ANWENDUNG2. März 2026

Verbraucher wünschen sich KI-Co-Piloten beim Einkaufen – aber keinen Autopiloten

. Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Handelsalltag. Doch wie weit darf sie gehen? Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Unzer zeigt ein klares Stimmungsbild: Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland stehen Ka I gestützten Einkaufsassistenten grundsätzlich offen gegenüber, solange sie die Kontrolle behalten.Die Studie verdeutlicht damit einen zentralen Trend: Deutschland ist zwar generell bereit für Ka I im Handel, allerdings nur unter klar definierten Leitplanken. Immerhin 37 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, Ka I basierte Einkaufsassistenten zu nutzen (25 Prozent „eher wahrscheinlich“, 12 Prozent „sehr wahrscheinlich“). Gleichzeitig bleibt die Skepsis spürbar, und sie steigt mit dem Alter deutlich an. Während 38 Prozent der 18- bis 29 Jährigen Ka I Einkaufsassistenten skeptisch gegenüberstehen, sind es bei den 30- bis 39 Jährigen 34 Prozent. In den höheren Altersgruppen wächst die Zurückhaltung kontinuierlich und erreicht bei den über 70 Jährigen 75 Prozent. Auch geschlechterspezifisch zeigen sich Unterschiede. Frauen bewerten Ka I Assistenten zurückhaltender als Männer (57 Prozent versus 52 Prozent skeptische Haltung). Entsprechend liegt die Nutzungswahrscheinlichkeit bei Männern mit 41 Prozent deutlich höher als bei Frauen mit 32 Prozent. Gleichzeitig ist der Wunsch nach konkretem Mehrwert ausgeprägt. Zwischen 51 und 65 Prozent der Befragten erwarten, dass Ka I das Einkaufen erleichtert, etwa durch Zeitersparnis, das Finden passender Produkte oder das Identifizieren günstiger Angebote. Besonders hoch ist die Zustimmung bei der Suche nach preiswerten Optionen. Ein zentrales Ergebnis zieht sich jedoch durch alle Altersgruppen: 64 Prozent bestehen darauf, dass jeder einzelne Schritt vor dem Abschluss eines Kaufs aktiv bestätigt werden muss. Die Botschaft ist eindeutig: Ka I soll unterstützen, nicht ersetzen. Sie wird als Co Pilot akzeptiert, nicht als Autopilot. . Die Umfrage zeigt, dass Verbraucher sehr offen für moderne, digitale Einkaufserlebnisse sind, solange sie selbst die letzte Entscheidung treffen. Ka I soll unterstützen, personalisieren und vereinfachen, aber nicht autonom handeln.“sagt Pascal Beji, Chief Commercial Officer von Unzer.. Für Unzer bedeutet das, dass Unternehmen Lösungen benötigen, die Sicherheit, Transparenz und Komfort kombinieren. Ka I wird somit zum vielzitierten Co‑Pilot, und nur dort zum Autopiloten, wo Kunden es wirklich wollen. Agentic AI: Akzeptanz bei Routinen, Zurückhaltung bei sensiblen Produkten!. . Besonders aufschlussreich ist der Blick auf sogenannte agentic Systeme, also vollautomatisierte Einkaufsassistenzen, die eigenständig Entscheidungen treffen. Hier zeigt sich eine klare Priorisierung nach Produktkategorie. 22 Prozent der Befragten sehen Einsatzpotenzial bei wiederkehrenden Einkäufen wie Reinigungsmitteln, 21 Prozent bei Lebensmitteln. 19 Prozent können sich einen autonomen Ka I Einsatz bei Kleidung vorstellen, 18 Prozent bei Geschenken. Deutlich geringer ist die Akzeptanz bei sensibleren oder komplexeren Produkten: Nur 14 Prozent würden einer Ka I Versicherungen oder Finanzdienstleistungen anvertrauen, 12 Prozent Abonnements. Die breite Akzeptanz vollautomatisierten Einkaufens dürfte somit nicht bei erklärungsbedürftigen Finanzprodukten oder größeren Anschaffungen beginnen, sondern im Bereich alltäglicher Routinen. Für den Handel ergibt sich daraus eine klare Priorisierung: Automatisierungspotenziale sollten zunächst dort erschlossen werden, wo der wahrgenommene Nutzen hoch und das Risikoempfinden gering ist. Für Händler und Payment Anbieter entsteht ein differenziertes Bild. Einerseits signalisiert die Umfrage eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Ka I gestützten Services. Personalisierung, intelligente Produktempfehlungen und automatisierte Angebotsvergleiche stoßen auf breite Zustimmung. Andererseits bleibt das Bedürfnis nach Transparenz und finaler Entscheidungshoheit zentral. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Systemarchitektur und UX Design. Ka I Funktionen müssen nachvollziehbar, erklärbar und jederzeit übersteuerbar sein. Black Box Entscheidungen ohne Eingriffsmöglichkeit werden auf absehbare Zeit kaum Akzeptanz finden, insbesondere nicht im Kontext höherpreisiger oder sensibler Produkte. Dabei wird Vertrauen zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. Sicherheitsmechanismen, klare Bestätigungsschritte und transparente Datenverarbeitung sind nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern Akzeptanzvoraussetzungen. Die Studie verdeutlicht damit einen zentralen Trend: Deutschland ist bereit für Ka I im Handel, allerdings unter klar definierten Leitplanken. Wer Ka I als kontrollierbaren Co Piloten positioniert, kann Akzeptanz und Mehrwert verbinden. Wer auf vollständige Autonomie setzt, läuft Gefahr, am Bedürfnis nach Kontrolle vorbeizuplanen.

