PRODUKTE12. April 2018

IBM kündigt Großrechner für sicherere Cloud- und Blockchain-Lösungen an

IBM

IBM kündigt neue kompakte Großrechner und Speichersysteme an, die als Rechenzentrum-in-a-box den Cloud-Anbietern und Mittelständlern helfen sollen, ihre Daten komplett und mit hoher Geschwindigkeit verschlüsseln zu können. Damit kann auch das Vertrauen der Nutzer in den sicheren Umgang mit ihren Daten erhöht werden, weil Hackerangriffe durch entsprechende Verschlüsselung wenig wirkungslos werden.

Die Weltwirtschaft läuft IT-seitig zu einem beachtlichen Teil weiterhin auf Großrechnern – Mainframes. Zum Beispiel werden 87 Prozent aller Kreditkartentransaktionen und fast 8 Billionen Zahlungen pro Jahr auf Mainframes abgewickelt. Darüber hinaus verwaltet die Plattform jährlich 29 Milliarden Bankautomaten-Transaktionen, was fast 5 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Auch wer mit dem Flugzeug reist, verdankt dies einem Großrechner, da diese Systeme auch für die Abwicklung von vier Milliarden Passagierflügen pro Jahr zuständig sind.

Im Zeitalter der digitalen Wirtschaft ist der Mainframe für viele Unternehmen die stabilste, sicherste und ausgereifteste Umgebung, um vorhandene und auch neue IT-Technologien wie etwa die Nutzung von Blockchains zu unterstützen. Die neu angekündigten Modelle sollen die Leistungsfähigkeit von IBM Z einer breiteren Kundengruppe zugänglich machen. Es geht dabei um hohe Sicherheit mit umfassender Verschlüsselung, maschinellem Lernen, Cloud-Funktionen und leistungsstarken Analytics-Fähigkeiten.

Da der Mainframe relevanter denn je ist, arbeitete IBM eng mit mehr als 80 Kunden wie Managed Service Providern, Online-Banken und Versicherungsunternehmen zusammen, um den Mainframe neu zu erfinden.

IBM erweitert die Mainframe-Familie z14 um Zysteme, die cloud-fähig sind und eine einfache Integration in Cloud-Rechenzentren und Private-Cloud-Umgebungen ermöglichen, da sie auf Standard-Industrie-Rack-Maßen beruhen („19 Zoll“). Das sind die Systeme mit der Bezeichnung IBM z14 Model ZR1 und IBM LinuxONE Rockhopper II. Viele Komponenten beider Modelle wurden im deutschen IBM-Labor in der Nähe von Stuttgart entworfen und entwickelt, wie zum Beispiel das neue Prozessorboard und das Karten-Design, die entscheidende Teile zur Anpassung der Z-Technologie an das Single-Frame-Design sind. 

IBM

Die digitale Transformation und die Cloud-Nutzung beschleunigen sich. Sie tragen dazu bei, die Rentabilität von Unternehmen in allen Branchen zu steigern. Wir haben diese neuen cloud-ready Systeme gemeinsam mit unseren Kunden für ihre Anforderungen entwickelt und bieten ihnen damit Möglichkeiten, mehr Fokus auf die digitale Transformation on-premise und in hybriden Cloud-Umgebungen zu legen.“

Ross Mauri, General Manager von IBM Z

Hohe Sicherheit bei riesigen Datenmengen

Laut dem „Breach Level Index“ von Gemalto wurden von den fast 10 Milliarden Datensätzen, die seit 2013 gestohlen wurden, nur 4 Prozent verschlüsselt und daher für Hacker nutzlos. Mit der Fähigkeit, über 850 Millionen vollständig verschlüsselte Transaktionen pro Tag auf einem einzigen System zu verarbeiten, benötigen die neuen „schlanken“ Mainframes weder speziellen Raum, Kühlung oder Energie, sondern bieten eine durchgängige Verschlüsselung und Secure Service Container-Technologie für eine möglichst sichere Bereitstellung von Daten in großem Umfang. Das sind bis zu 10.000 verschlüsselte Transaktionen pro Sekunde.

