ANWENDUNG27. April 2026

FinTech Qonto setzt auf zwei neue KI-Agenten

Ein Nutzer arbeitet an einem Schreibtisch mit zwei Monitoren. Auf dem linken Bildschirm sind Eingangsrechnungen sichtbar, während der rechte Bildschirm einen KI-Agenten von Qonto präsentiert, der Unterstützung bei Rechnungsfragen anbietet. Ein Kaffeebecher mit dem Logo „vibra“
KI, DALL-E

Das europäische FinTech Qonto hat zwei neue KI-Assistenten eingeführt. Die Agenten mit der Bezeichnung „The Operator“ und „The Analyst“ sollen Finanzprozesse per Sprach- oder Textbefehl ausführen. Wie Qonto mitteilt, soll dies für 600.000 KMU und Freiberufler in acht europäischen Märkten bis zu acht Stunden weniger Verwaltungsaufwand pro Woche bedeuten.

KI sei bei Qontos in die gesamte Infrastruktur eingebettet, von Kundenservice bis Softwareentwicklung. So betreibe das Unternehmen bereits einen KI-Support-Bot, einen KI-Lokalisierungsagent sowie einen KI-Risikoagent.

So könnten Kunden die KI „The Operator“ direkt in der App beauftragen, Aufgaben zu übernehmen, die bislang die Navigation mehrerer Bildschirme oder manuelle Dateneingaben. In einer Pressemitteilung erläutert Qonto die Funktionalitäten des KI-Agenten:

  • Kartenerstellung: Virtuelle oder physische Karten werden auf Anfrage angelegt, inklusive individueller Ausgabenlimits.
  • Sammelzahlungen: Der KI-Agent lädt bis zu 50 Lieferantenrechnungen gesammelt hoch; er liest die Zahlungsdetails aus und erstellt fertige Überweisungsentwürfe zur Freigabe.
  • Terminierte Überweisungen: Zahlungen für ein bestimmtes Datum können per Chat beauftragt werden. Der Agent richtet sie ein und führt sie nach Freigabe aus.
  • Rechnungserstellung und -versand: Die KI erstellt Rechnungen und versendet sie direkt.

Wie das FinTech betont, erfordere jede Finanztransaktion die Bestätigung durch den User sowie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Erst danach erfolge die Freigabe der Transaktion.

Schließen der Infrastrukturlücke für KMU

Mit dem KI-Agenten „The Analyst“ führe Qonto einen Assistenten ein, der Transaktionsdaten in konkrete Erkenntnisse übersetze, ohne manuelle Reports oder Excel-Listen. Die Funktionalitäten laut Qonto im Einzelnen:

  • Fragen beantworten: Generiert auf Basis der Transaktionsdaten direkte Antworten; Beispiel: „Wie viel habe ich im letzten Jahr für Marketing ausgegeben?“
  • Ausgabenanalysen: Schlüsselt Ausgaben nach Kategorien, wie etwa Marketing, und Empfänger oder Lieferanten in frei wählbaren Zeiträumen auf.
  • Zeitliche Entwicklung: Zeigt die Veränderungen von Ausgaben über bestimmte Zeiträume hinweg.
  • Datenexporte: Erstellt gefilterte Transaktionslisten, etwa nach Betrag, Zeitraum oder bestimmten Zahlungsempfängern.

Laut Qonto wenden KMU derzeit bis zu acht Stunden pro Woche für die Finanzverwaltung auf. Das FinTech biete die benötigte Finanzinfrastruktur, um in einer KI-getriebenen Wirtschaft wettbewerbsfähig sein zu können.

Steve Anavi, Mitbegründer und Präsident von Qonto
Qonto

Europas 26 Millionen KMU haben keine KI-Teams, aber sie verdienen trotzdem eine intelligente Finanzinfrastruktur. Genau die bauen wir. Bald wird es genauso veraltet wirken, stundenlang Buchungen abzugleichen oder fehlenden Rechnungen hinterherzulaufen, wie die Bank anzurufen, um den Kontostand zu erfragen. So wird Qonto zum proaktiven Partner: Kein reines Verwaltungstool mehr, sondern ein Finanzsystem, das für KMU arbeitet, bevor sie danach fragen müssen.“

Steve Anavi, Mitbegründer und Präsident von Qonto

Eigenen Angaben zufolge vereint Qonto (Website) Geschäftskonto, Rechnungsstellung, Buchhaltung und Ausgaben-Management in einer einzigen Lösung.dw

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