Direktüberweisung auf Basis von Open Banking von Unzer
Unzer

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den Handelsalltag. Doch wie weit darf sie gehen? Eine aktuelle, repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Unzer zeigt ein klares Stimmungsbild: Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland stehen KI-gestützten Einkaufsassistenten grundsätzlich offen gegenüber – solange sie die Kontrolle behalten.Die Studie verdeutlicht damit einen zentralen Trend: Deutschland ist zwar generell bereit für KI im Handel – allerdings nur unter klar definierten Leitplanken.

Immerhin 37 Prozent der Befragten halten es für wahrscheinlich, KI-basierte Einkaufsassistenten zu nutzen (25 Prozent „eher wahrscheinlich“, 12 Prozent „sehr wahrscheinlich“). Gleichzeitig bleibt die Skepsis spürbar – und sie steigt mit dem Alter deutlich an. Während 38 Prozent der 18- bis 29-Jährigen KI-Einkaufsassistenten skeptisch gegenüberstehen, sind es bei den 30- bis 39-Jährigen 34 Prozent. In den höheren Altersgruppen wächst die Zurückhaltung kontinuierlich und erreicht bei den über 70-Jährigen 75 Prozent. Auch geschlechterspezifisch zeigen sich Unterschiede. Frauen bewerten KI-Assistenten zurückhaltender als Männer (57 Prozent versus 52 Prozent skeptische Haltung). Entsprechend liegt die Nutzungswahrscheinlichkeit bei Männern mit 41 Prozent deutlich höher als bei Frauen mit 32 Prozent.

Gleichzeitig ist der Wunsch nach konkretem Mehrwert ausgeprägt. Zwischen 51 und 65 Prozent der Befragten erwarten, dass KI das Einkaufen erleichtert – etwa durch Zeitersparnis, das Finden passender Produkte oder das Identifizieren günstiger Angebote. Besonders hoch ist die Zustimmung bei der Suche nach preiswerten Optionen. Ein zentrales Ergebnis zieht sich jedoch durch alle Altersgruppen: 64 Prozent bestehen darauf, dass jeder einzelne Schritt vor dem Abschluss eines Kaufs aktiv bestätigt werden muss. Die Botschaft ist eindeutig: KI soll unterstützen, nicht ersetzen. Sie wird als Co-Pilot akzeptiert, nicht als Autopilot.

Pascal Beij, Chief Commercial Officer bei Unzer
Unzer

Die Umfrage zeigt, dass Verbraucher sehr offen für moderne, digitale Einkaufserlebnisse sind, solange sie selbst die letzte Entscheidung treffen. KI soll unterstützen, personalisieren und vereinfachen, aber nicht autonom handeln.“

Pascal Beji, Chief Commercial Officer von Unzer

Für Unzer bedeutet das, dass Unternehmen Lösungen benötigen, die Sicherheit, Transparenz und Komfort kombinieren. KI wird somit zum vielzitierten Co‑Pilot – und nur dort zum Autopiloten, wo Kunden es wirklich wollen.

Agentic AI: Akzeptanz bei Routinen, Zurückhaltung bei sensiblen Produkten

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf sogenannte agentische Systeme – also vollautomatisierte Einkaufsassistenzen, die eigenständig Entscheidungen treffen. Hier zeigt sich eine klare Priorisierung nach Produktkategorie. 22 Prozent der Befragten sehen Einsatzpotenzial bei wiederkehrenden Einkäufen wie Reinigungsmitteln, 21 Prozent bei Lebensmitteln. 19 Prozent können sich einen autonomen KI-Einsatz bei Kleidung vorstellen, 18 Prozent bei Geschenken. Deutlich geringer ist die Akzeptanz bei sensibleren oder komplexeren Produkten: Nur 14 Prozent würden einer KI Versicherungen oder Finanzdienstleistungen anvertrauen, 12 Prozent Abonnements.

Die breite Akzeptanz vollautomatisierten Einkaufens dürfte somit nicht bei erklärungsbedürftigen Finanzprodukten oder größeren Anschaffungen beginnen, sondern im Bereich alltäglicher Routinen. Für den Handel ergibt sich daraus eine klare Priorisierung: Automatisierungspotenziale sollten zunächst dort erschlossen werden, wo der wahrgenommene Nutzen hoch und das Risikoempfinden gering ist.

Für Händler und Payment-Anbieter entsteht ein differenziertes Bild. Einerseits signalisiert die Umfrage eine grundsätzliche Offenheit gegenüber KI-gestützten Services. Personalisierung, intelligente Produktempfehlungen und automatisierte Angebotsvergleiche stoßen auf breite Zustimmung. Andererseits bleibt das Bedürfnis nach Transparenz und finaler Entscheidungshoheit zentral. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf Systemarchitektur und UX-Design. KI-Funktionen müssen nachvollziehbar, erklärbar und jederzeit übersteuerbar sein. Black-Box-Entscheidungen ohne Eingriffsmöglichkeit werden auf absehbare Zeit kaum Akzeptanz finden – insbesondere nicht im Kontext höherpreisiger oder sensibler Produkte.

Dabei wird Vertrauen zum entscheidenden Differenzierungsfaktor. Sicherheitsmechanismen, klare Bestätigungsschritte und transparente Datenverarbeitung sind nicht nur regulatorische Anforderungen, sondern Akzeptanzvoraussetzungen. Die Studie verdeutlicht damit einen zentralen Trend: Deutschland ist bereit für KI im Handel – allerdings unter klar definierten Leitplanken. Wer KI als kontrollierbaren Co-Piloten positioniert, kann Akzeptanz und Mehrwert verbinden. Wer auf vollständige Autonomie setzt, läuft Gefahr, am Bedürfnis nach Kontrolle vorbeizuplanen.tw

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