ANWENDUNG24. März 2026

Atruvia und DZ-Bank: Erste Volksbanken rollen mit „meinKrypto“ ein passives Kryptogeschäft aus

Die Abbildung zeigt die Benutzeroberfläche der App der VR-Bank Rottal-Inn. Sie enthält Optionen für Banking, Wertpapiere und Services. Das neue Angebot „meinKrypto“ zum Handel mit Kryptowährungen wird in naher Zukunft integriert.
Die VR-Bank Rottal-Inn war eine der sechs Pilotbanken für das „meinKrypto“-Projekt.VR-Bank Rottal-Inn

Bayerns Volks- und Raiffeisenbanken steigen vorsichtig in das spekulative Geschäft mit Kryptowährungen ein. In Kürze soll in der App der VR-Banken auch ein „meinKrypto“ getauftes Angebot zum Kauf und Verkauf der digitalen Währungen verfügbar sein, wie der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) ankündigte.

Allerdings werden die teilnehmenden Banken das nicht offensiv bewerben, sondern nur Aufträge von „Selbstentscheidern“ in der Kundschaft ausführen. Das Spitzeninstitut der Volksbanken, die DZ BANK hat die MiCAR-Zulassung der BaFin zum Betrieb ihrer Kryptoplattform „meinKrypto“ Ende Dezember 2025 erhalten. „meinKrypto“ will so den einzelnen Instituten den Handel mit Kryptowerten ermöglichen. Dafür müssen die Volksbanken und Raiffeisenbanken aber ihrerseits bei der BaFin eine MiCAR-Notifizierung für „meinKrypto“ beantragen. Bei „meinKrypto“ handelt es sich um eine Wallet, die in die VR Banking App integriert wird. Das Angebot richtet sich an Selbstentscheider und ist nicht Teil der Beratung für Privatkunden.

Zum Start des Angebots stehen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) und Cardano (ADA) zur Verfügung. „meinKrypto“ wurde vom IT-Dienstleister der genossenschaftlichen FinanzGruppe Atruvia und der DZ BANK entwickelt. Für die Verwahrung der Kryptowerte sorgt die Boerse Stuttgart Digital, während die Ausführung über die EUWAX erfolgt.

Es ist so, dass wir in dem Bereich Kryptowährungen nicht operatives Geschäft forcieren. Wichtig ist für uns, und das ist das Thema dahinter, dass das Thema Krypto einfach zum ganzheitlichen Bankangebot gehört.“

Alexander Leißl, GVB-Prüfungsvorstand

Bisher gibt es laut GVB lediglich eine bayerische Genossenschaftsbank, die Bitcoin-Wallets im Angebot hat, und zwar Bayern Mitte in Ingolstadt.

Kein Massenandrang erwartet

Dass die Kunden der VR-Banken sich künftig in Scharen mit Kryptowährungen eindecken, glaubt der GVB aber nicht: Die angestammten Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken seien sicherlich nicht unbedingt die, die mega Krypto-Geschäfte tätigen, so die Vorhersage. Das Interesse an Geldanlagen sei aber dennoch generell gestiegen, wie aus der vom Genossenschaftsverband veröffentlichten Jahresbilanz hervorgeht. Die Kunden eröffneten 2025 insgesamt 32.000 neue Wertpapierdepots. Auch die Provisionserlöse auf den Verkauf von Gold und Devisen legten stark zu.dpa

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