die tief in die operative IT eingebettet sind, lassen sich nicht kurzfristig ablösen – erst recht nicht, wenn regulatorische Anforderungen und laufender Betrieb gleichzeitig gesichert werden müssen. Der gewählte Ansatz – Stabilisierung vor Migration – folgt einer Logik, die Risikominimierung über schnelle Transformation stellt und dem Management strategischen Spielraum zurückgibt.tw

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