Ammerländer Versicherung gründet mit Syonics neuen IT-Plattformanbieter

Syonics
Die Ammerländer Versicherung hat mit Syonics einen neuen Plattformanbieter für die Versicherungswirtschaft präsentiert. Das Versicherungsunternehmen mit Sitz im niedersächsischen Westerstede gehört komplett zum Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit und richtet sein neu geschaffenes Angebot insbesondere an Versicherer und Assekuradeure. Auf Basis einer modular aufgebauten, cloudbasierten Plattform will Syonics die Modernisierung bestehender IT-Landschaften vorantreiben und die Geschäftsprozesse über standardisierte Schnittstellen miteinander verbinden. Anlass dafür waren die historisch gewachsenen IT-Strukturen vieler Versicherungsunternehmen. Neue digitale Angebote, steigende regulatorische Anforderungen und zunehmend automatisierte Prozesse müssen dabei oft mit bestehenden Kernsystemen in Einklang gebracht werden. Ein vollständiger Austausch dieser Systeme ist indes recht aufwändig und mit hohen Kosten und erheblichen Risiken verbunden. Syonics verfolgt daher einen Integrationsansatz, bei dem Unternehmen einzelne Funktionen modular und Schritt für Schritt auf die neue Plattform verlagern können.
Modulare Plattform für Versicherungsprozesse
Rein technisch setzt Syonics auf eine Cloudarchitektur mit standardisierten Schnittstellen. Der Funktionsumfang reicht dabei vom Produkt-, Vertrags- und Bestandsmanagement über die Schadens- und Leistungsbearbeitung bis hin zu Partner- und Provisionsprozessen. Hinzu kommen Kunden-, Daten- und Dokumentenservices sowie Funktionen für Reporting, Steuerung und Systemintegration. Versicherungen sollen so etwa zunächst ihre Vertriebsprozesse über die Plattform abwickeln können, während die Bestandsführung weiter in bestehenden Systemen erfolgt. Nach und nach lassen sich so nach Angaben des Unternehmens weitere Funktionen ergänzen. Rollenbasierte Zugriffsmodelle und nachvollziehbare Prozessstrukturen sollen zudem die Umsetzung von Governance- und Compliance-Anforderungen unterstützen.
Versicherungsunternehmen brauchen heute Lösungen, die sich an ihre strategischen Ziele und individuellen Geschäftsmodelle anpassen – und nicht umgekehrt. Mit Syonics schaffen wir eine Plattform, die eine schrittweise Weiterentwicklung ermöglicht und bestehende Strukturen sinnvoll einbindet.“
Maik Waschk, Geschäftsführer der Syonics
Neben Waschk gehört Alexander Fechner der Geschäftsführung an. Das Unternehmen will dabei nicht nur die entsprechende Technologie bieten, sondern auch die organisatorische und fachliche Weiterentwicklung von Versicherungsprozessen unterstützen. Dazu gehören vor allem neue Geschäfts- und Betriebsmodelle, KI-Anwendungen sowie Cloudarchitekturen.
Ammerländer erschließt neues Geschäftsfeld
Für die Ammerländer Versicherung ist die Gründung ein Einstieg in ein zusätzliches Geschäftsfeld. Der Versicherungsverein, der 2025 nach eigenen Angaben mehr als eine Million Kunden betreute und einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro erzielte, will seine Erfahrungen mit digitalen Versicherungsprozessen künftig auch anderen Mitbewerbern anbieten. „Syonics ist für uns mehr als ein neues Geschäftsfeld – es ist ein strategischer Baustein der Ammerländer Versicherung“, erklärt Christian Buschkotte, Vorstandsmitglied der Ammerländer Versicherung und Projektverantwortlicher für Syonics.
„Wir investieren hier nicht nur in Technologie, sondern in ein Ökosystem, von dem weitere Mandanten profitieren werden.“ Syonics will in einem Markt Fuß fassen, in dem Versicherer nach Möglichkeiten suchen, ihre IT zu modernisieren, ohne den laufenden Betrieb durch größere Migrationsprojekte zu gefährden. Ob und in welchem Umfang die Plattform schon bei externen Versicherungsunternehmen produktiv eingesetzt wird, geht aus der Ankündigung nicht hervor, ebenso gibt es keine Angaben zu Kunden, Preisen und technischen Einzelheiten der Cloudinfrastruktur.tw
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