PRODUKTE29. März 2022

Temenos und Mastercard bündeln Kräfte, um Request to Pay voranzutreiben

Temenos

Die Cloud-Banking-Plattform Temenos arbeitet in Zukunft mit Mastercard zusammen, um Banken bei der Einführung von Request-to-Pay-Diensten in Großbritannien zu unterstützen. Wie die Unternehmen mitteilen, soll die neue Initiative bestehende Lösungen auf der Temenos Banking Cloud mit marktzertifizierten Mastercard-Services zusammenführen und es für Finanzinstitute einfacher und effizienter machen, Request-to-Pay-Services einzuführen.

Request to Pay ermöglicht es Rechnungsstellern, die Zahlung einer Rechnung dynamisch anzufordern und zu verwalten, anstatt einfach eine Rechnung zu senden. Der Zahlungspflichtige erhält dazu eine kuratierte digitale Anfrage auf seinem Internet- oder Mobilgerät über eine Bank- oder Drittanbieter-FinTech-Anwendung. Der Zahlungspflichtige kann eine diesbezügliche Anfrage entweder teilweise oder vollständig genehmigen, aufschieben oder sogar ablehnen und so seine Rechnungszahlungen besser verwalten. Wird der Antrag jedoch genehmigt, wird ein Zahlungsauftrag zur Ausführung innerhalb der Bank über einen bevorzugten Weg, etwa über das Faster Payments System, eingereicht. Der Rechnungssteller kann dann die Zahlung in Echtzeit erhalten.

Request-to-Pay-Lösungen wird ein enormes Potenzial zugeschrieben, die Zahlungsverkehrslandschaft zu verändern. Das Thema befindet sich aber noch in einer frühen Phase seiner Einführung und Reichweitensteigerung. Mit dieser Zusammenarbeit wollen Temenos und Mastercard die Marktakzeptanz beschleunigen und eine vollständige End-to-End-Verarbeitung in Echtzeit sowie eine sichere und erfolgreiche Kommunikation zwischen Käufern und Zahlern ermöglichen.

Jeder Zehnte vergisst, Rechnungen zu bezahlten

Das Thema ist für Finanzinstitute attraktiv, da es sie in den Mittelpunkt des Rechnungsbezahlungsprozesses stellt und ihnen hilft, die Kundenbindung zu verbessern und sich vom Wettbewerb abzuheben. Für ihre Rechnungssteller-Kunden hilft es ihnen, sicherer mit den Zahlern in Kontakt zu treten und einen schnelleren Zahlungseingang zu bewirken, den Zahlungsabgleich zu verbessern und Zahlungsrückstände und damit verbundene Kosten zu reduzieren. Darüber hinaus kann Request to Pay sowohl für Finanzinstitute als auch für Zahler aufgrund der strengen Anti-Geldwäsche- und Know-Your-Customer-Prozesse im gesamten Ökosystem dazu beitragen, Betrugsfälle bei autorisierten Push-Zahlungen (APP) zu reduzieren.

Die Mastercard-Studie „State of Pay“ hat ergeben, dass jeder Zehnte in Großbritannien häufig vergisst, seine Rechnungen zu bezahlen, was zu verspäteten Zahlungen führt, und fast jeder Fünfte gibt an, keine Kontrolle über die Ausgaben auf seinem Konto zu haben. Request to Pay bietet dem Einzelnen mehr Möglichkeiten und Flexibilität bei der Begleichung von Rechnungen, sei es für größere Anschaffungen, Versorgungs- und Telekommunikationsrechnungen oder Posten wie die Zahlung der Gemeindesteuer.

Großes Potenzial für Request to Pay

Das geschätzte Marktpotenzial für Request to Pay ist enorm. Allein der britische Markt für wiederkehrende Rechnungszahlungen wird auf mehr als sechs Milliarden Transaktionen im Wert von Hunderten von Milliarden Pfund geschätzt. Darüber hinaus gibt es eine große Anzahl von Ad-hoc-Rechnungen für nicht wiederkehrende Posten wie Autoreparaturen und Renovierungsarbeiten, die einen zusätzlichen bedeutenden potenziellen Markt für Request to Pay darstellen. Nach Schätzungen von UK Finance belaufen sich diese Ad-hoc-Rechnungen auf etwa 30 Mrd. Rechnungen pro Jahr. Die Zunahme von digitalen Diensten und Abonnements hat das Wachstum von nicht-traditionellen, wiederkehrenden Rechnungen angekurbelt – was die Erwartung eines Volumenwachstums in den kommenden Jahren weiter erhöht.

„Der Wettlauf um die Nutzung der durch Request to Pay entstandenen Marktchancen hat begonnen, da sowohl Rechnungssteller als auch Zahlungspflichtige einfach zu bedienende Lösungen verlangen, die in das Dienstleistungsangebot ihrer Banken eingebettet sind“, weiß Mick Fennell, Business Line Director, Temenos Payments.

In Zusammenarbeit mit Mastercard wird die Temenos Request-to-Pay-Lösung Banken in die Lage versetzen, diese Chancen schnell zu ergreifen und zu entwickeln und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, indem sie die Marktnachfrage nach einer effizienten, zuverlässigen und kostengünstigen Ausführung des Dienstes erfüllen.“

Mick Fennell, Business Line Director, Temenos Payments

Und Frode Asheim, EVP, Bill Pay, Mastercard, ergänzt: „Beim Bezahlen von Rechnungen legen die Menschen Wert auf Wahlmöglichkeiten, Kontrolle und Flexibilität sowie auf den zusätzlichen Komfort, alle Rechnungen an einem Ort zu haben, um ein reibungsloses tägliches Geldmanagement zu ermöglichen.“ Die Request-to-Pay-Lösung von Temenos und Mastercard erfülle diese Bedürfnisse der Verbraucher und biete zusätzliche Vorteile für Rechnungssteller und Finanzinstitute.

Die Beteiligung von Banken und anderen Finanzinstituten ist für den Erfolg von Request to Pay unerlässlich, und durch die Zusammenarbeit mit Partnern wie Temenos können wir die Akzeptanz auf dem Markt beschleunigen.“

Mick Fennell, Business Line Director, Temenos Payments

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