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ANWENDUNG18. Januar 2023

In eigener Sache – “bösartig”: Microsoft-Outlook und AOL/Yahoo scheitern beim SPAM-Filtern kläglich

"Microsoft-Outlook und AOL/Yahoo scheitern beim SPAM-Filtern kläglich" sagt Joachim Jürschick, ChR IT Finanzmagazin
Joachim Jürschick, ChR IT FinanzmagazinITFM

Es ist sicher schwierig, Newsletter mit Neuigkeiten zur Bank- und Versicherungs-IT von Kryptowährungs-SPAM zu unterscheiden. Selbst mit modernster Software, KI und Menschen­ver­stand. Auf jeden Fall scheitern Microsoft, AOL/Yahoo an dieser Aufgabe kläglich. Schuld seien die Nutzer … in gewisser Weise ist die Aussage sogar richtig. Der Kommentar

von Joachim Jürschick,
Chefredakteur IT Finanzmagazin

Stellen Sie sich vor, Sie würden in der Finanzwirtschaft arbeiten und haben etwas mitzuteilen. Sie hätten Kunden, die sich bei Ihrem Newsletter per Double-Opt-In eingetragen haben und Sie würden höchsten Wert darauf legen, Ihre Datenbank aufzuräumen, alte Adressen zu löschen … einfach einen sauberen Job zu machen.

Und dann verschicken Sie Ihren Newsletter … und alle E-Mails mit MS365- und AOL/Yahoo-Empfängern kommen nicht an. Zu manchen Ablehnungen erhalten Sie eine Benachrichtigung – in der Regel erfahren Sie aber nicht mal, dass Ihre Mail gar nicht angekommen ist (Drop). Der Grund: Sie verschicken angeblich SPAM-E-Mails oder die “Email not accepted for policy reasons” … also dem Betreiber des Mail-Empfängers gefällt einfach nicht, was Sie da verschicken.

Genau das ist bei Microsoft Outlook und den Mail-Empfängern bei AOL/Yahoo der Fall.

Was vorher geschah …

Als Journalist hat man manchmal die Möglichkeit, der Pressestelle sein Leid zu klagen – und bekommt  (wenn man irgendwie relevant scheint) sogar Hilfe. In unserem Fall sogar vom “Microsoft Executive Support”. Das sei der oberste Support des Software-Unternehmens. Nur die TOP-CEOs erhalten dazu Zugang, sagte man uns.

In der Tat – mit dem persönlich zugewiesenen, freundlichen und äußerst bemühten Support-Mitarbeiter (deutschsprachig in Irland; sogar mit Rückrufen!) haben wir über Monate das Problem analysiert, er hat in Redmond nachgefragt, Einstellungen verändert … das Ergebnis: An den hunderten “False Positives” sei nicht Microsoft-Outlook.Protect Schuld (Website), sondern die Betreiber der Microsoft-Webserver! Die würden alle falsch konfigurieren. Weder Microsoft noch unsere Redaktion könne da noch etwas tun …

Eine rhetorische Frage: Was sagt das über Zuverlässigkeit und Konfigurierbarkeit der Microsoft-Outlook-Webserver und outlook.protect aus?”

Was also tun, wenn wir schlicht nichts tun können? Nun – wir löschen Empfänger mit MS365-Outlook aus der Empfängerliste. Sollten Sie also Outlook nutzen und unseren Newsletter vermissen, dann sind Sie in guter Gesellschaft, denn Sie haben (laut Microsoft) einen schlechten Admin. Richten Sie Ihrem Admin bitte Grüße von uns aus: Wir glauben nicht, das hunderte Admins unfähig sind.

Zumindest haben wir mittlerweile eine sehr gute Übersicht, welche Banken, Versicherer und Unternehmen im Finanzdiesntleistungsbereich MS365 einsetzen ...<q>IT Finanzmagazin
Zumindest haben wir mittlerweile eine sehr gute Übersicht, welche Banken, Versicherer und Unternehmen im Finanzdiesntleistungsbereich MS365 einsetzen …IT Finanzmagazin

<ironie> Das passiert ganz sicher nur bei dem Newsletter von IT Finanzmagazin. Sonst sicher nie. Man stelle sich vor, Microsoft-Software würde möglicherweise sogar in der Finanzwirtschaft eingesetzt werden. Und die Anwender würden sich auf das korrekte Funktionieren verlassen … das kommt sicher nicht vor.</ironie> Wait a Moment … da fallen mir spontan ganz viele ein, die MS365 sogar zentral in ihren Rechenzentren einsetzen. Dank der (zumindest teilweise) rücklaufenden Mails, könnten wir eine Marktübersicht anbieten – der FS-Unternehmen, die MS365 einsetzen.

Wussten Sie: IT Finanzmagazin ist bösartig!

Aber es kommt noch besser. IT Finanzmagazin wurde zeitweise sogar als “bösartig” in Microsoft-Browsern geblockt. Ein Anblick, den man nicht oft beim eigenen Webauftritt sieht. Wenn IT Finanzmagazin also in den gleichen Topf mit Phishing-Websites für Banking-Trojaner gesteckt wird, sieht das so aus:

Das man im Microsoft-Browser die eigene Website als “bösartig” angezeigt bekommt, sieht man auch nicht so oft … zumindest dieses Problem trat aber nur kurzfristig auf.ITFM
Fun-Fact: Das auf der Blockierungs-Website aufgeführte Feedback führt übrigens zu einer Fehlermeldung auf der Microsoft-Website. Vertrauenserweckend.

Und (nebenbei bemerkt) – es betrifft nicht mehr nur unseren Newsletter – unsere redaktionelle Kommunikation mit Presseansprechpartnern (sofern Sie MS365 nutzen) wird blockiert. Das Schlimme daran ist: Unsere E-Mails landen ab und an nicht mal im SPAM-Ordner, sondern verschwinden einfach. Ohne jeden Hinweis. Im Fachjargon heißt das, sie werden auf dem Server gedropped.
Schick auch: Wenn wir nun dem Microsoft-Executive-Support eine E-Mail schreiben … raten Sie mal mit welcher Software Microsoft arbeitet? Richtig MS365 … folglich landen unsere E-Mails bestenfalls im SPAM-Ordner. Wenn der Mitarbeiter nicht auf unsere Mail wartet und regelmäßig nachsieht, stehen wir im Regen. Anrufen kann man nämlich nicht.

Und es ist ja nicht so, als ob wir nicht Geduld bewiesen hätte … das Spiel geht jetzt seit Juli 2022.

Ähnlich gefährlich sind unsere Artikel offenbar auch für AOL/Yahoo-Benutzer. Allerdings bekommt der Absender (also wir) hier wenigstens Bescheid, dass der Inhalt der Mail von AOL/Yahoo als unerwünscht angesehen wird. “Email not accepted for policy reasons.” – IT Finanzmagazin ist halt gefährlich!

Bitte verzeihen Sie mir, wenn ich langsam etwas bösartig werde.”

Ob Microsoft das Problem korrigieren kann oder möchte, werden wir gerne zu gegebener Zeit berichten. Aber unter uns: Wie wahrscheinlich ist es, dass sich ein Unternehmen wie Microsoft wegen Problemen seiner Anwender bewegt?aj

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/148630
 
 

 

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