FINTECH29. April 2026

Finom startet Buchhaltungslösung unabhängig vom Geschäftskonto

Die Abbildung zeigt ein Smartphone und ein Laptop, die die Benutzeroberfläche der Buchhaltungslösung von Finom präsentieren. Auf dem Smartphone sind Kontostände und Transaktionen sichtbar, während der Laptop detaillierte Dokumente und Finanzübersichten anzeigt.
Finom

Finom Accounting ist jetzt als eigenständiges Produkt in Deutschland auf dem Markt. Freiberufler, Einzelunternehmer und kleine Unternehmen könnten sich nun für Finoms vollständig automatisierte Buchhaltungslösung anmelden, ohne ein Finom-Geschäftskonto eröffnen zu müssen. Nutzer könnten hierfür ihre bestehendes Bankkonto gemäß PSD2 mit der End-to-End-Lösung verbinden.

Seit dem Start der Buchhaltungsfunktion im Finom-Geschäftskonto im Jahr 2025 habe das Unternehmen Recherchen durchgeführt, die ein klares Bild zeigen würden: Die Nachfrage nach automatisierter Buchhaltung sei höher als die Nachfrage nach einem neuen Geschäftskonto. Als Antwort darauf liefere das FinTech jetzt eine Verbindung zu jedem bestehenden Geschäftskonto gemäß PSD2, ganz ohne Kontowechsel.

Als wir die Buchhaltung letztes Jahr eingeführt haben, war sie in unser Geschäftskonto integriert und das funktionierte gut für bestehende Kunden. Aber Tausende von Freiberuflern sagten uns dasselbe: ‚Ich möchte eure Buchhaltung, aber ich brauche kein neues Bankkonto.‘ Also haben wir die Barriere entfernt. Das Produkt muss sich die Beziehung verdienen, nicht umgekehrt.“

Kristjan Kaar, CPO von Finom

Finom Accounting automatisiere den gesamten Prozess von der Belegerfassung bis zur Übermittlung an das Finanzamt und sei in den ersten sechs Monaten kostenlos. Damit sollen die effektiven Kosten für Kunden in Deutschland im ersten Jahr bei 7 €/Monat liegen.

Und so funktioniert’s

Nutzer würden sich mit E-Mail-Adresse und Rechtsform anmelden, ohne Ausweis und Identitätsprüfung. Nach der Verbindung eines oder mehrerer Bankkonten stünden dann Buchhaltungsfunktionen wie Belegerfassung, Transaktions­kategorisierung (SKR) und Abgleich ohne manuelle Eingabe zur Verfügung.

EÜR, UStVA, GewSt und ZM würden automatisch erstellt und könnten direkt an das Finanzamt übermittelt werden, mit voller Kontrolle für den Nutzer. Ein KI-Assistent beantworte dabei Steuerfragen in Alltagssprache, markiere fehlende Dokumente und prüfe die Abgabebereitschaft vor Fristen.

Finom (Website) plane, sein Buchhaltungsangebot auf weitere europäische Märkte auszuweiten. Zudem werde die Abdeckung auf komplexere Unternehmensstrukturen erweitert, darunter GmbH- und UG-Gesellschaften mit Lohnabrechnung sowie Meldungen zu innergemeinschaftlichen Transaktionen.ft

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