Riverty erhält EU-Banklizenz und startet im Juli 2026 als Vollbank

Riverty
Die neue Bankstruktur soll vor allem Händlern integrierte Zahlungs-, Finanzierungs- und Liquiditätslösungen bereitstellen. Riverty reagiert damit auf die zunehmende Verschmelzung von Handel, Payment und Finanzdienstleistungen innerhalb digitaler Customer Journeys. Händler erwarten laut Unternehmen zunehmend grenzüberschreitend verfügbare Finanzinfrastrukturen, die sich nahtlos in bestehende Commerce-Prozesse integrieren lassen. Bereits heute verarbeitet Riverty nach eigenen Angaben jährlich mehr als 235 Millionen Transaktionen in Europa. Das bestehende Payment- und Kreditgeschäft betreut mehr als 1.800 Händler sowie rund 25 Millionen Kundinnen und Kunden in zehn europäischen Märkten.
Mit der Banklizenz will das Unternehmen seine Embedded-Finance-Angebote deutlich ausbauen und zusätzliche Banking- und Consumer-Finance-Produkte direkt in Handelsplattformen integrieren. Im Fokus stehen Lösungen zur Steigerung von Conversion Rates, Kundenbindung und Customer Lifetime Value. Carsten Coesfeld, Mitglied des Vorstands von Bertelsmann und verantwortlich für Riverty, bezeichnete die Genehmigung als strategischen Meilenstein für den Konzern. Die regulatorische Zulassung in weniger als einem Jahr bestätige die starke Marktposition sowie die langjährige Erfahrung Rivertys als europäisches Fintech. Zugleich schaffe die Lizenz die Grundlage für die nächste Wachstumsphase des Unternehmens. Insbesondere das Consumer-Finance-Geschäft solle künftig mit neuen Produkten ausgebaut werden.
Integrierte Bank im Händler-Ökosystem
Nach Angaben von Andreas Barth verfolgt Riverty das Ziel, sich als tief integrierte Finanzplattform für Händler in Europa zu positionieren. Finanzierungs-, Zahlungs- und Bankdienstleistungen würden künftig stärker direkt in Transaktionsprozesse eingebettet. Das Unternehmen wolle gemeinsam mit Händlern neue Finanzprodukte entwickeln, die Kundenbindung und Umsatzpotenziale erhöhen.
Mit der Banklizenz baut Riverty ein europäisches Gateway für Händler auf und entwickelt gemeinsam mit ihnen Finanzprodukte, die Kundenbindung und Customer Lifetime Value steigern, mit dem Anspruch, die am besten integrierte Bank im Händler-Ökosystem zu werden.“
Andreas Barth, CEO von Riverty
Auch regulatorisch bedeutet die neue Banklizenz einen deutlichen Ausbau der Verantwortung. Oliver Kuhaupt, der als designierter CEO der neuen Bank vorgesehen ist, erklärte, Riverty übernehme künftig die direkte Verantwortung für Risiko, Compliance und operative Skalierung im europäischen Markt. Gleichzeitig bleibe der Fokus unverändert auf der Unterstützung von Händlern. Ziel sei es weiterhin, Conversion-Raten und Cashflow zu verbessern, während Händler die Kontrolle über die Kundenbeziehung behalten.
Wir agieren im Kern der Transaktion und ermöglichen es Händlern, Conversion und Cashflow zu verbessern, während sie die Kontrolle über die Kundenbeziehung behalten. Die Lizenz ist eine klare Bestätigung unseres Merchant-First-Ansatzes.“
Oliver Kuhaupt, Chief Risk Officer bei Riverty
In den kommenden Jahren plant Riverty, seine Embedded-Finance-Kompetenzen europaweit weiter auszubauen. Die neue Bankstruktur soll dabei als regulatorische und technologische Basis für zusätzliche Finanzprodukte dienen. Riverty ist derzeit in zehn europäischen Ländern aktiv und beschäftigt nach Unternehmensangaben mehr als 4.000 Mitarbeitende. Das Unternehmen bietet Payment-, Inkasso- und Factoring-Lösungen für Unternehmen und Privatkunden an und verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung im Finance-Sektor, deren Ursprung bis ins Jahr 1960 zurückreicht.tw
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