ANWENDUNG17. April 2026

Transformation: Innobis macht die Investitions- und Förderbank Hamburg S/4HANA-ready

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Die Innobis hat bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) zentrale Voraussetzungen für die geplante Migration auf SAP S/4HANA geschaffen. Im Rahmen eines mehrjährigen Transformationsprojekts wurden das SAP Collateral Management System (CMS) zur Sicherheitenverwaltung sowie der sogenannte ABAKUS Fördergegenstand implementiert. Damit ist ein wesentlicher technologischer und organisatorischer Schritt in Richtung der für 2027 vorgesehenen S/4HANA-Umstellung vollzogen.

Das Projekt erstreckte sich über drei Jahre und umfasste ein Kernteam von rund 40 Mitarbeitenden sowie insgesamt etwa 120 beteiligte Tester. Neben der technischen Migration standen auch die Anpassung bestehender Eigenentwicklungen sowie die Vorbereitung auf neue Funktionalitäten und Benutzeroberflächen im SAP-Finanzumfeld (FI/CO) im Fokus. Hintergrund der Maßnahmen ist die strategische Notwendigkeit, zentrale Funktionen aus dem SAP Loans Management (CML) abzulösen, da diese im S/4HANA-Umfeld nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit der Einführung von SAP CMS und dem ABAKUS Fördergegenstand wurden insbesondere die Objekt- und Sicherheitenverwaltung neu aufgesetzt.

Im Zuge der Umstellung migrierte die IFB Hamburg mehr als 30.000 Sicherheiten, 50.000 Objekte sowie über 170.000 Fördergegenstände in die neue Systemlandschaft. Parallel wurde das bestehende Antrags- und Kundensystem ABAKUS auf einen CMS-kompatiblen Release-Stand gebracht. Darüber hinaus erfolgten vorbereitende Maßnahmen im Bereich SAP FI/CO, darunter Datenbereinigungen und Archivierungen. Auch wurden bestehende proprietäre Lösungen im Meldewesen durch Standardsoftware ersetzt und individuelle Entwicklungen teilweise zurückgebaut. Notwendige Anpassungen betrafen zudem nachgelagerte Systeme.

Hohe fachliche und regulatorische Anforderungen

Das Projekt war durch eine hohe fachliche und technische Komplexität geprägt, erklärt das Unternehmen. Insbesondere die Abbildung von Sicherheiten stellte aufgrund vielschichtiger Kundenstrukturen eine Herausforderung dar. So umfassen einzelne Engagements bei der IFB Hamburg mehrere hundert Verträge, Objekte und Sicherheiten. Hinzu kamen gewachsene Eigenentwicklungen mit engen Abhängigkeiten zur Sicherheitenlogik sowie laufende regulatorische Anforderungen. Während der Projektlaufzeit mussten unter anderem Anpassungen aus der Bankenregulierung (CRR III) berücksichtigt und von der bisherigen Systemlandschaft auf die neue Lösung übertragen werden.

Auch organisatorisch stellte das Vorhaben hohe Anforderungen. Die große Zahl beteiligter Fachbereiche und Tester erschwerte die Planung geeigneter Test- und Go-live-Zeitfenster. Eine klassische „Frozen Zone“ war aufgrund des parallel laufenden Tagesgeschäfts, insbesondere im Jahresendgeschäft, nicht umsetzbar.

Dorothee Heider, IFB HH
IFB

Innobis bringt nicht nur hohe bankfachliche Kompetenz mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für unsere Prozesse auf bankfachlicher und technischer Ebene. Die Spezialisierung im Förderbankenumfeld sowie die SAP-Expertise ist dabei sehr wertvoll.“

Dorothee Heider, Vorstandsmitglied der IFB Hamburg

Nach Projektabschluss folgte eine zwölfwöchige Stabilisierungsphase, in der laut Projektverantwortlichen keine kritischen Fehler mehr auftraten. Die Umstellung der Bearbeitungsprozesse verlief weitgehend reibungslos, was auch auf die frühzeitige Einbindung und Schulung der Fachbereiche zurückgeführt wird. Aus Sicht der Projektbeteiligten war neben der technischen Umsetzung insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen und IT sowie die langjährige Partnerschaft zwischen der IFB Hamburg und Innobis ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Grundlage für weitere S/4HANA-Transformation

Mit der Einführung von SAP CMS und der Neustrukturierung der Sicherheiten- und Objektverwaltung hat die IFB Hamburg eine zentrale Voraussetzung für die anstehende Migration auf SAP S/4HANA geschaffen. Die eigentliche Transformation, inklusive der weiteren Anpassung von Prozessen und Systemen, ist für das Jahr 2027 geplant. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank ist die zentrale Förderinstitution der Freien und Hansestadt Hamburg und unterstützt Privatpersonen, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen bei Förderprogrammen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Das Aufgabenspektrum reicht von Wohnraum- und Wirtschaftsförderung bis hin zu Umwelt- und Energieprojekten.

Arne Schulz, Innobis
Innobis

Ein Projekt dieser Größenordnung und Komplexität ist für alle Beteiligten immer eine große Herausforderung. In diesem Fall kamen aber noch viele spezifische Themen hinzu wie die Komplexität der Sicherheiten, die inhaltliche Überschneidung mit regulatorischen Pflichtprojekten sowie die Identifikation eines für alle umsetzbaren Test- und Go-live-Zeitraums.“

Arne Schultz, Leiter Development & Integration Services bei der Innobis

Die Innobis ist ein auf Banken und den Public Sector spezialisierter IT- und SAP-Dienstleister. Das Unternehmen begleitet Organisationen bei Digitalisierungs- und Transformationsvorhaben, insbesondere im Umfeld von SAP-Systemen und S/4HANA-Migrationen.tw

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