EZB schließt drei Partnerschaften für digitalen Euro – u.a. mit der Initiative Berlin Group

KI generiert
Bisher gebe es in Europa keinen allgemein verfügbaren offenen Standard, der von allen Zahlungsterminals unterstützt wird, erklärte die EZB (Website). Stattdessen sei man von Standards abhängig, die sich im Besitz internationaler Kartensysteme und globaler digitaler Wallets befinden.
Mit den Partnerschaften sollten bestehende technische Standards für die Abwicklung von Online-Zahlungen mit dem digitalen Euro verwendet werden. Die drei Organisationen sind auf verschiedene Standards und Zahlungsdienste für Händler, Konsumenten und Banken spezialisiert. Die ECPC etwa hat sich zum Ziel gesetzt, einen unabhängigen europäischen Standard für kontaktloses Bezahlen zu schaffen.

EZB
Diese Partnerschaft zeigt unser starkes Engagement dafür, dass der digitale Euro mit bestehenden europäischen Standards kompatibel ist, die auch der Privatsektor nutzen kann“
Piero Cipollone, EZB-Direktor und Vorsitzender der Task Force zum digitalen Euro
Ziel sei es, eine freie europäische Alternative zu bieten, neuen europäischen Anbietern den Markteintritt zu erleichtern sowie Händlern und Zahlungsdienstleistern Sicherheit für Investitionen zu geben.Die EZB tüftelt seit Jahren an einer digitalen Variante der europäischen Gemeinschaftswährung. Sie soll das Euro-Bargeld ergänzen, aber nicht ersetzen. Derzeit dominieren vor allem US-Anbieter wie Paypal, Mastercard und Visa den Markt für digitale Zahlungen in Europa. Mit einem digitalen Euro wollen die Euro-Notenbanken ihnen ein europäisches Angebot entgegensetzen.
Die EZB peilt eine Einführung der Alternative zum Bargeld 2029 an, für 2027 ist der Start eines Pilotprojekts zum digitalen Euro angepeilt. Dafür muss allerdings der Rechtsrahmen für den digitalen Euro stehen. Ein Gesetzentwurf der EU-Kommission wird noch im Europäischen Parlament verhandelt, eine für Mai geplante Abstimmung könnte sich aber verschieben, berichtete jüngst das Handelsblatt.dpa
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