KI im Risikomanagement: Vertrauen auf Wackeldaten

Geralt @Pixabay
Eine neue Untersuchung von Clearwater Analytics, die auf der Studie „GenAI and the Data Divide“ basiert, zeigt, dass Vermögensverwalter den Einsatz von KI-Agenten auf das Risikomanagement ausweiten. Fast drei Viertel (73 %) der Unternehmen gehen davon aus, dass sich das Tempo der KI-Integration in diesem Bereich in den kommenden drei Jahren beschleunigen wird. Dieser Anteil liegt zwar unter dem nahezu einhelligen Vertrauen, das Unternehmen der KI im Allgemeinen entgegenbringen, doch genau diese Diskrepanz ist der entscheidende Punkt:
Selbst in dem Funktionsbereich, in dem die Zurückhaltung am größten ist, rechnen die meisten Unternehmen mit einer wachsenden Rolle der KI.“
Integration von KI-Agenten ist „common sense“
„Nahezu jedes befragte Unternehmen (93 %) stuft die Integration von KI-Agenten bereits als wichtig oder entscheidend für den Geschäftsbetrieb ein, und 95 Prozent halten sie für wichtig, um die Ziele im Investmentmanagement in den nächsten drei Jahren zu erreichen“, erklärte Souvik Das, CTO bei Clearwater Analytics. „Gerade beim Risikomanagement hätte man erwartet, dass ein solcher Konsens am schwersten zu erzielen ist. Dass dennoch so viele Unternehmen mit einer wachsenden Rolle der KI in diesem Bereich rechnen, zeugt von einer bewussten Strategie jener Firmen, die die Technologie bereits getestet haben und auf die Ergebnisse vertrauen.“
Investitionen in das Fundament, nicht nur in die Technologie
Die Investitionen untermauern diese Überzeugung. Mehr als vier von fünf Managern erwarten, dass die Ausgaben für KI in den nächsten 12 Monaten um mindestens 50 Prozent steigen werden; dabei rechnen 62 Prozent mit einem Anstieg zwischen 50 Prozent und 99 Prozent und weitere 22 Prozent mit einer Zunahme zwischen 100 Prozent und 299 Prozent. Lediglich knapp fünf Prozent gehen davon aus, dass die Ausgaben unverändert bleiben oder sinken werden. Für eine Branche, die Kapital mit Präzision allokiert, steht fest:
KI ist eine Kernkomponente der Infrastruktur für das Risikomanagement.“
Die Investitionen eilen jedoch dem erforderlichen Fundament voraus – und genau diese Lücke unterscheidet jene Unternehmen, die den richtigen Weg eingeschlagen haben, von jenen, die noch Aufholarbeit leisten müssen.
KI im Mittelpunkt eines Wettbewerbvorteils
Zusammengenommen zeichnen diese Ergebnisse das Bild einer Branche, die KI in den Mittelpunkt ihres Wettbewerbsvorteils rückt und jene Funktion ausbaut, die entscheidend dafür ist, ob ihr das Kapital von Kunden anvertraut wird. „Man würde erwarten, dass gerade der auf Vorsicht bedachte Geschäftsbereich bei Neuerungen am zögerlichsten agiert. Diese Daten belegen jedoch das Gegenteil: Unternehmen setzen verstärkt auf KI ausgerechnet in einem Bereich, in dem sie sich keine Fehler erlauben können“, fuhr Das fort. „Im Risikomanagement können sich Daten nirgendwo verstecken. Ein Bericht, der etwas länger dauert, ist verzeihlich; ein auf fehlerhaften Daten basierendes Risikosignal hingegen nicht. Zwar bezeichnen 79 Prozent der Unternehmen ihre Daten als vollständig, doch nur 56 Prozent halten sie auch für präzise – und genau diese Diskrepanz entscheidet darüber, ob man einem Risikosignal vertrauen kann. Jene Unternehmen, die diese Lücke schließen, treffen fundiertere Entscheidungen auf der Basis besserer Informationen als je zuvor.“ dk
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