Bankenaufsicht tauscht komplette Geschäftsführung der Berenberg Bank aus
. Die älteste Privatbank Deutschlands, die Hamburger Berenberg Bank, ist in einer tiefen Führungskrise. Die Bankenaufsicht BaFin hat am vergangenen Freitag angeordnet, dass die Befugnisse aller drei Mitglieder der Geschäftsleitung mit sofortiger Wirkung ruhen. Hintergrund sind nach Angaben der Bank Hinweise auf mögliche Verstöße gegen die Corporate Governance. Doch da ist offenbar noch ein weiterer Sachverhalt, der weitere Personalkonsequenzen forderte. Betroffen sind die drei persönlich haftenden Gesellschafter Hendrik Riehmer, David Mortlock und Christian Kühn. An ihrer Stelle nehmen nun zwei von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingesetzte Sonderbeauftragte die Geschäftsleitung wahr: der frühere Berenberg Chef Hans Walter Peters und der ehemalige Degussa Bank Vorstand Michael Horf. Peters soll die Bereiche Markt und Kundenthemen verantworten, Horf die Marktfolge. Wie dauerhaft diese Regelung ist und ob die bisherigen Geschäftsleiter zurückkehren können, ist offen.Dieser Schritt ist nötig, da für Berenberg absolute Integrität einen zentralen Wert darstellt. Die Bank rechnet für das Jahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis in der Größenordnung von 20 Mio. Euro. Das erste Halbjahr 2026 dürfte sie mit einem sehr guten Ergebnis von rd. 40 Mio. Euro abschließen.“sagt Hans Walter Peters, Interims Geschäftsführung Berenberg Bank.. Hintergründe der Maßnahme bleiben unklar!. . Nach Angaben der Bank waren bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2025 Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Regeln der Corporate Governance aufgetaucht. Dabei soll es um Markttransaktionen mit unklarem Hintergrund gegangen sein. Bei deren Aufklärung habe es an der notwendigen Transparenz gefehlt. Nähere Angaben zu Art, Umfang und Verantwortlichen der Geschäfte machte Berenberg nicht. Berenberg erklärte, das Kundengeschäft sei von den Vorgängen nicht betroffen und es seien keine Kunden geschädigt worden. Auch Arbeitsplätze und Geschäftsstrategie seien nicht gefährdet. Dabei handelt es sich bislang um Angaben der Bank. Das Institut erwartet für 2025 einen Gewinn von rund 20 Millionen Euro und für das erste Halbjahr 2026 etwa 40 Millionen Euro. Zusätzlich hatte sich Berenberg am Freitag offenbar von zwei Teamleitern des Frankfurter Wealth Managements getrennt. Ein Zusammenhang mit dem Eingriff der BaFin ist bislang nicht belegt. Der Jahresabschluss für 2025 ist weiterhin nicht testiert. Welche finanziellen, personellen oder rechtlichen Folgen die beanstandeten Vorgänge haben werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich beurteilen.
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/246558


Berenberg
Die älteste Privatbank Deutschlands, die Hamburger Berenberg-Bank, ist in einer tiefen Führungskrise. Die Bankenaufsicht BaFin hat am vergangenen Freitag angeordnet, dass die Befugnisse aller drei Mitglieder der Geschäftsleitung mit sofortiger Wirkung ruhen. Hintergrund sind nach Angaben der Bank Hinweise auf mögliche Verstöße gegen die Corporate Governance. Doch da ist offenbar noch ein weiterer Sachverhalt, der weitere Personalkonsequenzen forderte.
Betroffen sind die drei persönlich haftenden Gesellschafter Hendrik Riehmer, David Mortlock und Christian Kühn. An ihrer Stelle nehmen nun zwei von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingesetzte Sonderbeauftragte die Geschäftsleitung wahr: der frühere Berenberg-Chef Hans-Walter Peters und der ehemalige Degussa-Bank-Vorstand Michael Horf. Peters soll die Bereiche Markt und Kundenthemen verantworten, Horf die Marktfolge. Wie dauerhaft diese Regelung ist und ob die bisherigen Geschäftsleiter zurückkehren können, ist offen.
Dieser Schritt ist nötig, da für Berenberg absolute Integrität einen zentralen Wert darstellt. Die Bank rechnet für das Jahr 2025 mit einem positiven Jahresergebnis in der Größenordnung von 20 Mio. Euro. Das erste Halbjahr 2026 dürfte sie mit einem sehr guten Ergebnis von rd. 40 Mio. Euro abschließen.“
Hans-Walter Peters, Interims-Geschäftsführung Berenberg Bank
Hintergründe der Maßnahme bleiben unklar
Nach Angaben der Bank waren bei der Prüfung des Jahresabschlusses 2025 Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Regeln der Corporate Governance aufgetaucht. Dabei soll es um Markttransaktionen mit unklarem Hintergrund gegangen sein. Bei deren Aufklärung habe es an der notwendigen Transparenz gefehlt. Nähere Angaben zu Art, Umfang und Verantwortlichen der Geschäfte machte Berenberg nicht. Berenberg erklärte, das Kundengeschäft sei von den Vorgängen nicht betroffen und es seien keine Kunden geschädigt worden. Auch Arbeitsplätze und Geschäftsstrategie seien nicht gefährdet. Dabei handelt es sich bislang um Angaben der Bank. Das Institut erwartet für 2025 einen Gewinn von rund 20 Millionen Euro und für das erste Halbjahr 2026 etwa 40 Millionen Euro.
Zusätzlich hatte sich Berenberg am Freitag offenbar von zwei Teamleitern des Frankfurter Wealth Managements getrennt. Ein Zusammenhang mit dem Eingriff der BaFin ist bislang nicht belegt. Der Jahresabschluss für 2025 ist weiterhin nicht testiert. Welche finanziellen, personellen oder rechtlichen Folgen die beanstandeten Vorgänge haben werden, lässt sich derzeit nicht verlässlich beurteilen.tw
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/246558


Schreiben Sie einen Kommentar