SECURITY21. Mai 2026

Europäische Banken treiben Euro-Stablecoin voran – Qivalis will 2026 starten

. Ein Konsortium führender europäischer Banken treibt die Entwicklung eines regulierten Euro Stablecoins voran. Unter dem Namen Qivalis arbeitet die Initiative an einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für tokenisierte Zahlungen und digitale Vermögenswerte. Doch was steckt eigentlich hinter dem Projekt, dessen Ziel es ist, eine europäische Alternative zu den dominierenden US Dollar Stablecoins zu etablieren? Wie das Konsortium jetzt mitteilt, treten 25 weitere Banken der Initiative bei. Damit wächst das Netzwerk auf insgesamt 37 Finanzinstitute aus 15 europäischen Ländern. Ziel bleibt der Aufbau einer paneuropäischen Blockchain Infrastruktur für Euro Zahlungen und digitale Vermögenswerte, auf Basis eines vollständig regulierten Euro Stablecoins. Der geplante Stablecoin soll im Verhältnis 1:1 durch Euro Einlagen gedeckt und unter der europäischen Kryptoregulierung MiCA emittiert werden. Die Aufsicht soll durch die niederländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) erfolgen. Zu den neuen Mitgliedern zählen unter anderem ABN AMRO, Erste Group, Helaba, Intesa Sanpaolo, Nordea, Rabobank, Swedbank und die National Bank of Greece. Bereits zuvor waren Institute wie DekaBank, DZ BANK, ING, UniCredit, BNP Paribas oder Raiffeisen Bank International Teil des Konsortiums. Mit dem Ausbau entsteht eines der bislang größten paneuropäischen Projekte im Bereich digitaler Zentralbank- und Stablecoin Infrastrukturen außerhalb staatlicher Initiativen. . Diese Erweiterung ist ein entscheidender Schritt hin zu einem offenen und regulierten digitalen Ökosystem für den Euro. Sie zeigt zudem, dass die Mehrheit der europäischen Finanzinstitute der direkten Euro Abwicklung auf der Blockchain bereits hohe Priorität in ihrer Digital Esset Strategie eingeräumt hat.“sagt Jan Oliver Sell, CEO von Qivalis.. Qivalis verfolgt das Ziel, eine nätif europäische Zahlungsinfrastruktur für Blockchain basierte Finanztransaktionen aufzubauen. Unternehmen sollen dadurch Liquidität in Echtzeit und rund um die Uhr transferieren können. Darüber hinaus adressiert die Initiative insbesondere die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte wie Anleihen, Forderungen oder Immobilien. Nach Angaben des Konsortiums sollen sogenannte atomare Transaktionen Gegenparteirisiken reduzieren und klassische Korrespondenzbank Netzwerke teilweise ersetzen. Gleichzeitig verspricht die Plattform geringere Kosten, schnellere Transaktionszeiten sowie programmierbare Zahlungen über Smart Contracts. Damit positioniert sich Qivalis nicht nur als Zahlungsinfrastruktur, sondern als Grundlage für ein europäisches Digital Esset Ökosystem. Fokus auf digitale Souveränität Europas!. . Der Hintergrund der Initiative ist auch geopolitisch motiviert. Bislang dominieren US Dollar basierte Stablecoins den globalen Markt nahezu vollständig. Laut Qivalis entfallen aktuell lediglich 0,2 Prozent des weltweiten Stablecoin Umlaufs auf Euro basierte Angebote. Sir Howard Davies, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Qivalis, sieht darin ein strategisches Risiko für Europa. „Diese Infrastruktur ist unverzichtbar, wenn Europa im globalen digitalen Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig seine strategische Autonomie wahren will.”Unser Ziel geht weit über eine reine Zahlungsinfrastruktur hinaus: Wir sorgen dafür, dass europäische Grundsätze zu Datenschutz, Finanzstabilität und regulatorischer Sorgfalt in der nächsten Generation des digitalen Geldes verankert sind. Effizienz in der Finanzinfrastruktur ist letztlich eine Frage der Souveränität.“sagt Howard Davies, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Qivalis.. Die künftige Rolle des Euro werde maßgeblich davon abhängen, ob er auf jenen Infrastrukturen, auf denen globale Werte bewegt werden, als zentrale Verrechnungswährung präsent ist. . Warum Qivalis für Banken relevant werden könnte!. . Mit Qivalis formiert sich erstmals ein breit getragenes europäisches Bankenbündnis, das einen gemeinsamen Stablecoin Standard etablieren will. Anders als viele bisherige Krypto Projekte stammt die Initiative direkt aus dem regulierten Finanzsektor und setzt konsequent auf europäische Regulierung, Bankenaufsicht und bestehende Finanzmarktstrukturen. Für die beteiligten Banken könnte das Konsortium mehrere strategische Funktionen erfüllen: Zum einen dient es als Antwort auf die wachsende Dominanz US amerikanischer Stablecoins wie USDT oder USDC im internationalen Zahlungsverkehr. Zum anderen schafft Qivalis eine gemeinsame Infrastruktur für tokenisierte Finanzprodukte, die künftig in Kapitalmarkt- und Treasury Prozessen eine größere Rolle spielen dürften. Bemerkenswert ist dabei vor allem die Breite der beteiligten Institute. Mit Großbanken, genossenschaftlichen Zentralbanken, nordischen Instituten und regionalen Playern entsteht ein Netzwerk, das potenziell einen erheblichen Teil des europäischen Zahlungsverkehrs abdecken könnte. Zudem passt der Zeitpunkt: Mit der europäischen MiCA Regulierung verfügt die EU seit diesem Jahr erstmals über einen einheitlichen Rechtsrahmen für Stablecoins und Krypto Assets. Viele Banken prüfen derzeit, wie sie tokenisierte Einlagen, digitale Wertpapiere und Blockchain basierte Abwicklungsprozesse in ihre Infrastruktur integrieren können. Qivalis könnte sich damit zu einer zentralen europäischen Plattform für regulierte digitale Euro Liquidität entwickeln, vorausgesetzt, die technische Umsetzung und die regulatorische Zulassung verlaufen planmäßig. Der operative Start ist derzeit für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.

