ec-Lastschrift: Rund 150.000 Kartensperrungen pro Jahr durch Kuno

EHI
Seit dem Start von Kuno im Jahr 2004 wurden insgesamt mehr als zwei Millionen gestohlene Debitkarten erfasst, an den Handel übermittelt und dort für Zahlungen mit dem Elektronischem Lastschriftverfahren (ELV, Zahlung mit Karte und Unterschrift) gesperrt. Die Sperrdatei schließt damit die Sicherheitslücke, die entstanden ist, seit Banken und Sparkassen dem Handel Informationen zu gesperrten Karten nur noch im Rahmen des girocard-Verfahrens (Zahlung mit Karte und PIN) zugänglich machen.
Laut aktueller EHI-Studie entfielen 6,4 Prozent des deutschen Einzelhandelsumsatzes von rund 500 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf das Lastschriftverfahren – ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Das Elektronische Lastschriftverfahren behauptet sich damit nach Einschätzung des EHI als relevante und kostengünstige Zahlungsoption für Händler.“
Die Transaktionskosten seien im Vergleich zu PIN-basierten oder internationalen Kartensystemen deutlich geringer. ELV unterstreiche seine Bedeutung als wirtschaftliche Alternative zu den bankengetriebenen Debitprodukten.
Seit dem Start von Kuno ist der Betrug mit Debitkarten im ELV-Verfahren laut EHI deutlich zurückgegangen. Die Plattform wird gemeinsam von EHI Retail Institute, dem Handelsverband Deutschland (HDE) und der Polizei betrieben und steht Handelsunternehmen und Zahlungsdienstleistern bundesweit zur Verfügung.
Hintergrund
Anfang 2003 startete die Polizeidirektion Dresden das Projekt „Kriminalitätsbekämpfung im unbaren Zahlungsverkehr durch Nutzung nichtpolizeilicher Organisationsstrukturen“ (Kuno), um der starken Steigerung im Bereich der Kartenkriminalität zu begegnen. 2004 schlossen sich diverse weitere Polizeidirektionen an.
Im Frühjahr 2006 wurde in einem Pilotprojekt die bundesweite Funktionsfähigkeit von Kuno getestet. Seitdem übernimmt das EHI in Zusammenarbeit mit dem HDE die zentrale Kuno-Meldestelle zur Organisation der Sperrung gestohlener oder verlorengegangener Debitkarten. Angeschlossene Kartenakzeptanzstellen werden damit bald über die bei den Polizeidienststellen eingehenden Diebstahl- und Verlustmeldungen von Debitkarten informiert.fb
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