STUDIEN & UMFRAGEN22. März 2022

Virtuelle Karten auf dem Vormarsch: 62 % der Deutschen wollen künftig damit bezahlen

In einer internationalen Studie hat der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna 13.000 Konsumenten in 13 Ländern befragt, wie das Smartphone ihre Einkaufsgewohnheiten online und im Laden verändert. Daraus ist der erste Mobile Shopping Report entstanden. Im Detail beschäftigt sich die Studie mit der zunehmenden Bedeutung des Smartphones beim Shopping, dem Trend zu virtuellen Karten, was diese Entwicklung vorantreibt und welche anderen Trends die Einkaufsgewohnheiten zukünftig beeinflussen könnten.

Virtuelle Karten im Mobile Shopping Report von Klarna
Klarna
Virtuelle Karten liegen im Trend. Kündigt sich die digitale Wende in Deutschland an? Virtuelle Karten werden manchmal auch als temporäre Kartennummer oder Pseudokartennummer bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Kredit- oder Debitkartennummer, die über eine Website oder eine mobile App erstellt werden kann und nicht mit einer physischen Karte geliefert wird.

62 % der Befragten gaben an, dass sie ihre physischen Karten gegen digitale Karten eintauschen würden. Bis jetzt sind virtuelle Karten in Deutschland noch wenig verbreitet. Nur 22% gaben an, eine solche Karte schon einmal benutzt zu haben. Immerhin 38 % haben schon mal von virtuellen Karten gehört.

Obwohl die Mehrheit der Deutschen virtuelle Karten als bevorzugte Zahlungsmethode für die Zukunft befürwortet, zeigt die Studie, dass die Akzeptanz unter den deutschen Verbraucher vergleichsweise langsam steigt. Die erfassten Werte sind die niedrigsten aller Erhebungsregionen, aber Wachstum ist zu erwarten.

Virtuelle Karten werden auch weltweit beliebter. Insgesamt haben 66 % der Befragten von virtuellen Karten gehört und 29 % haben sie bereits ausprobiert. Die höchste Verbreitung virtueller Karten ist in Spanien (40 %) und den USA (37 %) zu verzeichnen – und speziell in den USA haben 56 % der Millennials bereits eine virtuelle Karte ausprobiert.

Sicherheit und Komfort sind die Nutzungsmotive für virtuelle Karten. Sie werden zu einer immer beliebteren Zahlungsmethode für Online-Zahlungen. 56 % der Deutschen halten sie für eine bequemere und sicherere Alternative zu ihren physischen Pendants, die das Betrugsrisiko minimiert (48 %). Das deutet auf eine starke Akzeptanz in der Zukunft hin, da die Technologie immer breiter verfügbar wird.

Zu viele Shopping-Apps

Verbraucher wünschen sich beim Online Shopping via App zunehmend All-in-One-Lösungen, denn mehr als ein Drittel (36 %) der Deutschen gibt an, von der Menge an vorhandenen Shopping Apps überfordert zu sein. 71 % würden eine einzige App bevorzugen, die alle Aspekte ihres Einkaufs berücksichtigt, anstatt mehrere Apps zu nutzen. Generell werden All-in-One-Apps von den Verbrauchern bevorzugt, weil sie das Einkaufen vereinfachen (70 %) und Zeit sparen (68 %).

Fast ein Viertel der deutschen Verbraucher hat zwischen 6 und 10 Shopping-Apps auf dem Smartphone. Viele davon werden nur selten zum mobilen Einkaufen verwendet. Tatsächlich nutzen 81 % der Deutschen nur 1-5 dieser Apps (oder gar keine) wöchentlich. Dies zeichnet sich auch weltweit ab mit Ausnahme der Niederlande, wo Shopping-Apps von den Verbrauchern häufiger genutzt werden (25 % nutzen mindestens 6-10 Apps pro Woche).

Erst 67% der Deutschen shoppen am Handy. Damit sind sie auf dem drittletzten Platz. Der Trend zum Smartphone setzt sich jedoch langsam durch: 70 % der Gen Z und der Millennials in Deutschland kaufen heute häufiger mit dem Handy ein als noch vor zwei Jahren, und jeder zweite Konsument (56 %) glaubt, dass er in den nächsten fünf Jahren mehr mit dem Handy einkaufen wird.

Klarna

Über die Studie

Der Mobile Shopping Report von Klarna wurde in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Dynata durchgeführt und basiert auf einer repräsentativen Stichprobe von mehr als 13.000 Teilnehmern aus 13 Ländern. Zudem stützt sich dieser Bericht auf zusätzliche Verbraucherforschung, die mit NEPA in 11 Ländern durchgeführt wurde (USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, Österreich, Niederlande, Belgien, Frankreich, Schweden, Norwegen und Finnland). Die Untersuchungen werden vierteljährlich durchgeführt und umfassen immer mindestens 1.000 Befragte in jedem Land pro Quartal. Insgesamt nahmen im vierten Quartal 2021 (Oktober-Dezember) 18.000 Konsumenten teil.

Den vollständigen englischen Mobile Shopping Report finden Sie hier.pp

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/137377
 
 

 

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