ANWENDUNG21. Mai 2026

Hybride Datenbanklandschaften: Finanzunternehmen zunehmend unter Druck

Eine futuristische Serverlandschaft mit blauen und lila Lichtern zeigt eine große, leuchtende Wolke im Zentrum. Um die Wolke sind digitale Symbole angeordnet, die verschiedene Aspekte von Datenbanklandschaften repräsentieren. Die Umgebung vermittelt einen technologischen Fortschritt.
KI, Mistral

Redgate, Anbieter von Database-DevOps-Lösungen für umfassende Datenbankontrolle, hat seinen „State of the Database Landscape Report 2026: Finance Edition“ veröffentlicht. Zentrales Ergebnis: 36 Prozent der Finanzorganisationen hätten Schwierigkeiten dabei, vier oder mehr unterschiedliche Datenbankplattformen zu verwalten.

Wie Redgate betont, verdeutliche der Bericht den Druck, der auf dem Finanzsektor laste. Ein Faktor, der Compliance-Prüfungen für die Unternehmen zur Herausforderung mache, sei der Betrieb hochkomplexer Datenbanklandschaften.

Der Finanzsektor kämpft um die Kontrolle über seine Daten

Die Studie zeige: 81 Prozent der Finanzorganisationen hätten im vergangenen Jahr einen Compliance-Audit durchlaufen. Der Erfolg dieser Prüfungen werde durch den Umstand erschwert, dass 42 Prozent der Unternehmen Datenbanken mit einem hybriden Ansatz betreiben, also Cloud- und On-premises-Hosting kombinieren.

Zudem hätten 36 Prozent der Finanzorganisationen Schwierigkeiten dabei, vier oder mehr unterschiedliche Datenbankplattformen zu verwalten. Für die Studie befragte Redgate nach eigenen Angaben weltweit 2.150 IT-Fachkräfte. Diese hätten weitere kritische Entwicklungen im Kampf des Finanzsektors um die Kontrolle über seine Daten identifiziert. Laut Redgate-Angaben sind dies:

  • Finanzunternehmen sind mit einer um 20 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit von Audits betroffen als der globale Durchschnitt; 79 Prozent stufen die Sicherheit ihrer Datenbanken daher als strategische Priorität ein.
  • Trotz der hohen Audit-Quote nutzen nur 14 Prozent der Finanzunternehmen Data-Governance- oder Data-Quality-Frameworks im Analytics-Bereich; damit liegen sie hinter den 23 Prozent, die in anderen Branchen erreicht werden.
  • 47 Prozent setzen KI für das Datenbankmanagement ein; während 54 Prozent KI zur Automatisierung von Verwaltungsaufgaben nutzen, warnen Experten davor, dass schwache Governance-Grundlagen das Risiko erhöhen, sobald KI-Anwendungen skaliert werden.
  • Der Finanzsektor treibt den Wandel weg von manuellen Risiken voran: 55 Prozent setzen spezialisierte Database-DevOps-Tools ein, um wiederholbare und revisionssichere Änderungsprozesse sicherzustellen.

Im Finanzsektor bedeutet der Verlust der Kontrolle über Daten, sich regulatorisch angreifbar zu machen. Mehr als vier von fünf Unternehmen werden in diesem Jahr geprüft. In einer solchen Situation sollten sie die Herkunft ihrer Daten nicht erst aufgrund potenzieller Audit-Prüfungen rekonstruieren müssen oder – noch schlimmer – während die Aufsichtsbehörde bereits da ist.”

Graham McMillan, CTO von Redgate Software

Finanzunternehmen benötigten eine Delivery-Pipeline. Sie müsse standardmäßig belegen, dass Unternehmen die volle Kontrolle hätten und nicht der Zufall mitspiele. Dies gelte heute umso mehr, da KI jede Schwachstelle in einer Datenlandschaft verstärke.

Konsistente Delivery-Prozesse etablieren

Der Bericht zeige: Echte Resilienz im Finanzsektor setze heute voraus, über isolierte Einzelmaßnahmen hinauszugehen und das Zusammenspiel von Analytics-Governance, Datenqualität und Auditierbarkeit ganzheitlich anzugehen.

Um erfolgreich zu sein, müssten Unternehmen konsistente Delivery-Prozesse etablieren, die belastbare Nachweis- und Prüfpfade sowie operative Transparenz über sämtliche Umgebungen hinweg gewährleisteten.

Nach eigenen Angaben unterstützt Redgate (Website) Unternehmen bei der Steuerung ihrer Datenbanken. Mit Database-DevOps-Tools ermögliche der Anbieter die sichere Automatisierung und Skalierung von Datenbankumgebungen.

Der vollständige Report steht hier zum kostenlosen Download bereit.dw

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