STUDIEN & UMFRAGEN13. März 2018

BearingPoint-Studie: Digitale Transformation von Kernsystemen bei Versicherern

BearingPoint

Bei dem Stichwort „digitales Un­ter­neh­men“ wird in den meisten Fällen eher an einen innovativen In­ter­net­kon­zern oder ein dy­na­mi­sches Start-up ge­dacht als an ei­ne Ver­si­che­rung. Aber ha­ben Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men wirk­lich noch so gro­ßen Nach­hol­be­darf, wenn es um die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on geht? Die­ser Fra­ge ist die ak­tu­el­le Stu­die von BearingPoint nach­ge­gan­gen. Die Er­he­bung be­leuch­tet die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on von Kern­ver­si­che­rungs­sys­te­men und knüpft an die Vor­gän­ger­stu­die aus dem Jahr 2015 zur Nut­zung von Gro­ß­rech­ner­sys­te­men in der Ver­si­che­rungs­bran­che an.

Traditionell ba­siert die IT von Ver­si­che­run­gen auf Gro­ß­rech­ner­sys­te­men (so­ge­nann­ten Main­frames), für die vor Jahr­zen­ten ei­ne in­di­vi­du­el­le Soft­ware ent­wi­ckelt wur­de. Nicht zu­letzt durch ver­än­der­te Al­ters­struk­tu­ren fehlt hier zu­neh­mend das ent­spre­chen­de Know-how. Da­her wur­de be­reits in der Be­a­ring­Point Gro­ß­rech­ner­stu­die 2015 pro­gnos­ti­ziert, dass es in Zu­kunft im­mer we­ni­ger Main­frame-Ex­per­ten ge­ben wird. Die ak­tu­el­le Stu­die konn­te die­sen Trend be­stä­ti­gen.

Achim Nogli, Bearingpoint
Xing

Die Möglichkeit, Großrechner nur intern zu administrieren, wird zunehmend durch gezieltes Outsourcing ersetzt. Bereits 52 Prozent der aktuellen Studienteilnehmer optimieren ihre Systeme auf diese Weise. Versicherungen werden hier mittelfristig auf externe Experten angewiesen sein und sollten sich deshalb schon jetzt darauf vorbereiten.“

Achim Nogli, Partner bei BearingPoint

Zu den weiteren bestätigten Kernaussagen zählt die These, dass wichtige Anwendungen auf den Großrechnersystemen in vielen Fällen das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Eine Modernisierung wäre in den meisten Fällen nur unter großem Aufwand umsetzbar. Auch die bereits 2015 erkannte Tendenz, dass Standardsoftwaresysteme sich weiter im Markt etablieren werden, konnte bestätigt werden.

BearingPoint Infografik
BearingPoint

BearingPoint sieht Nachholbedarf bei der Reaktion auf identifizierte Trends

BearingPoint

Neben dem Bezug zur Großrechnerstudie geht die aktuelle Studie zudem auf Kundenwünsche, Markt­an­for­de­run­gen und Trends in der Ver­si­che­rungs­bran­che ein. Fast al­le Be­frag­ten (96 Pro­zent) be­wer­ten ei­nen fle­xi­blen Kun­den­zu­gang durch Om­nichan­nel-Sys­te­me als wich­tig oder sehr wich­tig für den Kun­den. In der Pra­xis nut­zen al­ler­dings erst 43 Pro­zent neue Me­di­en und mo­bi­le End­ge­rä­te, um Kun­den zu be­die­nen. Dass Trends zwar er­kannt wer­den, aber nur zö­ger­lich auf sie re­agiert wird, zeigt sich auch bei der Ana­ly­se der kon­kre­ten Maß­nah­men. So fin­den bei­spiels­wei­se 86 Pro­zent der Be­frag­ten Big Da­ta und Smart Ana­ly­tics für ihr Un­ter­neh­men in­ter­es­sant, je­doch nut­zen nur 9 Pro­zent tat­säch­lich be­reits Tech­no­lo­gi­en zur Aus­wer­tung von gro­ßen Da­ten­men­gen.

Die Versicherungen haben viele aktuelle Trends und Technologien, wie zum Beispiel einen steigenden Integrationsbedarf, Outsourcing oder Analytics bereits erkannt, es mangelt aber vielfach noch an der Umsetzung“

Achim Nogli, Partner bei BearingPoint

Die vollständige Studie „Transformation von Kernversicherungssystemen“ kann hier (nach Adressangabe) angefordert werden. Ein Downloadlink für das PDF wird dann per E-Mail zugeschickt.

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/67364
 
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