PRODUKTE4. Februar 2026

Kosten-Sharing per Tricount-App: Alltagsausgaben machen den Großteil geteilter Kosten aus

Bunq

Hierzulande werden immer mehr Kosten per App geteilt. Allein über Tricount, eine Kosten-Sharing-App zum Aufteilen von Gruppenausgaben, wurden in Deutschland im vergangenen Jahr rund 2 Milliarden Euro an gemeinsamen Ausgaben abgerechnet. Der Anbieter, der seit 2022 zur Digitalbank Bunq gehört, hat nun anonymisierte Nutzungsdaten ausgewertet und analysiert, wofür Menschen in Deutschland 2025 am häufigsten gemeinsam gezahlt haben.

Über Kosten-Sharing-Apps erfassen Nutzer gemeinsame Ausgaben digital und ordnen sie einzelnen Personen oder Gruppen zu – etwa in Wohngemeinschaften, im Freundeskreis oder auf Reisen. Das System berechnet automatisch, wer welchen Anteil übernimmt und welche Beträge untereinander ausgeglichen werden müssen, sodass sich Kosten transparent und ohne manuelles Nachrechnen aufteilen lassen. Mit seiner Auswertung zeigt tricount jetzt, wofür deutsche Nutzer:innen die App konkret einsetzen.

Der Blick auf die Ausgabenkategorien zeigt klar: Geteilte Ausgaben sind vor allem Alltagsausgaben. Im Jahr 2025 entfielen rund 45 Prozent der gemeinsam abgerechneten Kosten auf Essen und Trinken (20 Prozent) sowie Lebensmitteleinkäufe (25 Prozent). Hinzu kommen Transportkosten mit 12 Prozent, die ebenfalls eine zentrale Rolle im Alltag spielen. Reisekosten machen 2025 nur fünf Prozent der geteilten Ausgaben aus, auch Freizeit- und Unterhaltungsausgaben (3 Prozent) fallen nur gering ins Gewicht.

Die Zahlen zeigen, dass das Teilen von Ausgaben für viele Nutzer:innen längst Teil des Alltags geworden ist. Statt einzelner Anlässe stehen wiederkehrende, alltägliche Kosten im Fokus – ein Hinweis darauf, dass digitale Tools zunehmend dabei helfen, gemeinsame Finanzen im Alltag einfach und transparent zu organisieren.

Lebensmittel wichtiger als Reisen

Bunq

Im Vergleich zu anderen Ländern zeigen sich deutliche kulturelle Unterschiede. Während in Deutschland Lebensmitteleinkäufe (25 Prozent) besonders häufig geteilt werden, macht diese Ausgabenkategorie im Vereinigten Königreich nur 17 Prozent aus. In Frankreich hingegen teilen Nutzer:innen überproportional oft Kosten für Reisen und Unterhaltung.

„Jahr für Jahr sehen wir dasselbe: Menschen wollen den Moment mit den Menschen genießen, die ihnen wichtig sind – und sich nicht damit beschäftigen, wer wem noch etwas schuldet“, sagt Joe Wilson, Chief Evangelist bei Bunq.

Jede gemeinsame Ausgabe ist anders, doch hinter jeder steht eine Geschichte von Freund:innen, Paaren oder Mitbewohner:innen, die sich bewusst für eine einfache und pragmatische Lösung entscheiden, damit nicht das Geld im Vordergrund steht, sondern die gemeinsamen Erlebnisse.“

Joe Wilson, Chief Evangelist bei Bunq

Auch beim Zeitpunkt gemeinsamer Ausgaben zeigen sich nationale Besonderheiten. Weltweit ist der 30. Dezember der Tag mit den meisten geteilten Ausgaben – nach Weihnachten und vor Silvester sind die Nutzer:innen von tricount besonders aktiv. In Deutschland häufen sich geteilte Kosten außerdem vor allem rund um lange Wochenenden und Brückentage. So zählt der 29. Mai, auf den 2025 Christi Himmelfahrt und der Vatertag fielen, hierzulande zur Top 3 der Tage mit den meisten geteilten Ausgaben. Wenn Menschen mehr gemeinsam unternehmen, rechnen sie auch mehr Ausgaben gemeinsam ab – an Brückentagen ist das oft der Fall.

Geteilte Ausgaben per App wachsen weiter

Die Auswertung zeigt, dass das Teilen von Alltagsausgaben für immer mehr Nutzer:innen zur festen Gewohnheit wird. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Gesamtvolumen der in Deutschland über tricount geteilten Gruppenausgaben von 1,5 Milliarden Euro auf 2 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Wachstum von 30 Prozent. Parallel dazu ist auch die Nutzerbasis in Deutschland deutlich gewachsen: 2025 verzeichnete tricount hierzulande ein Nutzerwachstum von 42 Prozent und lag damit über dem globalen Durchschnitt von 33 Prozent.tw

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