ANWENDUNG26. Juni 2026

Warum Atruvia, Genoverband und GVB über die Bündelung ihrer Beratungsaktivitäten nachdenken

. Die Beratungslandschaft innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe könnte vor einer weitreichenden Neuordnung stehen. Atruvia, der Genoverband und der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) haben Gespräche über eine Bündelung ihrer Beratungseinheiten aufgenommen. Ziel ist es nach Angaben der Beteiligten, die Beratungsleistungen für die Volks- und Raiffeisenbanken künftig stärker zu verzahnen und die Institute noch umfassender bei Transformationsvorhaben zu unterstützen. Die Gespräche betreffen die Beratungsaktivitäten von Atruvia, die Awado Bankenberatung als Tochter des Genoverbands sowie die Bankberatung des GVB. Die Verhandlungen seien ergebnisoffen. Geprüft würden unterschiedliche Kooperationsmodelle bis hin zur Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures. Eine Entscheidung wird für Herbst 2026 erwartet. Die Initiative fällt in eine Phase tiefgreifender Veränderungen für die genossenschaftlichen Institute. Banken sehen sich derzeit mit einer Vielzahl paralleler Herausforderungen konfrontiert: regulatorische Anforderungen wie DORA und die EU Geldwäschevorgaben, die Einführung neuer Technologien einschließlich Künstlicher Intelligenz, steigender Kostendruck sowie die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Beratungsleistungen effizient und aus einer Hand bereitgestellt werden können. Eine Bündelung der Kompetenzen könnte Doppelstrukturen reduzieren und den Instituten einen zentralen Ansprechpartner für strategische, regulatorische und technologische Fragestellungen bieten. Weniger Überschneidungen, mehr Schlagkraft!. . Die verschiedenen Beratungseinheiten innerhalb des genossenschaftlichen Verbunds hatten in der Vergangenheit teilweise ähnliche Leistungen angeboten und standen damit auch in Konkurrenz zueinander. Zudem hatte der Genoverband mit der Awado Bankenberatung das Beratungsgeschäft forciert, gleichzeitig hatte der bayerische GVB im selben Umfeld eine Schippe draufgelegt. Denkbar ist, dass die Atruvia hier die Führungsrolle für sich beansprucht, beziehungsweise zugeschrieben bekommt.Durch eine bedarfsgerechte Bündelung unserer komplementären Kräfte könnten im genossenschaftlichen Finanzverbund Synergien gehoben werden und anstehende Transformationsprozesse in den Banken aus einer Hand ganzheitlich begleitet werden.“sagt Michael Hoeck, Vorstandsvorsitzender des Genoverband.. Eine engere Zusammenarbeit könnte daher nicht nur Effizienzgewinne ermöglichen, sondern auch die Marktposition gegenüber externen Beratungsunternehmen stärken. Sollte es tatsächlich zu einer gemeinsamen Organisation kommen, entstünde eine der größten auf den genossenschaftlichen Sektor spezialisierten Beratungseinheiten in Deutschland. Diese könnte die Institute entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleiten, von Strategie- und Organisationsfragen über regulatorische Themen bis hin zur Umsetzung technologischer Transformationsprojekte. Beratung soll offenbar unabhängiger von Migrationswellen werden!. . . Der Geschäftsbericht von Atruvia liefert einen möglichen wirtschaftlichen Hintergrund für die Gespräche. Das Migrations- und Beratungsgeschäft erreichte 2025 durch die Umstellung weiterer Sparda Banken einen Höchstwert. Für 2026 erwartet Atruvia in diesem Bereich deshalb wieder rückläufige Erlöse. Eine breiter aufgestellte Beratung könnte deshalb dazu beitragen, das bislang stark projektgetriebene Geschäft zu verstetigen. Atruvia bringt in eine mögliche Gemeinschaftslösung vor allem Erfahrung bei der technischen Umsetzung großer Transformationsprojekte ein. Bei der Einführung der cloudbasierten Arbeits- und Kollaborationsplattform agree21M365 wurden 708 Banken migriert und rund 130.000 Beschäftigte geschult. Awado und der Genossenschaftsverband Bayern würden dieses Profil um Strategie, Management- und Banksteuerungskompetenz ergänzen. Die geplante Bündelung ist damit weniger als Reaktion auf eine wirtschaftliche Schwäche zu verstehen, schließlich steigerte Atruvia Umsatz und Ergebnis im vergangenen Jahr deutlich. Vielmehr könnte ein Gemeinschaftsunternehmen den Versuch darstellen, aus verschiedenen, bislang verteilten Beratungsangeboten eine durchgängige Transformationsbegleitung zu formen, von der strategischen Neuausrichtung einer Bank bis zur Einführung der dafür benötigten Ai Tieh Systeme. Offen bleibt allerdings, welche Teile des bereits weit verzweigten Beratungsangebots von Atruvia in eine neue Gesellschaft eingebracht würden. Zudem dürfte für die Banken relevant sein, wie technologieoffen eine Beratung arbeiten kann, an der zugleich ihr zentraler Ai Tieh Dienstleister beteiligt ist. Die Gespräche sind zugleich ein weiteres Signal für die zunehmende Integration innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Bereits in den vergangenen Jahren wurden verschiedene Leistungen und Infrastrukturen stärker zentralisiert oder verbundweit abgestimmt. Ob die beteiligten Organisationen ihre Beratungsaktivitäten tatsächlich in einer gemeinsamen Struktur zusammenführen werden, bleibt allerdings offen. Klar ist bereits jetzt: Der steigende Transformationsdruck in der Bankenbranche erhöht den Bedarf an spezialisierten Beratungsleistungen, und dürfte auch die Strukturen innerhalb des genossenschaftlichen Verbunds nachhaltig verändern.

