ANWENDUNG20. Oktober 2026

Kryptohandel: Sparkassen starten schrittweise durch

Goldene Bitcoin-Münze, steigende Kursgrafik und ein Smartphone mit „BUY“ und Bitcoin-Symbol; der Kryptohandel rückt bei Sparkassen schrittweise an.
KI, DALL-E

Die Sparkassen steigen in das Geschäft mit Kryptoanlagen wie Bitcoin und Ethereum ein. Laut einer dpa-Meldung können die ersten Kunden ab sofort Kryptowährungen über die bestehende Sparkassen-App handeln. Dies teilte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) der Nachrichtenagentur mit.

Demnach stehe das Angebot zum Start bei den ersten teilnehmenden Sparkassen zur Verfügung. Pro Monat sollen 30 bis 40 weitere Häuser dazukommen. Vorgesehen seien zunächst Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple, Solana und Polygon.

Das Angebot richte sich an Kunden, die eigenständig Kryptowährungen kaufen, verkaufen und verwahren möchten. Eine Beratung oder aktive Bewerbung durch die Sparkassen in der Breite sei nicht vorgesehen. Einen einheitlichen bundesweiten Starttermin für das Angebot, das vom Sparkassen-Wertpapieranbieter Dekabank bereitgestellt wird, gebe es nicht.

Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
DSGV

Wann eine Sparkasse startet, entscheidet sie selbst. Das Interesse in der Gruppe ist groß, und Woche für Woche werden weitere Institute hinzukommen. Im ersten Halbjahr 2027 wollen wir bereits einen großen Teil der interessierten Sparkassen angebunden haben.“

Joachim Schmalzl, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DSGV

Entscheidend sei die Nachfrage der Kunden gewesen und dass es einen verlässlichen europäischen Rechtsrahmen gebe. Ziel des Angebots ist laut DSGV, Kunden, die sich bewusst für Krypto entscheiden, einen Zugang im regulierten Umfeld zu ermöglichen. Verwahrt würden die Kryptowerte durch die Dekabank in Kooperation mit der Börse Stuttgart.

Aus Sicht der Sparkassen bleiben Kryptowährungen hochspekulative Anlagen, betont der DSGV (Website). Kunden würden ausdrücklich auf starke Kursschwankungen und das Risiko eines Totalverlusts hingewiesen. Für die breite langfristige Vermögensbildung stünden weiterhin Wertpapieranlagen, Sparpläne und Beratung im Vordergrund.

Wie die dpa mitteilt, sind Kryptowährungen gerade bei jungen Menschen beliebt. Den Handel bieten Smartphone-Banken wie N26, Trade Republic und Revolut seit geraumer Zeit an, zuletzt stiegen auch Volksbanken in das Geschäft ein. Bei den Sparkassen habe es lange Bedenken gegeben, da Kryptowährungen stark schwanken und als riskant gelten.dpa

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