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ANWENDUNG28. März 2017

Komplexe Inhalte gestalten: comdirect setzt neue Depotansicht für besseren Durchblick um

Wer online sein Depot aufruft, erhält bislang in den meisten Fällen nüchterne, statische Zahlenreihen. Vor allem Aktienneulingen fällt es oft schwer, da den Durchblick zu behalten und die wichtigen Infos herauszufiltern. Comdirect geht nach eigenen Angaben jetzt andere Wege und hat ihre Depotansicht von Grund auf überarbeitet. Ziel sei es, mit der Reduzierung auf das Wesentliche die komplexen Inhalte möglichst leicht und verständlich aufzubereiten.

comdirect
Die neue Depotansicht besteht aus zwei Teilen: Der obere Teil setzt sich aus dem Kauf- und Depotwert sowie der Depot-Übersichtsleiste zusammen und gibt dem Kunden einen schnellen Überblick über den Stand des Depots. Die Depot-Übersichtsleiste umfasst alle Wertpapiere des Kundendepots. Die einzelnen Elemente repräsentieren die Wertpapiere im Depot. Sie unterscheiden sich nach Größe und Farbe. Die Größe des Elements gibt Auskunft über den Anteil des jeweiligen Wertpapiers am Depot. Das heißt, je größer das Element, desto größer das investierte Wertpapiervolumen. Ist der Kurs seit Kauf gestiegen, wird das jeweilige Element in „grün“, ansonsten in „rot“ dargestellt.

Im unteren Teil der Depotübersicht hat der Anleger die Wahl zwischen der neuen Kartenansicht und der bisherigen tabellarischen Ansicht – so könne jeder die für sich passende Ansicht auswählen, heißt es von comdirect.

comdirect

Natürlich können Kunden auch in Zukunft die Tabellenansicht nutzen. Die neuen Wertpapierkarten bieten aber gerade den Kunden, die sich mit einem Blick einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen verschaffen wollen, einen echten Mehrwert. Somit können Chancen und Risiken der Depotwerte leichter miteinander verglichen und somit noch bessere Anlageentscheidungen getroffen werden“

Martina Palte, comdirect-Vorstandsmitglied

comdirect

Design-Thinking als Vorgehensmodell

Ein Kriterium für die erfolgreiche und schnelle Produktentwicklung war die Einbindung von Kunden in den Designprozess. Schon wenige Wochen nach Projektstart wurde ein erster Prototyp in der sogenannten „Usability-Klinik“ ausgewählten Kunden und Nichtkunden vorgestellt. Das Feedback wurde genutzt, um weitere Versionen des Prototypen zu entwickeln und diese erneut an Kunden zu verproben. Später folgte in der „family & friends“-Phase ein weiterer Test durch Mitarbeiter sowie ausgewählten Zielkunden. „Wenn wir heute die fertige Umsetzung mit den ersten Entwürfen aus der Usability-Klinik vergleichen, dann wurden Design und Inhalte durch das Feedback der Kunden nochmal deutlich verfeinert“, sagt Martina Palte.

Projektentwicklung nach Scrum

Entwickelt wurde die neue Depotansicht nach der agilen Arbeitsmethode „Scrum“.

kalakruthi/bigstock.com

Dabei werden ausstehende Aufgaben nach Komplexität eingestuft und nach einer Priorisierung in zweiwöchigen „Sprints“ bearbeitet. „Wir haben für die Entwicklung eigens ein Team gebildet, das sich aus Kollegen unterschiedlicher Bereiche der comdirect zusammensetzt. Diese Vielfalt an Know-how und Sichtweisen kam dem Projekt zugute“, sagt Palte. Bei Bedarf wurden darüber hinaus weitere Experten aus dem Haus hinzugezogen, etwa für das User Interface oder bei regulatorischen Fragestellungen.

Alle zwei Wochen wurde der Projektfortschritt den Vorstandsmitgliedern präsentiert. „Meine Vorstandskollegen und ich waren so ständig über den aktuellen Projektfortschritt informiert und in der Lage, binnen kürzester Zeit grundsätzliche Entscheidungen zu treffen, die für die weitere Projektentwicklung notwendig sind“, so Vorstandsmitglied Palte.

Die neue Depotübersicht ist derweil nur der erste Schritt einer Reihe von Neuerungen, die comdirect-Depotkunden in den kommenden Monaten erwarten. „Bei der neuen Depotübersicht handelt es sich gewissermaßen um einen MVP, also ein erstes marktfähiges Produkt“, so Palte. Dieses werde nun weiter ausgearbeitet – wobei natürlich das Feedback der Kunden abermals berücksichtigt wird.

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