ChatGPT

Die Beratungslandschaft innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe könnte vor einer weitreichenden Neuordnung stehen. Atruvia, der Genoverband und der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) haben Gespräche über eine Bündelung ihrer Beratungseinheiten aufgenommen. Ziel ist es nach Angaben der Beteiligten, die Beratungsleistungen für die Volks- und Raiffeisenbanken künftig stärker zu verzahnen und die Institute noch umfassender bei Transformationsvorhaben zu unterstützen.

Die Gespräche betreffen die Beratungsaktivitäten von Atruvia, die Awado Bankenberatung als Tochter des Genoverbands sowie die Bankberatung des GVB. Die Verhandlungen seien ergebnisoffen. Geprüft würden unterschiedliche Kooperationsmodelle bis hin zur Gründung eines gemeinsamen Joint Ventures. Eine Entscheidung wird für Herbst 2026 erwartet. Die Initiative fällt in eine Phase tiefgreifender Veränderungen für die genossenschaftlichen Institute. Banken sehen sich derzeit mit einer Vielzahl paralleler Herausforderungen konfrontiert: regulatorische Anforderungen wie DORA und die EU-Geldwäschevorgaben, die Einführung neuer Technologien einschließlich Künstlicher Intelligenz, steigender Kostendruck sowie die fortschreitende Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Beratungsleistungen effizient und aus einer Hand bereitgestellt werden können. Eine Bündelung der Kompetenzen könnte Doppelstrukturen reduzieren und den Instituten einen zentralen Ansprechpartner für strategische, regulatorische und technologische Fragestellungen bieten.

Weniger Überschneidungen, mehr Schlagkraft

Die verschiedenen Beratungseinheiten innerhalb des genossenschaftlichen Verbunds hatten in der Vergangenheit teilweise ähnliche Leistungen angeboten und standen damit auch in Konkurrenz zueinander. Zudem hatte der Genoverband mit der Awado Bankenberatung das Beratungsgeschäft forciert, gleichzeitig hatte der bayerische GVB im selben Umfeld eine Schippe draufgelegt. Denkbar ist, dass die Atruvia hier die Führungsrolle für sich beansprucht, beziehungsweise zugeschrieben bekommt.

