STUDIEN & UMFRAGEN13. Mai 2022

Ostsächsische Sparkasse Dresden setzt auf Embedded Finance

Ostsächsische Sparkasse Dresden setzt auf Embedded Finance
Sparkassen und Embedded Finance Sparkasse

afb Application Services bietet eine neue Sparkassenlösung für die Absatzfinanzierung unter anderem im Bereich Automotive Finance an. Diese beinhaltet die für die Absatzfinanzierung relevanten Module der afb Credit Management Solution (afb-CMS). Es handelt sich um ein offenes, modulares Gesamtsystem mit integrierter Prozessautomatisierung, das künftig erlaubt, die Prozesse weiter zu optimieren und auf die individuellen Anforderungen dynamisch anzupassen. Der erste Anwender ist die Ostsächsische Sparkasse Dresden.

Private und gewerbliche Endkunden von Sparkassen und Banken erwarten transparente Dienstleistungen. Dann gelingt der Kreditabschluss am Point of Need (etwa im Autohaus) schneller. Und zwar bei einer für den Kunden überschaubaren Finanzierungsrate, auch in Bezug auf weitere Service- und Versicherungsleistungen. Das aktuelle Zauberwort heißt hierfür: „Embedded Finance“.

Prozessautomatisierung ohne Medienbrüche

Das Konsumentenkreditgeschäft ist reiner Verdrängungswettbewerb. Das gilt vor allem im bedeutenden Segment „Automotive Finance“. Dort konnten sich zuletzt Captives und weitere herstellerunabhängige Absatzfinanzierer positionieren und Marktanteile gewinnen. Deshalb hat laut eigenen Angaben die Ostsächsische Sparkasse Dresden, kurz OSD zusammen mit der afb Application Services, eine neue Lösung geschaffen, die ihr einen klaren Marktvorteil bei der Absatzfinanzierung verschaffen soll, Erlöse generiert und anderen Sparkassen als Out-of-the-Box-Lösung zur Verfügung stehen soll. Kennzeichen des neuen Systems: Online-Kommunikation zwischen Käufer, Verkäufer und Sparkasse, schnelle Time-to-Cash durch weitgehende Automatisierung von Kreditbearbeitung und -entscheidung und volle Integration in OSPlus – eine der ersten Lösungen, bei der die neue Open Banking API der Finanz Informatik zum Einsatz kommt. Hierzu Sven Roch, Leiter Leasinggeschäft bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden:

Unser Ziel war es, medienbruchfreie Prozesse zu schaffen, um schneller auf Anfragen reagieren und diese reibungslos abwickeln zu können. Mit afb Application Services hatten wir einen erfahrenen Experten an Bord, der uns nicht nur ein zukunftssicheres System bot, sondern  auch im Projekt sogleich das nötige Verständnis für die Spezifika einer Sparkasse an den Tag gelegt hat.”

Philipp Sven Roch, Leiter Leasinggeschäft bei Ostsächsische Sparkasse Dresden

Zum Einsatz kommen die für die Absatzfinanzierung notwendigen Module des afb-CMS Credit Management Systems. Dabei handelt es sich um ein offenes, modulares Gesamtsystem mit integrierter und konfigurierbarer Prozessautomatisierung, die es erlaubt, die Prozesse weiter zu optimieren und auf die Anforderungen von Kunden und Finanzdienstleister reagieren zu können – oder um weitere  Funktionalitäten zu ergänzen.

afb-CMS Credit Management System für kurze Time-to-credits

Der Einstieg seitens der Sparkasse erfolgt hingegen über ein individuell gestaltbares Dashboard. Die weitere Bearbeitung erfolgt entlang der Prozessketten im Sinne eines „Exception Handlings“: Nur, wenn die entsprechend der Credit Policy durch das afb-CMS Credit Management System vorgenommene (Vor-)Votierung nicht der Ampelfarbe „grün“ entspricht, muss der Kreditsachbearbeiter tiefer einsteigen und das automatisiert erstellte Votum des afb-CMS Credit Management Systems bestätigen oder in Übereinstimmung bringen. Die Customer Journey soll Anwenderfreundlich und effizient sein und verspricht einen kurzen Time-to-credit.

Die von afb Application Services realisierte Lösung ist seit März 2021 bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden sowie mittlerweile ebenso bei der Sparkasse Pforzheim Calw operativ im Einsatz. Die nun durchgängig digitalen Prozesse haben bereits in den ersten Monaten zu einer Erhöhung des Absatzfinanzierungsgeschäfts um rund zehn Prozent geführt, das mit den bestehenden Ressourcen abgewickelt werden kann. Der Fokus liegt aktuell noch auf dem Finanzierungsgeschäft von Kraftfahrzeugen und Fotovoltaikanlagen, soll aber durch die Anbindung weiterer Hersteller und Händler diversifiziert werden.

Der Weg zur Absatzfinanzierung 2.0

Die afb brachte in der Vorphase ihre Beratungsleistung im Rahmen des Solution Outlining and Project Scoping ein. Projektumfang und -anforderungen, fachlich wie zeitlich, wurden gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet und die erforderlichen Schritte bis zum Go-Live geplant. Als entscheidend für den Geschäftserfolg wurde die Customer Journey definiert, die für alle Beteiligten schlank und intuitiv gestaltet sein sollte. Ziel des Projekts war es weiterhin, eine automatisierbare Kreditbearbeitung und -entscheidung zu schaffen, mit einer im Hintergrund laufenden Einholung von Bonitätsinformationen – über die für das Geschäft typischen Auskunfteien. Überdies stand die Schaffung von Komfort bei minimaler Datenerfassung im Vertrieb im Fokus: ein verständlicher und intuitiver Aufbau der Bildschirmmasken sowie die Vermeidung von Medienbrüchen. Ein weiterer Aspekt war die Einhaltung aufsichtlicher Anforderungen, wie KYC, MaRisk, BAIT, IT-Security und Datenschutz. Auch die Verringerung operationeller Risiken aufgrund der steigenden Vorgaben der Steuerung der IT und ihrer Provider sowie die Auslagerung des Anwendungsbetriebs waren wichtig.

Bei der Absatzfinanzierung am Point of Sale war für Sparkassen bisher noch Luft nach oben. Wir freuen uns daher sehr, dass wir dieses Leuchtturm-Projekt gemeinsam mit Ostsächsische Sparkasse Dresden realisieren durften. Hiervon können nun andere Sparkassen profitieren.”

Philipp Oberleitner, Vorstandsmitglied bei afb Application Services

Die gesamte Case Study gibt es als Download unter (Website). bf

 
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