FINTECH5. November 2026

Safirum bringt Stablecoin CHF-S in Schweizer Franken

Das schweizerische Fintech Safirum (Website) hat seinen angekündigten Franken-Stablecoin CHF-S lanciert. Der digitale Token ist vollständig durch Schweizer Franken gedeckt, die bei zwei Partnerbanken verwahrt werden. Eine integrierte Whitelisting-Funktion stelle sicher, dass Transaktionen – wie regulatorisch vorgeschrieben – ausschließlich zwischen identifizierten Nutzern erfolgen können.

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Safirum

 

Die im Kanton Zug basierte Safirum hat ihren Franken-Stablecoin CHF-S auf der Solana-Blockchain in Betrieb genommen. Damit steht eine neue digitale Form des Schweizer Frankens zur Verfügung, die schnelle und kostengünstige Transaktionen rund um die Uhr verspricht. CHF-S wurde unter Berücksichtigung der strengen regulatorischen Anforderungen in der Schweiz entwickelt. Dieser neue Stablecoin richtet sich sowohl an Private als auch an Banken, Kryptobörsen und andere institutionelle Nutzer.

Jeder im Umlauf befindliche CHF-S-Token ist im Verhältnis 1:1 durch gleichwertige Fiat-Bestände gedeckt. Die entsprechenden Mittel werden auf gesonderten Konten bei zwei Partnerbanken gehalten: der Berner Kantonalbank und der Banque Richelieu. Weitere Banken kommen demnächst als zusätzliche Depotbanken hinzu. Die Ausgabe neuer Token erfolgt über institutionelle Investoren nach Durchführung der relevanten Identifikations- und Compliance-Prozesse sowie nach Eingang entsprechender Mittel. Private Nutzer erhalten dabei direkt über die eingebundenen Partner oder über dezentralisierte Handelsplattformen Zugang, nachdem sie ihr Wallet verifiziert haben. Die Abwicklung erfolgt dabei immer direkt auf der Blockchain.

Freischaltung direkt auf der Blockchain

Ein zentrales Merkmal von CHF-S ist die Integration regulatorischer Anforderungen in die technische Infrastruktur. Dafür hat Safirum den Stablecoin unter Berücksichtigung der geltenden Schweizer Vorgaben, insbesondere der FINMA-Aufsichtsmitteilung 06/2024, ausgestaltet. Entsprechend müssen sich sämtliche Nutzer vorab identifizieren. Privatpersonen durchlaufen eine KYC-Prüfung („Know Your Customer“), Unternehmen eine entsprechende KYB-Prüfung („Know Your Business“). Diese Identitätsprüfung kann digital erfolgen und dauert nur wenige Minuten.

Nach erfolgreicher Verifizierung wird das digitale Wallet für die Nutzung von CHF-S freigeschaltet („Whitelisting“). Diese Funktion ist direkt in den entsprechenden Smart Contract auf der Solana-Blockchain integriert. CHF-S kann dadurch ausschließlich zwischen freigegebenen Wallets übertragen werden. Transaktionen an nicht verifizierte Wallets sind automatisch blockiert.

Bastien Thiébaud, Mitgründer und CEO von Safirum
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Wir sehen die Identitätsprüfung und das Whitelisting nicht als Hindernis, sondern als wichtige Voraussetzung für den breiten Einsatz von Stablecoins. Sie schaffen Vertrauen und Transparenz und ermöglichen es, die Vorteile der Blockchain mit den Anforderungen des traditionellen Finanzsystems zu verbinden. Das ist entscheidend, wenn künftig auch Banken, Versicherungen und andere institutionelle Akteure Stablecoins im großen Maßstab einsetzen sollen.“

Bastien Thiébaud, Mitgründer und CEO von Safirum

Schnelle Transaktionen und geringe Gebühren

Für den Schweizer Franken gibt es bislang keine digitale Lösung mit vergleichbarer regulatorischer Einbettung und institutioneller Ausrichtung. CHF-S basiert auf der Solana-Blockchain und deren Token-2022-Standard. Safirum hat sich für diese Infrastruktur entschieden, weil sie eine hohe Verarbeitungs­geschwindig­keit, Skalierbarkeit und niedrige Transaktionskosten ermöglicht.

Zu den möglichen Anwendungsbereichen des CHF-S gehören grenzüberschreitende Zahlungen zwischen Unternehmen, Treasury-Management, die Abwicklung von Transaktionen an Kryptobörsen sowie Zahlungen im Zusammenhang mit tokenisierten Vermögenswerten. CHF-S ermögliche es damit, die Stabilität des Schweizer Frankens auch in digitalen Finanz- und Zahlungssystemen zu nutzen.

Safirum setzt auf Transaktionsgebühren. Für Übertragungen von CHF-S wird eine Gebühr von 0,05 Prozent des Transaktionsbetrags erhoben, maximal jedoch 0,50 CHF-S, zuzüglich der Netzwerkgebühren.

„Der Schweizer Franken gehört zu den stabilsten Währungen der Welt. Mit CHF-S machen wir ihn auch für Blockchain-basierte Anwendungen verfügbar. Wir sehen erhebliches Potenzial für einen digitalen Franken, der aus der Schweiz heraus emittiert wird, den hiesigen regulatorischen Anforderungen entspricht und sich in die internationale digitale Finanzinfrastruktur einbinden lässt“, erklärt Thiébaud.pp

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