ANWENDUNG10. August 2026

Staatliches Altersvorsorgedepot: 75 % wünschen sich digitale Verwaltung

Ein Mann betrachtet auf seinem Smartphone eine Finanzübersicht, die einen Betrag von 42.567,89 € anzeigt. Die grafische Darstellung zeigt einen Anstieg. Diese digitale Verwaltung könnte im Kontext des staatlichen Altersvorsorgedepots von Bedeutung sein.
KI, DALL-E

Einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zufolge ist es für zukünftige Nutzer des staatliche geförderten Altersvorsorgedepots besonders wichtig, ihre Altersvorsorge digital verwalten zu können. Insgesamt wünschen sich 75 Prozent, online auf ihr Altersvorsorgedepot zugreifen und es digital verwalten zu können.

Bitkom Research befragte 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Darunter 675 Personen, die noch nicht in Rente oder Pension sind. Laut der Umfrage haben bislang insgesamt 39 Prozent der Deutschen ab 16 Jahren vom staatlich geförderten Altersvorsorgedepot gehört. Unter denjenigen, die noch nicht in Rente oder Pension sind, sind es 41 Prozent.

Hohe Bereitschaft zur Nutzung des staatlichen Altersvorsorgedepots

Wie die Umfrage zeigt, ist die Bereitschaft, ein solches Depot zu nutzen, deutlich größer: Von denjenigen, die noch keine Altersbezüge erhalten, können sich das demnach zwei Drittel (66 Prozent) grundsätzlich vorstellen. 26 Prozent würden das Altersvorsorgedepot auf jeden Fall nutzen, weitere 40 Prozent eher.

Besonders wichtig ist den Menschen, ihre Altersvorsorge einfach digital verwalten zu können. Für insgesamt 75 Prozent wäre es wichtig, online auf ihr Altersvorsorgedepot zugreifen und es digital verwalten zu können. 42 Prozent wäre dies sehr wichtig, weiteren 33 Prozent eher wichtig.

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom
Bitkom

Das Altersvorsorgedepot stößt schon vor seiner Einführung auf großes Interesse. Damit es in der Breite angenommen wird, muss es einfach, transparent und konsequent digital ausgestaltet sein. Die Menschen erwarten, dass sie ihre Altersvorsorge jederzeit im Blick behalten und unkompliziert verwalten können.“

Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer

Zugleich könne das Altersvorsorgedepot dazu beitragen, mehr privates Kapital für Innovation und Wachstum zu mobilisieren – etwa über langfristig ausgerichtete Fonds wie ELTIFs. Dies gelte insbesondere auch für Startups, ergänzt Rohleder.

Der große Wunsch nach digitaler Verwaltung des Depots zieht sich laut den Umfrageergebnissen mit nur geringen Unterschieden durch alle Altersgruppen: Unter den 16- bis 29-Jährigen ist sie insgesamt 79 Prozent wichtig, unter den 30- bis 49-Jährigen 77 Prozent und auch in der Gruppe ab 50 Jahren ohne bisherige Altersbezüge noch 72 Prozent.

Nach Plänen der Bundesregierung soll das neue Altersvorsorgedepot (Website) ab 2027 eine weitere Möglichkeit bieten, privat für das Alter vorzusorgen. Wer dabei in Aktien, ETFs oder andere Anlageprodukte investiert, erhält staatliche Förderung.dw

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