STUDIEN & UMFRAGEN19. April 2022

Postbank Digitalstudie 2022: Digital Natives sind 86 Stunden/Woche im Internet

Der Trend zu Mobile First wird bei der Nutzung mobiler Banking-Apps deutlich, weil Handys für tägliche Bankgeschäfte immer öfter zur digitalen Filiale werden. Schon ein Drittel der Deutschen verwenden dafür eine entsprechende mobile Finanz-Applikation. Abgesehen davon nimmt auch das Smart-TV an Bedeutung zu, stellt die neue Digitalstudie 2022 der Postbank (Website) fest.

Postbank Digitalstudie 2022 - Smartphones
Postbank Digitalstudie 2022 – SmartphonesPostbank
Bürgerinnen und Bürger sind im Durchschnitt 20 Stunden pro Woche mit dem Handy online. Insgesamt verbringen Sie in sieben Tagen 65 Stunden im Internet. Mehr noch: Das Smartphone wird damit immer mehr zur ersten Wahl, sobald es um das Surfen im World Wide Web geht.

Die sogenannten Digital Natives – also jene, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind, verbringen mit allen digitalen Geräten zusammengenommen sogar ganze 86 Stunden im Internet pro Woche.”

Mobile Internet auf dem Vormarsch
Nach der neuen Postbank Digitalstudie 2022 ist das Handy die erste Wahl für das Surfen im World Wide Web. Davon profitieren auch Banking-Apps. Postbank

Bankkundinnen und -kunden schätzen dabei vor allem den 24/7-Zugriff auf Ihre Finanzdaten, einschließlich weiterer Services. Interessant: Dadurch, dass die Deutschen verstärkt mit dem Handy surfen, sinkt gleichzeitig die Nutzung anderer Geräte. 69 Prozent verwenden heute einen Laptop, 2020 waren es noch 71 Prozent. Im selben Zeitraum fiel zugleich die Verwendung von Desktop-PCs von 58 auf 52 Prozent und von Tablets von 47 auf 45 Prozent. Der Zugang zum Internet mit einem sogenannten Smart-TV – also Fernsehgerät mit Internetverbindung, das auch das Streamen von Filmen ermöglicht, hat seit 2020 dagegen um sechs Prozentpunkte auf 43 Prozent zugenommen. Auch Spielekonsolen, intelligente Sprachassistenten und Wearables wie Smartwatches gewinnen leicht hinzu – allerdings auf niedrigem Niveau. Fernab dessen stieg die Nutzung von Alexa, Google Home und Co. von zwölf auf 17 Prozent – und das innerhalb von nur zwei Jahren. Dies sind nur einige Ergebnisse der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2022 zum Verhalten der Deutschen im Internet.

Gemäß der Studie bleibt die Internetnutzung im zweiten Corona-Jahr über alle Generationen hinweg auf hohem Niveau: Durchschnittlich 65,2 Stunden surfen die Bundesbürgerinnen und Bürger in sieben Tagen, im Vorjahr war es mit 65,1 Stunden etwa gleich viel Online-Zeit. Das Surfen im Internet ist jedoch im ersten Corona-Jahr sprunghaft von 56,4 auf 65,1 Stunden angestiegen, 2019 surfte der/die durchschnittliche Deutsche nur knapp 50 Stunden pro Woche. Hierzu Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank: „Während der Corona-Krise haben viele Deutsche ihre beruflichen und sozialen Kontakte auf das Internet verlegt. Und auch wenn die Büros wieder bevölkert sein werden und Freundestreffen im Restaurant stattfinden, wird ein großer Anteil der Kommunikation weiterhin über digitale Kanäle verlaufen.“

Postbank Digitalstudie 2022 - Internetnutzung
Postbank

Smartphone setzt sich durch

Dass das Smartphone zur ersten Wahl der Deutschen geworden ist, zeigen auch folgende Umfrageergebnisse: Beachtliche 20,2 Stunden pro Woche surfen die Deutschen im Durchschnitt mit dem Handy. Dies sei laut Postbankstudie eine deutliche Zunahme, denn ein Jahr zuvor waren es noch 18,8 Stunden. Dabei gilt: Je jünger, desto mehr mobile Internetnutzung. 92 Prozent der 18- bis 39-Jährigen nutzen ein Smartphone zum Surfen, vor einem Jahr waren es noch 88 Prozent. Bei den über 40-Jährigen sind es 80 Prozent. Neu und überraschend sei auch die gestiegene Bedeutung des stationären Computers für die Jüngeren. So surften derzeit 53 Prozent der unter 40-Jährigen mit einem Desktop-PC, vor einem Jahr waren es noch 50 Prozent. Auch wichtig zu wissen: Während die unter 40-Jährigen das Smartphone für den Internetzugang durchschnittlich 31,8 Stunden pro Woche verwendeten – waren es in 2021 lediglich 30,6 Stunden. Diese entspricht einem Zuwachs von knapp vier Prozent.

LinkedIn

Der Smartphone-Boom hat längst alle Generationen erreicht. Und ein Ende ist nicht in Sicht.
Rund um den Globus arbeiten Ingenieure und Programmierer daran, dieses kleine Multi-Tool permanent zu verbessern. Schon heute ist es immer griffbereit – zum kurzen E-Mail-Check, für den Einkauf, die Wegbeschreibung oder die sozialen Medien.”

Thomas Brosch, Leiter Digitalvertrieb der Postbank

Auch regional bestehen zum Teil große Unterschiede in der online verbrachten Zeit. Der größte Zuwachs in der Internetzeit pro Woche wurde in Berlin verzeichnet. Die Bürgerinnen und Bürger sind dort in sieben Tagen 72,4 Stunden online, das sind 17,5 Stunden pro Woche mehr als im Vorjahr. Das ist insofern bemerkenswert, da die Berliner 2021 noch am wenigsten von allen Deutschen im Internet surften. Will heißen: Damals brachten sie es nur auf 54,9 Stunden. Ähnlich intensiv wie in der Hauptstadt werde ebenso in Rheinland-Pfalz gesurft (72,2 Stunden pro Woche). Dagegen bildeten in diesem Jahr die Nutzer in Sachsen mit 53,3 Stunden, dass sind fast 13 Stunden weniger als im Jahr zuvor, das Schlusslicht. Zu den Top 5 gehören weiterhin noch Niedersachsen, das Saarland und Thüringen – vier davon verzeichnen eine starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahr, nur in Thüringen ist die Online-Zeit laut Studienumfrage leicht zurückgegangen. Deutlicher abgenommen hat die Nutzung in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Baden-Württemberg.

Studie im achten Jahr in Folge

Für die „Postbank Digitalstudie 2022 – Die digitalen Deutschen“ wurden im Januar und Februar diesen Jahres 3.050 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im achten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in
Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgt eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde überdies der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet, Abweichungen in den Summen lassen sich ferner durch Rundungsdifferenzen erklären. bf

 
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