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STRATEGIE7. August 2017

SDN-Architektur: Netzwerkwandel als Schlüssel für den Erfolg von Mobile-Banking-Strategien

Gabriel Schild, Digital Transformation Consultant for the Financial Sector, VerizonVerizon

Finanzinstitute sehen sich heute gezwungen, in Strategien für mobiles Banking zu investieren – um Kunden zu binden oder zu gewinnen. Im digitalen Zeitalter sind die Kunden es gewohnt, ihren Alltag nach dem „Mobile-first“-Prinzip zu gestalten, und das gilt natürlich auch für Bankgeschäfte. Für Banken ist dies mittlerweile eine Überlebensfrage: Sie müssen die wachsende App-Nutzung berücksichtigen, auf die Kunden heute bauen. Das Plädoyer für den Einsatz von Software Defined Networking (SDN).

Gabriel Schild, Digital Transformation Consultant for the Financial Sector, Verizon

Mit cloudbasierten Anwendungen und Diensten ist es Banken heutzutage möglich, die Kundenerwartungen zu bedienen und unabhängig von Standort und Device sicher entsprechende Serviceleistungen anzubieten: Für den Zugriff auf ihre Finanzen, für Kreditanträge oder Kontoänderungen nutzen Kunden jetzt regelmäßig ganz bestimmte Apps. Damit jedoch diese Apps effizient arbeiten und so Anwender an das Unternehmen binden, muss die Netzwerk-Verbindung dauerhaft schnell, sicher und zuverlässig sein und zudem das wachsende Volumen sensibler Daten bewältigen, die tagtäglich von der Bank erfasst und übermittelt werden.

Modernes Banking mit hochleistungsfähigen Netzwerken auf den Weg bringen

Solange die Marktnachfrage weniger dynamisch verlief, haben die traditionellen Netzwerke ihren Zweck erfüllt. Heutige Unternehmen müssen allerdings innovativer und vor allem agiler sein.

Die meisten Netzwerke lassen keine schnellstmögliche Skalierung von Anwendungen zu, was zu langwierigen und schmerzhaften Deployment-Zyklen führt. Cloud-basierte Anwendungen müssen sich vollständig außerhalb des traditionellen internen Netzwerks befinden und erfordern ein optimales, flexibles Netzwerkmodell.“

Die Antwort liegt in SDN-Architekturen (Software-Defined Networking) wie etwa SD-WANs (software-defined wide area networks). Sie tragen im Wesentlichen dazu bei, dass Unternehmen ihr physikalisches Netzwerk in ein on-demand verfügbares virtuelles Netzwerk verwandeln können. Mit solchen softwarebasierten Architekturen können Banken Netzwerke aufbauen, die flexibler, agiler und schneller als je zuvor sind. Damit unterstützen sie ihre cloudbasierten, mobilen Services und bieten ihren Kunden ein nahtloses Nutzererlebnis.

Ob schnellere Überweisungen, kürzere Laufzeiten von Kreditkartenanträgen oder Unterstützung von AR- und VR-Anwendungen (Augmented bzw. Virtual Reality), mit SDN ist das Netzwerk in der Lage, sich automatisch den Spitzenzeiten anzupassen. Das Mobile-Banking läuft dadurch wie gewohnt reibungslos ab, ohne abzustürzen.

SDN – Da diese Technologien softwareorientiert sind und nicht auf Hardware basieren, kann das Netzwerk automatisch an sich ändernde Datenmengen angepasst werden.“

Zum Beispiel kann das Netzwerk einer Bank zu bekannten Spitzenzeiten ganz von allein seine Kapazitäten an das Datenaufkommen anpassen. Dies gilt zum Beispiel für die ersten fünf Tage eines Monats, wenn Zinszahlungen und Mieten fällig sind und überwiesen werden.

Autor Gabriel Schild, Verizon
Gabriel Schild ist Digital Transformation Consultant für den Finanzsektor bei Verizon. Er hat mehr als zwei Jahrzehnte Praxiserfahrung mit Kunden in der gesamten EU, Nordamerika, dem Nahen Osten und ausgewählten Märkten in Australasien und Lateinamerika. Gabriel Schild ist spezialisiert auf Business-IT-Transformation, digitale Geschäftsmodelle und organisatorisches Change Management. Vor seiner Zeit bei Verizon arbeitete er u.a. für Cognizant Technology Soultions, Capco und IBM.
Software-defined-Netzwerke bieten auch optimierte Unterstützung innerhalb einer Zweigstelle, so dass wichtige Kapazitäten wie etwa Überweisungen oder Kontoaktualisierungen online bleiben und nicht gestört oder verzögert werden. Wenn mehr Geschwindigkeit oder Bandbreite gefordert ist, brauchen Banken nicht mehr auf einen Techniker zu warten, der dann die Netzwerk-Hardware anpasst – was sich unter Umständen Tage oder Wochen hinziehen kann. Stattdessen ordnet die intelligente Automation der Netzwerk-Software den wichtigsten Anwendungen Prioritäten zu, verhindert so Engpässe und sorgt für ein elastischeres, flexibleres Netzwerk.

Die intelligente Automation hilft auch bei der Aktualisierung des Netzwerks, beispielsweise durch Pushed-Software-Updates, und verringert dadurch die Notwendigkeit umständlicher Hardware-Upgrades. Auch die Unterstützung branchenführender Anwendungen ist damit kein Problem mehr. Mit dieser flexiblen Architektur können Banken zugleich auf die jüngsten Malware-Bedrohungen reagieren und robuste Sicherheitsmaßnahmen in Stellung bringen, die dann bereits auf Netzwerkebene zum Schutz personenbezogener Bankdaten und unternehmenseigener Assets beitragen.

Den Netzwerkwandel erfolgreich gestalten

Vor einer Netzwerk-Aktualisierung mit SDN sollten Finanzinstitute ihre Ziele klar formulieren und genau festlegen, was eigentlich erreicht werden soll. Dadurch lassen sich für die IT-Teams präzise Anforderungen festlegen und die Erfordernisse von Unternehmen und IT aneinander ausrichten. Die richtigen Investitionen in Netzwerk-Infrastruktur vorzunehmen, ist enorm wichtig, denn die heutigen Netzwerke werden dank effizient ausgeführter Software-Updates eine längere Lebensdauer haben als ihre hardwarelastigen Vorgänger.

Ein gesundes, agiles Netzwerk verbessert enorm die Funktionalität cloudbasierter Technologien, mit denen die mobilen Banking-Dienste durchgeführt werden. Verbraucher wie Mitarbeiter haben sich mittlerweile an diese Art des Bankings gewöhnt. Die Investition in einen Netzwerkwandel ist vor dem Hintergrund geänderter Gewohnheiten enorm wichtig. Hier die Bank auf den Weg zu bringen, beginnt mit der Bereitstellung des richtigen Netzwerks. Eines Netzwerks, das nicht nur moderne Technologie unterstützt, sondern auch die intelligenten, technologieorientierten Anwendungen, die es in Zukunft geben wird.

 
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