STUDIEN & UMFRAGEN6. November 2017

comdirect FinTech-Studie: Berlin, München, Frankfurt, Hamburg, Köln, Düsseldorf, …

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Als FinTech-Standort spielt Berlin weiterhin in einer eigenen Liga: Jedes dritte FinTech in Deutschland ist in der Hauptstadt beheimatet. Fast jeder zweite Euro, den Investoren 2016 und 2017 in deutsche FinTechs gesteckt haben, floss an die Spree. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle comdirect FinTech-Studie.

Frankfurt: viele FinTechs, aber wenig Kapital

Berlin bleibt die unangefochtene Nummer 1 der deutschen FinTech-Standorte. Dahinter herrscht jedoch viel Bewegung. Vor allem Frankfurt kann Boden gut machen. Mit 84 FinTechs liegt die Stadt am Main bei der Anzahl der Finanz-Startups mittlerweile gleichauf mit München (Platz 2).

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Bei der Vergabe von Wagniskapital hingegen fällt Frankfurt deutlich zurück: In zwölf Finanzierungsrunden konnten die dortigen FinTechs gerade einmal 25 Millionen Euro einsammeln. Damit liegt die Finanzmetropole beim Investitionsvolumen hinter Düsseldorf auf Platz 5.

Hamburg liegt bei der Anzahl der FinTechs zwar nur auf Platz 4. Dafür erhalten die 67 FinTechs in der Hansestadt mit 213 Millionen Euro mehr Wagniskapital als die FinTechs in München, Düsseldorf und Frankfurt zusammen.

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Dass die Hamburger FinTechs so viel Geld für ihre Ideen erhalten, verwundert nicht. Schließlich sitzen einige der größten FinTechs in der Hansestadt.“

Arno Walter, Vorstandsvorsitzender comdirect

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Köln vor rheinischem Nachbarn Düsseldorf

Die übrigen Städte spielen als FinTech-Standort eine eher untergeordnete Rolle. Köln beheimatet immerhin 26 Finanz-Startups, beim rheinischen Nachbarn Düsseldorf sind es mit 17 etwas weniger. Dafür konnten die FinTechs in der Landeshauptstadt mit 27 Millionen Euro mehr Wagniskapital einsammeln als in der Domstadt (17 Mio.). Beim Vergleich der ostdeutschen Standorte liegt Leipzig knapp vor Dresden, sowohl was die Anzahl der FinTechs als auch das Investitionsvolumen angeht.

FinTech-Studie auf Basis der Barkow Consultings ‚FinTech Money Map‘

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Basis der comdirect FinTech-Studie ist Barkow Consultings FinTech Money Map, Deutschlands führende und meistgenutzte Datenquelle für FinTech-Startups und FinTech-Venture Capital. Redaktionsschluss für die Analyse war Ende September 2017. FinTech-Venture Capital-Investitionen werden seit Anfang 2012 erfasst. FinTech-Startups und Gründungen wurden seit 2007 rückwirkend integriert. Die Daten der FinTech Money Map werden durch kontinuierliche Analyse und Auswertung aller relevanten Nachrichtenquellen und Datenbanken gewonnen. Barkow Consulting setzt dabei auf eine Kombination von Mensch (ca. 3/4 der relevanten Datenpunkte) und Maschine (ca. 1/4 der Datenpunkte). Die FinTech Money Map umfasst derzeit über 700 Startups. Aktuell sind mehr als 800 Risikokapital-Investoren und über 2 Milliarden Euro Venture Capital-Investitionen in der Datenbank erfasst.

 
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