BANK ALS FINTECH-PARTNER17. März 2016

Core-Banking-API: Sutor Bank öffnet FinTechs die unein­geschränkte API als White‑Label‑Lösung

Die Übersicht der verfügbaren API-Prozesse.Sutor Bank
Eine Übersicht der verfügbaren API-Prozesse. Sutor Bank

Zeiten ändern sich: Mussten sich bisher FinTechs um eine Bank als Partner bemühen, drehen sich die Vorzeichen derzeit um. Banken werden zu API-Anbietern und suchen nach spannenden FinTechs für gemeinsame Geschäfte. So auch die Sutor Bank. Die Hamburger bauen ihr Angebot für FinTechs jetzt drastisch aus: Ab sofort können Fintechs sowohl auf das Anlage-Management- als auch das Core-Banking-System der Sutor Bank zugreifen (Banking-API und Plattform Banking-as-a-Service). Und das als White-Label-Lösung.

Sutor nutzt bereits seit Jahren das Core-Banking-System von PASS. Mit der jetzt vorgestellten Banking-API für die Software erweitert die Sutor Bank ihre Startup-Plattform und bietet basierend auf der API die System-Funktion als Banking-as-a-Service (BaaS) an. FinTechs sollen so die Möglichkeit erhalten, mobile oder webbasierende Applikationen zu entwickeln, die direkt auf das Core-Banking-System zugreifen und die unterstützten Bankprozesse nutzen.

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Sutor Bank

Darüber hinaus ermögliche das neue Angebot den FinTechs, sämtliche Banking-Prozesse wie Geldanlage, Zahlungsverkehr oder Kreditvergabe den eigenen Kunden anzubieten. Auch E-Business-Unternehmen wie etwa Marktplätze oder Plattform-Firmen würden damit die Möglichkeit erhalten, ihre Zahlungsprozesse regulierungskonform automatisiert über die Schnittstellen abzuwickeln.

Das Ziel: maximale Offenheit und Vertrauen gegenüber FinTechs

Die Parallelität zum Launch der SolarisBank ist offensichtlich Zufall, zeigt aber, wie aktuell die Thematik derzeit ist. So ist die Sutor Bank mit ihren Leistungen zwar nicht alleine im Markt, aber mit dem uneingeschränkten Durchgriff per API – sowohl für das Anlage-Management – als auch für das Kernbanksystem – und das als White-Label-Lösung, gehen die Privatbankiers den maximal möglichen Schritt. Die Bank beweist damit auch viel Vertrauen in FinTechs.

Sutor Bank
Sutor Bank

Mit der Su­tor Start­up-Platt­form bietet die Su­tor Bank be­reits seit länge­rem tech­ni­sches, admi­nis­tratives und kun­den­spezifi­sches Know-how sowie die notwendige Infra­struktur […] Mit den neuen Schnitt­stel­len ent­wickelt sich die Su­tor Bank zum ‚One-Stop-Shop‘ für Fintechs.“

Robert Freitag, Geschäftsführer der Sutor Bank

Die Sutor Bank arbeitet dazu mit dem Software-Anbieter PASS zusammen. Die technische Lösung basiert auf einer neuen Banking-API, die um eine Banking-as-a-Service-Funktion erweitert ist. Damit gäbe es die nötigen Schnittstellen, um auf das Anlage-Management- sowie das Core-Banking-System zuzugreifen. Fintech-Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, mobile und webbasierte Applikationen zu entwickeln und alle Bankprozesse zu nutzen. Aktuell arbeiten bereits einige Partner aus unterschiedlichen Bereichen wie Zahlungsverkehr, Marktplatz sowie Versicherung mit den neuen API-Anbindungen.

Bank strebt Partnerschaft bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle an

Der Anlageausschuss der Sutor BankSutor Bank
Der Anlageausschuss der Sutor Bank. Sutor Bank

Die Sutor Bank agiert jedoch nicht als reine White-Label-Bank, sondern entwickelt mit den FinTechs auch gemeinsam Geschäftsmodelle, denn es sei nicht mit der offenen Nutzung von Schnittstellen getan, so die Bank. Die Schnittstellen seien nur die technische Voraussetzung. “In der Regel muss ein individueller Prozess gestaltet werden, selbst wenn es beispielsweise nur um Zahlungsabwicklung geht“, sagt Robert Freitag. „Nachhaltige Geschäftsmodelle müssen den Anforderungen der Regulierung heute und in Zukunft genügen.”

Die Erfahrung zeigt, dass viele Geschäftsmodelle nicht an der Technik scheitern, sondern an Regulierungsfragen.“

fairr.de und Deposit Solutions sind bereits Kunden

Die Sutor Startup-Plattform habe in der Vergangenheit bereits mehreren Fintech-Unternehmen mit ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen einen erfolgreichen Markteintritt ermöglicht. Dazu zählen fairr.de und Deposit Solutions. „Die Startups können sich ganz auf die Entwicklung ihrer Geschäftsidee konzentrieren, während alle abwicklungs- und bankspezifischen Prozesse über die Startup-Plattform abgesichert sind“, erklärt Robert Freitag. Darüber hinaus schaffe die Zusammenarbeit mit einer renommierten Privatbank, die strenge Aufsichtsregelungen erfüllt und Mitglied im Einlagensicherungsfonds ist, Vertrauen bei Kunden und Investoren.aj

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