STUDIEN & UMFRAGEN14. Juni 2019

65 Prozent der Verbraucher halten mobile Bezahlsysteme laut ESET für unsicher

ESET

Mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay, Google Pay oder spezielle Apps drängen auf den Markt. Viele Banken werben mit dieser neuen Bezahlform über das Smartphone. Dennoch trauen zwei von drei Anwendern den neuen Bezahlmöglichkeiten mit dem Smartphone nicht. Im deutschsprachigen Raum steckt das Thema Mobile Payment ohnehin noch in den Kinderschuhen: Nur etwa vier bis fünf Prozent gaben an, entweder Apple Pay, Google Pay oder eine spezielle App häufig zu verwenden. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Internetnutzern des europäischen IT-Security-Herstellers ESET.

Neben der klassischen Barzahlung spielt Mobile Payment bisher nur ein Nischendasein. In allen Altersgruppen sind Kreditkarten oder Debitkarten mit über 90 Prozent das Zahlungsmittel der Wahl nach dem Bargeld. Bei jungen Leuten schaffen es Apple Pay und Google Pay zwar auf rund 7 Prozent Anteil, aber auch das ist noch kein deutlicher Trend. Mobile Payment gilt noch immer als unsicher. Auch da sind sich alle Altersgruppen weitgehend einig, wenngleich bei jungen Leuten nur 53% eine Gefahr sehen gegenüber 76% bei älteren Leuten.

ESET Thomas Uhlemann
Eset

Mobile Payment wird in immer mehr Geschäften wie beispielsweise Supermärkten oder Baumärkten als Bezahlmöglichkeit angeboten. Wie unsere Umfrage zeigt, ist das Vertrauen der Verbraucher in die neuen Bezahlmöglichkeiten aber nicht sonderlich ausgeprägt. Ein möglicher Grund für das Misstrauen sind sicherlich gefälschte Banking-Apps, die es immer wieder in die großen App-Stores schaffen. Generell muss man aber sagen, dass die neuen Systeme teilweise sogar sicherer sind als klassische Payment-Methoden.“

Thomas Uhlemann, ESET Security Specialist

Beim Bezahlvorgang mit Google oder Apple Pay werden übrigens keine sensiblen Informationen wie die Kartennummer übertragen, sondern lediglich Tokens, die die Transaktion legitimieren.

Cyber-Krimnalität wird zunehmen

Nach Einschätzung des Experten werden neue Anbieter mittelfristig noch stärker in den Fokus von Cyber-Kriminellen rücken. „Mit wachsender Verbreitung mobiler Bezahlsysteme werden auch die neuen Anbieter für Angreifer interessanter.“ Banking-Malware war schon 2018 eines der beliebtesten Schadprogramme bei mobilen Betriebssystemen. Die Methoden lassen sich auch für Angriffe auf das Mobile Payment einsetzen. Nutzer sollten daher bereits heute Maßnahmen zum Schutz ihrer Smartphones ergreifen.

Wer Mobile-Payment-Systeme auf Smartphones ohne eine Sicherheits-App einsetzt, handelt bereits jetzt fahrlässig.“

ESET gibt Tipps zum sicheren Bezahlen per Smartphone

1. Halten Sie Ihr Smartphone auf dem aktuellsten Stand und nutzen eine zuverlässige mobile Sicherheitslösung. Die Security-App sollte schadhafte Programme erkennen und einen umfassenden Schutz gegen Phishing bieten.
2. Vermeiden Sie inoffizielle AppStores. Mit Lock-Angeboten versuchen Cyber-Kriminelle Anwender auf ihre Plattformen zu bekommen. Hier ist die Gefahr am größten, manipulierte oder gar schädliche Apps auf das Geräte zu bekommen. Deaktivieren Sie die „Installation aus unbekannten Quellen“ bei Android-Geräten möglichst dauerhaft.
3. Installieren Sie eine mobile Sicherheitslösung. Die App sollte einen umfassenden Schutz gegen alle Arten von Cyber-Angriffen bieten. Empfehlenswert sind Anwendungen, die auch Schutz gegen Phishing bieten und im Verlustfall eine AntiTheft-Funktion enthalten.
4. Apps aus dem Google Play Store sollten vor der Installation geprüft werden. Werfen Sie einen Blick auf Rezensionen, Nutzerkommentare, Anzahl von Installationen und benötigte Zugriffsrechte.
5. Nutzen Sie ausschließlich Banking- und Zahlungs-Apps, die von Ihrer Bank oder Ihrem Finanzdienstleister bereitgestellt werden. Nutzen Sie die Verlinkungen auf der offiziellen Webseite. So gelangen Sie zur richtigen App im jeweiligen Store.

Ratgeber zum Datenschutz

Viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) vernachlässigen das Thema Datenschutz und können so leicht zur Beute von Cyber-Kriminellen werden. ESET macht sich für diese Firmen stark und veröffentlicht den Ratgeber „Datenschutz für Dummies“. Er informiert in unterhaltsamer Form über Sicherheitstechnologien, Tools und Prozesse, mit denen die Datenschutzmaßnahmen umfassend optimiert werden können. Das E-Book „Datenschutz für Dummies“ von Lawrence Miller steht ab sofort hier zum kostenlosen Download nach Angabe von Kontaktdaten zur Verfügung.

 

Die gesamte Studie steht hier kostenlos zum Download bereit.pp

 

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/90604 
 
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)
Loading...

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

PSD2: Einige Banken und Sparkassen schalten bereits jetzt ihre API für die Produktion scharf

Die Deutsche Kreditwirtschaft (Website, Kommunikation in diesem Jahr via BdB)...

Schließen