Mit Qivalis formiert ein europäisches Bankenbündnis, das einen gemeinsamen Stablecoin-Standard etablieren will.
ChatGPT

Ein Konsortium führender europäischer Banken treibt die Entwicklung eines regulierten Euro-Stablecoins voran. Unter dem Namen Qivalis arbeitet die Initiative an einer gemeinsamen digitalen Infrastruktur für tokenisierte Zahlungen und digitale Vermögenswerte. Doch was steckt eigentlich hinter dem Projekt, dessen Ziel es ist, eine europäische Alternative zu den dominierenden US-Dollar-Stablecoins zu etablieren? Wie das Konsortium jetzt mitteilt, treten 25 weitere Banken der Initiative bei. Damit wächst das Netzwerk auf insgesamt 37 Finanzinstitute aus 15 europäischen Ländern. Ziel bleibt der Aufbau einer paneuropäischen Blockchain-Infrastruktur für Euro-Zahlungen und digitale Vermögenswerte – auf Basis eines vollständig regulierten Euro-Stablecoins.

Der geplante Stablecoin soll im Verhältnis 1:1 durch Euro-Einlagen gedeckt und unter der europäischen Kryptoregulierung MiCA emittiert werden. Die Aufsicht soll durch die niederländische Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) erfolgen. Zu den neuen Mitgliedern zählen unter anderem ABN AMRO, Erste Group, Helaba, Intesa Sanpaolo, Nordea, Rabobank, Swedbank und die National Bank of Greece. Bereits zuvor waren Institute wie DekaBank, DZ BANK, ING, UniCredit, BNP Paribas oder Raiffeisen Bank International Teil des Konsortiums.

Mit dem Ausbau entsteht eines der bislang größten paneuropäischen Projekte im Bereich digitaler Zentralbank- und Stablecoin-Infrastrukturen außerhalb staatlicher Initiativen.