Durch eine bedarfsgerechte Bündelung unserer komplementären Kräfte könnten im genossenschaftlichen Finanzverbund Synergien gehoben werden und anstehende Transformationsprozesse in den Banken aus einer Hand ganzheitlich begleitet werden.“

Michael Hoeck, Vorstandsvorsitzender des Genoverband

Eine engere Zusammenarbeit könnte daher nicht nur Effizienzgewinne ermöglichen, sondern auch die Marktposition gegenüber externen Beratungsunternehmen stärken. Sollte es tatsächlich zu einer gemeinsamen Organisation kommen, entstünde eine der größten auf den genossenschaftlichen Sektor spezialisierten Beratungseinheiten in Deutschland. Diese könnte die Institute entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleiten – von Strategie- und Organisationsfragen über regulatorische Themen bis hin zur Umsetzung technologischer Transformationsprojekte.

Beratung soll offenbar unabhängiger von Migrationswellen werden

Eine Hand hält ein Smartphone, das eine Krypto-Handelsplattform zeigt. Vor dem Gerät liegen zwei Münzen, eine mit der Aufschrift „Bitcoin“. Im Hintergrund ist das Logo einer Volksbank sichtbar, was die Verbindung zu Volksbank Bitcoin verdeutlicht.
ReveAI

Der Geschäftsbericht von Atruvia liefert einen möglichen wirtschaftlichen Hintergrund für die Gespräche. Das Migrations- und Beratungsgeschäft erreichte 2025 durch die Umstellung weiterer Sparda-Banken einen Höchstwert. Für 2026 erwartet Atruvia in diesem Bereich deshalb wieder rückläufige Erlöse. Eine breiter aufgestellte Beratung könnte deshalb dazu beitragen, das bislang stark projektgetriebene Geschäft zu verstetigen. Atruvia bringt in eine mögliche Gemeinschaftslösung vor allem Erfahrung bei der technischen Umsetzung großer Transformationsprojekte ein. Bei der Einführung der cloudbasierten Arbeits- und Kollaborationsplattform agree21M365 wurden 708 Banken migriert und rund 130.000 Beschäftigte geschult. Awado und der Genossenschaftsverband Bayern würden dieses Profil um Strategie-, Management- und Banksteuerungskompetenz ergänzen.

Die geplante Bündelung ist damit weniger als Reaktion auf eine wirtschaftliche Schwäche zu verstehen, schließlich steigerte Atruvia Umsatz und Ergebnis im vergangenen Jahr deutlich. Vielmehr könnte ein Gemeinschaftsunternehmen den Versuch darstellen, aus verschiedenen, bislang verteilten Beratungsangeboten eine durchgängige Transformationsbegleitung zu formen – von der strategischen Neuausrichtung einer Bank bis zur Einführung der dafür benötigten IT-Systeme. Offen bleibt allerdings, welche Teile des bereits weit verzweigten Beratungsangebots von Atruvia in eine neue Gesellschaft eingebracht würden. Zudem dürfte für die Banken relevant sein, wie technologieoffen eine Beratung arbeiten kann, an der zugleich ihr zentraler IT-Dienstleister beteiligt ist.

Die Gespräche sind zugleich ein weiteres Signal für die zunehmende Integration innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Bereits in den vergangenen Jahren wurden verschiedene Leistungen und Infrastrukturen stärker zentralisiert oder verbundweit abgestimmt. Ob die beteiligten Organisationen ihre Beratungsaktivitäten tatsächlich in einer gemeinsamen Struktur zusammenführen werden, bleibt allerdings offen. Klar ist bereits jetzt: Der steigende Transformationsdruck in der Bankenbranche erhöht den Bedarf an spezialisierten Beratungsleistungen – und dürfte auch die Strukturen innerhalb des genossenschaftlichen Verbunds nachhaltig verändern.tw

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert