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PRODUKTE8. November 2021

Plattform Corefimatch bringt Immobilienfirmen mit Volksbanken und Sparkassen zusammen

Corefimatch

Auf der Plattform Corefimatch landen Finanzierungsanfragen zu klassischen Bankdarlehen ab sofort direkt bei der passenden Bank. Schon mehr als 25 Sparkassen und Volksbanken sind angebunden – und die drei Gründer aus der Region Karlsruhe arbeiten bereits auf einen Exit des Start-ups hin.

Im März startete die Online-Plattform Corefimatch (steht für ´Commercial Real Estate Finance Match´) für gewerbliche Immobilienfinanzierungen. Hier finden Immobilienunternehmen ab sofort sämtliche Finanzierungsinstrumente und Kapitalgeber an einem Ort. Ziel der Plattform ist es, Immobilienunternehmen auf der Suche nach alternativen Finanzierungsformen oder Finanzierungsunterstützung mit passenden Finanzierungsberatern zu verbinden. Jetzt wird das Angebot für Immobilienkunden, die auf der Suche nach einer klassischen Bankfinanzierung sind und eigenständig agieren, mit direkt an die Finanzierungsplattform angeschlossenen Sparkassen und Volksbanken komplettiert.

80 Prozent der gewerblichen Immobilienfinanzierungen in Deutschland werden von den beiden großen Finanzgruppen, also den Sparkassen und Genossenschaftsbanken, abgeschlossen. 90 Prozent aller Anfragen für eine klassische Finanzierung landen heute immer noch zuerst bei den Banken auf dem Tisch.

„Wenn das auch in Zukunft so bleiben soll, müssen die Marktakteure zusammenarbeiten und im Interesse der Kunden eine gemeinsame digitale Plattform schaffen. Nur so lassen sich die größten Potenziale im Markt heben und vermeiden, wie beispielsweise im Zahlungsverkehr oder Privatkundenbereich geschehen, dass ein Anbieter ´von außerhalb´ den Markt dominiert“, erklärt Daniel Rodriguez, einer der Corefimatch-Gründer. Es gehe darum, selbst den digitalen Vertriebskanal zu besetzen, um zukünftige Abhängigkeiten beziehungsweise Marktmonopole zu vermeiden und den Kunden weiterhin die bestmöglichen Lösungen anbieten zu können.

Corefimatch: 25 Sparkassen bundesweit implementiert

Deutschlandweit sind bereits über 25 Sparkassen und Volksbanken aus den verschiedenen Immobilienregionen mit dabei (u.a. Berlin, Bremen, Frankfurt, Karlsruhe, Köln, Bonn, Mainz, München, Stuttgart). Eine vollständige „Flächenabdeckung“ wird bis zum Jahresende angestrebt. Ziel dabei ist, Immobilienunternehmen, Projektentwickler oder Bauträger und ihre Finanzierungsanfragen direkt mit der erfolgversprechendsten Bank zusammenzubringen. Auf der anderen Seite stehen Finanzierungsberater wie Admodus, Apertus, Capcora, Neuwirth Finance, RECON und die youmex AG.

Corefihub / Corefimatch

Der Kern besteht also nicht darin, den Kunden mit einer langen Liste potenzieller Banken allein zu lassen, sondern diesen so rasch wie möglich mit der richtigen Bank und dem dort zuständigen Ansprechpartner zusammenzubringen. Wir möchten die Finanzierungssicherheit erhöhen und die Transaktionskosten für alle beteiligten Marktakteure reduzieren.“

Daniel Rodriguez, Gründer Corefimatch

Nicht gerüttelt wird dabei am Regionalprinzip der teilnehmenden Sparkassen und Volksbanken. Denn die Plattform ist so aufgebaut, dass die angeschlossenen Banken und deren Geschäftsgebiete möglichst komplementär zueinander sind und Kunden aus dem bisher umfangreichsten Angebot an potenziellen Bankpartnern schöpfen. Dieses digitale Plattform-Modell soll den Spagat zwischen Wahrung eines „natürlichen und gesunden“ Wettbewerbs und einer Steigerung der Prozess-, Ressourcen- und Markteffizienz für alle sicherstellen.

Wir sind an die Sparkassen und Volksbanken mit der Idee herangetreten, dass eine digitale Plattform in den Händen der relevanten Marktteilnehmer und mit dem richtigen Geschäftsmodell ausgestattet, die bestmögliche Lösung für finanzierende Banken und deren Immobilienkunden ist.“

Daniel Rodriguez, Gründer Corefimatch

In den nächsten Monaten plant das Unternehmen zu zeigen, dass die Marktteilnehmer selbst der beste Plattformanbieter für die gewerbliche Immobilienfinanzierung sind. Das impliziert, dass die Plattform nun über das gesamte Finanzierungsangebot verfügt – auch das Stichwort Exit-Strategie fällt dabei. Man wolle das Unternehmen an die richtigen Marktteilnehmer vollständig übergeben und dem Markt eine effiziente, faire und nachhaltige Plattform hinterlassen. Ob die Rechnung der Gründer aufgeht, wird sich indes noch zeigen müssen. Denn dass ein Unternehmen den Exit schaffen will, setzt neben der Nachfrage einen entsprechenden technischen und wirtschaftlichen Reifegrad voraus.

Corefimatch: Exit als anvisierte Strategie

Bei der Plattformlösung Corefimatch haben die drei Gründer – Daniel Rodriguez, Sebastian Schefczyk und Oliver Klemm sind in der Technologiehochburg Karlsruhe zu Hause – auf ein sogenanntes „Build-to-Ship“-Geschäftsmodell gesetzt, das bedeutet, ein Produkt zur Marktreife zu bringen, um es dann an die richtigen Betreiber zu übergeben. Das ist auch der Grund, warum die Plattform bisher für alle Beteiligten kostenfrei genutzt werden kann und eine finale Entscheidung über das Plattform-Geschäftsmodell noch nicht getroffen wurde.

Ein zukünftiges und sinnvolles Geschäftsmodell könnte nach Angaben von Corefimatch etwa auf Mitgliedsbeiträgen basieren, bei dem alle Anbieter, unabhängig von Anzahl der Finanzierung und dem Volumen, einen fixen Beitrag bezahlen, so dass die Plattform betrieben und weiterentwickelt werden kann. Rodriguez: „Bei allen anderen Modellen zahlen schlussendlich die Immobilienunternehmen, d.h. die Finanzierung verteuert sich. Die Möglichkeiten der Digitalisierung sollten dazu genutzt werden, bestehende Lösungen günstiger und nicht teurer zu machen.“tw

 
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