Jan-Oliver Sell, CEO, Qivalis
Qivalis

Diese Erweiterung ist ein entscheidender Schritt hin zu einem offenen und regulierten digitalen Ökosystem für den Euro. Sie zeigt zudem, dass die Mehrheit der europäischen Finanzinstitute der direkten Euro-Abwicklung auf der Blockchain bereits hohe Priorität in ihrer Digital-Asset-Strategie eingeräumt hat.“

Jan-Oliver Sell, CEO von Qivalis

Qivalis verfolgt das Ziel, eine native europäische Zahlungsinfrastruktur für Blockchain-basierte Finanztransaktionen aufzubauen. Unternehmen sollen dadurch Liquidität in Echtzeit und rund um die Uhr transferieren können. Darüber hinaus adressiert die Initiative insbesondere die Abwicklung tokenisierter Vermögenswerte wie Anleihen, Forderungen oder Immobilien. Nach Angaben des Konsortiums sollen sogenannte atomare Transaktionen Gegenparteirisiken reduzieren und klassische Korrespondenzbank-Netzwerke teilweise ersetzen. Gleichzeitig verspricht die Plattform geringere Kosten, schnellere Transaktionszeiten sowie programmierbare Zahlungen über Smart Contracts. Damit positioniert sich Qivalis nicht nur als Zahlungsinfrastruktur, sondern als Grundlage für ein europäisches Digital-Asset-Ökosystem.

Fokus auf digitale Souveränität Europas

Der Hintergrund der Initiative ist auch geopolitisch motiviert. Bislang dominieren US-Dollar-basierte Stablecoins den globalen Markt nahezu vollständig. Laut Qivalis entfallen aktuell lediglich 0,2 Prozent des weltweiten Stablecoin-Umlaufs auf Euro-basierte Angebote. Sir Howard Davies, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Qivalis, sieht darin ein strategisches Risiko für Europa. „Diese Infrastruktur ist unverzichtbar, wenn Europa im globalen digitalen Wirtschaftsraum wettbewerbsfähig bleiben und gleichzeitig seine strategische Autonomie wahren will.”

Unser Ziel geht weit über eine reine Zahlungsinfrastruktur hinaus: Wir sorgen dafür, dass europäische Grundsätze zu Datenschutz, Finanzstabilität und regulatorischer Sorgfalt in der nächsten Generation des digitalen Geldes verankert sind. Effizienz in der Finanzinfrastruktur ist letztlich eine Frage der Souveränität.“

Howard Davies, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Qivalis

Die künftige Rolle des Euro werde maßgeblich davon abhängen, ob er auf jenen Infrastrukturen, auf denen globale Werte bewegt werden, als zentrale Verrechnungswährung präsent ist.

Qivalis - beteiligte Banken
Qivalis

Warum Qivalis für Banken relevant werden könnte

Mit Qivalis formiert sich erstmals ein breit getragenes europäisches Bankenbündnis, das einen gemeinsamen Stablecoin-Standard etablieren will. Anders als viele bisherige Krypto-Projekte stammt die Initiative direkt aus dem regulierten Finanzsektor und setzt konsequent auf europäische Regulierung, Bankenaufsicht und bestehende Finanzmarktstrukturen. Für die beteiligten Banken könnte das Konsortium mehrere strategische Funktionen erfüllen: Zum einen dient es als Antwort auf die wachsende Dominanz US-amerikanischer Stablecoins wie USDT oder USDC im internationalen Zahlungsverkehr. Zum anderen schafft Qivalis eine gemeinsame Infrastruktur für tokenisierte Finanzprodukte, die künftig in Kapitalmarkt- und Treasury-Prozessen eine größere Rolle spielen dürften.

Bemerkenswert ist dabei vor allem die Breite der beteiligten Institute. Mit Großbanken, genossenschaftlichen Zentralbanken, nordischen Instituten und regionalen Playern entsteht ein Netzwerk, das potenziell einen erheblichen Teil des europäischen Zahlungsverkehrs abdecken könnte. Zudem passt der Zeitpunkt: Mit der europäischen MiCA-Regulierung verfügt die EU seit diesem Jahr erstmals über einen einheitlichen Rechtsrahmen für Stablecoins und Krypto-Assets. Viele Banken prüfen derzeit, wie sie tokenisierte Einlagen, digitale Wertpapiere und Blockchain-basierte Abwicklungsprozesse in ihre Infrastruktur integrieren können.

Qivalis könnte sich damit zu einer zentralen europäischen Plattform für regulierte digitale Euro-Liquidität entwickeln – vorausgesetzt, die technische Umsetzung und die regulatorische Zulassung verlaufen planmäßig. Der operative Start ist derzeit für die zweite Jahreshälfte 2026 vorgesehen.tw

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