ING automatisiert Dokumenteneingang zu rund 80 Prozent mit Lösung von Insiders Technologies

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Im Input Management der ING Deutschland übernimmt KI inzwischen einen großen Teil der Dokumentenverarbeitung. Nach Angaben des Softwareanbieters Insiders Technologies erreicht dessen Plattform OmnIA sowohl bei der automatischen Dokumentenbildung als auch bei der Klassifikation einen Automatisierungsgrad von jeweils rund 80 Prozent. Über die Plattform laufen jährlich sechs bis sieben Millionen Dokumente. Die ING unterscheidet dabei rund 400 Dokumentenklassen. Die Unterlagen erreichen die Bank über unterschiedliche Kanäle: Neben klassischer Briefpost gehören dazu E-Mail-Anhänge, Uploads aus dem Onlinebanking sowie Dokumente, die beispielsweise im Rahmen von Baufinanzierungen über Vermittler eingereicht werden. Trotz der digitalen Ausrichtung der Bank geht nach Angaben von Insiders weiterhin ein hoher Anteil der Unterlagen auf Papier ein.
Zentrale Plattform statt gewachsener Einzellösungen
Vor der Umstellung arbeitete die ING mit einer über Jahre gewachsenen Systemlandschaft mit zahlreichen individuellen Anpassungen. Auch digital eingehende Dokumente mussten teilweise zunächst manuell gesichtet, getrennt und für die weitere Verarbeitung vorbereitet werden. Die OmnIA-Plattform soll diese Schritte nun zentral übernehmen. Dazu erkennt die Software zunächst Dokumentgrenzen und trennt beziehungsweise bündelt zusammengehörige Inhalte. Anschließend werden die Dokumente einer Klasse und damit dem jeweiligen Fachprozess zugeordnet. Diese Schritte bilden wiederum die Voraussetzung dafür, Informationen automatisiert aus den Dokumenten auszulesen und Folgeprozesse anzustoßen.
Nach Angaben von Insiders ist seit Einführung der Plattform auch die Dunkelverarbeitungsquote gestiegen. Einen konkreten Wert dafür nennt das Unternehmen allerdings nicht. Rund 80 Prozent erreicht die Bank nach dessen Angaben bei der automatischen Dokumentenbildung sowie bei der Klassifikation.
Die Geschwindigkeit, mit der sich die Qualitätskennzahlen entwickelten, hat uns positiv überrascht. Das Potenzial in Bezug auf Effizienz und Arbeitsentlastung war uns zu Beginn in diesem Umfang nicht bewusst, umso deutlicher sehen wir heute die Verbesserungen im täglichen Arbeiten.“
Eyal Azani, Product Owner digitale Dokumentenverarbeitung und E-Mail Handling bei der ING
Fachbereiche trainieren Dokumentenklassen selbst
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Verlagerung von Aufgaben aus der IT in die Fachbereiche. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen neue Klassifikationsmodelle selbst anlegen, trainieren und weiterentwickeln können, ohne dafür jeweils Entwickler hinzuziehen zu müssen. Das kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn neue Produkte zusätzliche Dokumenttypen mit sich bringen. Für Kinder- und Jugendkonten wurden auf diesem Weg unter anderem weitere Dokumentenklassen für Geburtsurkunden eingerichtet.
Die Plattform soll nun als Basis für weitere Automatisierungsschritte dienen. Als nächsten Schritt plant die ING, auch die Datenextraktion aus den bereits klassifizierten Dokumenten stärker zu automatisieren. Damit könnten weitere nachgelagerte Bankprozesse ohne manuelle Zwischenschritte verarbeitet werden. Insiders Technologies mit Sitz in Kaiserslautern gehört zur Proalpha Group und entwickelt Software zur Automatisierung dokumentenbasierter Geschäftsprozesse.tw
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