Android-Trojaner attackieren über 800 verschiedene Banking- und Krypto-Apps

Zimperium
Untersuchungen würden zeigen, dass die vier Kampagnen auf robusten Command-and-Control-(C2)-Frameworks und mehrstufigen Infektionsketten basieren, um dauerhaft kompromittierte Geräte zu kontrollieren, SMS-basierte Einmalpasswörter abzufangen, Zugangsdaten zu sammeln und sensible Daten in Echtzeit zu stehlen. Zimperium habe außerdem festgestellt, dass die Malware-Familien von klassischen, signaturbasierten Mobile-Security-Tools praktisch nicht erkannt werden könnten, weil fortschrittliche Techniken wie APK-Manipulationen, Payload-Verschlüsselung, dynamisches Nachladen von Code und Environment-Aware Execution (umgebungsbewusste Ausführung) zum Einsatz kommen würden.
Cyberkriminelle setzen auf eine Mobile-First-Angriffsstrategie und setzen besonders evasive und effektive Android-Banking-Trojaner ein. Die aufgedeckten Kampagnen gehen über den Diebstahl von Zugangsdaten hinaus und übernehmen die Gerätekontrolle, um Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und Betrugsaktivitäten zu ermöglichen – die Bedeuting einer dedizierten und wirksamen Mobile-Security-Lösung nimmt also zu.“
Krishna Vishnubhotla, VP Product Strategy bei Zimperium
Der Bericht zeige außerdem, dass Angreifer verstärkt legitime Android-Dienste und vertrauenswürdige Benutzererfahrungen missbrauchen, um böswillige Aktivitäten zu verschleiern. In mehreren Fällen seien Trojaner als Updates, arbeitsbezogene Apps oder Streaming-Dienste getarnt, um Opfer zur Installation bösartiger APKs zu verleiten. Nach erfolgreicher Aktivierung könnten die Schadprogramme eingesetzte Banking- und Krypto-Apps dynamisch identifizieren, täuschend echte Phishing-Overlays generieren sowie Zugangsdaten, PINs und Einmal-Authentifizierungscodes erfassen.
Für Unternehmen gehen die Bedrohungen weit über einfachen Bankbetrug hinaus. Kompromittierte Mobilgeräte der Mitarbeiter ermöglichen es laut Zimperium (Website) Bedrohungsakteuren, Authentifizierungen abzufangen, Sitzungen zu kapern und unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensressourcen zu bekommen. Damit stelle mobile Malware nicht nur ein hohes Betrugsrisiko, sondern auch ein ernsthaftes Sicherheitsproblem für Unternehmen dar.ft
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/243368


Schreiben Sie einen Kommentar