Die neuen IBM-Systeme wurden für extrem hohe Sicherheit in Linux-Umgebungen mit der Verwendung der IBM Secure Service Container-Technologie entwickelt. Dieser Schutz hilft in hohem Maß auch vor externen Bedrohungen, ohne wesentliche Änderungen an den Anwendungen vornehmen zu müssen. Softwareentwickler müssen keine proprietären Abhängigkeiten in ihrem Code erstellen, um die erweiterten Sicherheitsfunktionen zu nutzen. Eine Anwendung muss nur in einen Docker-Container eingefügt werden, um für die Bereitstellung des Secure Service Containers bereit zu sein. Die Anwendung kann mithilfe der Docker- und Kubernetes-Tools verwaltet werden, um Secure Secure Container-Umgebungen einfach zu nutzen.

Die Technologie IBM Secure Service Container wurde im deutschen Labor erfunden und entwickelt und bedeutet einen Fortschritt in Sachen Datenschutz und Sicherheitsfunktionen. Diese Funktion bietet eine hochsichere logische Partition und Verschlüsselung aller Daten innerhalb dieser Partition. CIOs und Service Provider können diese Umgebungen ihren Endbenutzern zur Verfügung stellen und gleichzeitig die erhöhten regulatorischen Vorschriften erfüllen.

Cloud-Datacenter in einer Box

Die neuen z14- und LinuxONE-Angebote erweitern Kapazität, Leistung, Speicher und Cache erheblich. Ein komplettes System-Redesign soll die Leistung bei 40 Prozent weniger Raumbedarf erhöhen und ist für den Einsatz in fast jedem Rechenzentrum standardisiert. Das neue System z14 ZR1 kann die Grundlage für eine IBM Cloud Private-Lösung bilden, indem es Speicher, Netzwerke und andere Elemente im gleichen physischen Raum wie der Mainframe-Server zusammenführt und so ein „Data Center in einer Box“ schafft.

Die neuen Systeme versprechen:

1. 10 Prozent mehr Kapazität als der Vorgänger z13s und 2x (8 TB) mehr Speicher (z14 ZR1).
2. Mehr als 850 Millionen vollständig verschlüsselte Transaktionen pro Tag auf einem einzigen System (z14 ZR1) – fast 10.000 pro Sekunde
3. 19-Zoll-Standard-Formfaktor, 50 Prozent mehr Kapazität und 2x (8 TB) mehr Speicher als die vorherige Version (Rockhopper II)
4. Eine Docker-zertifizierte Infrastruktur für Docker EE mit integriertem Management und getesteter Skalierung auf bis zu 330.000 Docker-Container – ermöglicht Entwicklern das Erstellen von Hochleistungsanwendungen und integriert eine Micro-Services-Architektur ohne Latenz- oder Skalierungsbeschränkungen (Rockhopper II)
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Neue Speicherlösung ergänzt IBM Z für mehr Datendurchsatz

Das ebenfalls neue High-End-Speichersystem DS8880 Rel 8.3.3  ist eine optimal darauf abgestimmte Speicherlösung mit neuen Funktionen speziell für die Nutzung der besonderen Merkmale der IBM Z Großrechner-Plattform.

Dazu gehört für die DS8880F-Familie die zHyperLink-Konnektivität mit extrem kurzer Latenzzeit über alle Modelle hinweg: Die Technologie ermöglicht Anwendungen eine Reaktionszeit von weniger als 20 Mikrosekunden. Dies entspricht einer 10-fachen Latenzverringerung gegenüber High-Performance FICON und ist die kürzeste derzeit mögliche Reaktionszeit für Anwendungen auf der Plattform IBM Z.

Neben einer verbesserten zHyperLink-Abdeckung ermöglichen die DS8880-Datensysteme jetzt auch den Einsatz von 10-Gigabit-Ethernet-Adaptern. Transparent Cloud Tiering (TCT) senkt den Verwaltungsaufwand für das Bewegen von Daten in und aus der Cloud in die DS8880-Einheit selbst. Dadurch wird die Mainframe-CPU-Auslastung für derartige Aufgaben um bis zu 50% reduziert.pp

 
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