KARRIERE13. März 2026

Bemerkenswerter Abgang: Stephan Kück verlässt Computop

Stephan Kück verlässt Computop
Stephan Kück verlässt ComputopComputop

Stephan Kück hat sich nach mehr als 16 Jahren in der Geschäftsführung – zuletzt als CEO – entschieden, Computop zu verlassen. Die Position des CEO übernimmt jetzt Kenneth M. Overgaard Nielsen, der im September 2024 von der Nexi Group in die Führungsetage von Computop gewechselt war und dort bisher als Chief Operation Officer (COO) fungierte. Thomas Egglseder, der seit 2011 bei Computop arbeitet, wird seine Rolle als CFO beibehalten.

Die Gesellschafter von Computop, Frank Arnoldt und Ralf Gladis, hatten 2023 zunächst 30 Prozent der Unternehmensanteile an die Nexi Group veräußert. Im September 2025 erfolgte die komplette Übernahme und Ralf Gladis, der das Unternehmen als Mitgründer und CEO maßgeblich aufgebaut und geprägt hatte, schied aus (wir berichteten).

Bei der Komplett-Übernahme war noch die Rede davon, dass Computop als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Nexi Group weiter bestehen bleiben sollte. Unter dieser Voraussetzung hatte Stephan Kück, bis dahin CSO, die Position des CEO übernommen.

Wenn er jetzt nach gut einem halben Jahr das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt, dann ist das durchaus bemerkenswert.

Nexi: Strategiewechsel oder PR-Stunt?

Denn was in der Pressemitteilung als „nächste Phase der Zusammenarbeit“ und „Effizienzpotenziale in zentralen Bereichen heben“ beschrieben wird, bedeutet vermutlich konkret, dass Nexi die Eigenständigkeit von Computop deutlich einschränken und außerdem Personal abbauen will. Darauf deutet auch die Formulierung „Im Fokus steht eine engere Abstimmung unter anderem in der Produktentwicklung, im Vertrieb, in der Technologie und im operativen Geschäft“ hin. Dabei dürfte „engere Abstimmung“ in der Praxis heißen, dass Nexi die Vorgaben macht, die Computop zu erfüllen hat. Damit dürfte sich Stephan Kück, der seit Januar 2010 in der Geschäftsführung von Computop war, kaum anfreunden können.

Andererseits: Aus Sicht der börsennotierten Nexi Group mit Hauptsitz in Mailand, deren Vorgängerunternehmen Nets bereits 2018 Concardis (heute Nexi Germany) übernommen hatte, ist es natürlich verständlich, dass man die Konsolidierung der verschiedenen Beteiligungsunternehmen in gleichen Geschäftsfeldern weiter vorantreiben will.fb

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