ANWENDUNG25. November 2020

Preos: Erste Aktien durch einen Blockchain-basierten “digitalen Zwilling” (Token) digital verbrieft

ismagilov/bigstock.com

Der Immobilien-Investor Preos ist möglicherweise das weltweit erste börsennotierte Unternehmen, dessen Aktien durch einen Blockchain-basierten “digitalen Zwilling” (also per Token) digital verbrieft wurden. Laut Preos würde es sich dabei um das „größte Tokenisierungsprojekt in der Immobilienbranche weltweit“ handeln.

Das im Zusammenhang mit der Konzeption der Preos-Token-Plattform (Website) gemeinsam mit der Frankfurter Wertpapierhandelsbank Bankhaus Scheich erarbeitete und der BaFin vorgelegte Geldwäschekonzept setze ebenfalls neue Maßstäbe. Das Konzept stellt sicher, dass der Token nur von Investoren gehandelt werden kann, die einen umfassenden, durch das Bankhaus Scheich durchgeführten Identifikations-Prozess durchlaufen haben.

Mit der tokenisierten Treuhänderkonstruktion wurde produktseitig rechtliches Neuland beschritten.
Gleichzeitig musste die Struktur mit mehreren regulierten Partnern parallel abgestimmt werden, um die
Preos-Plattform realisieren zu können. Technischer Dienstleister ist micobo.

Thomas Olek, Preos AG und CEO publity
Preos

Wir schlagen am Kapitalmarkt und in der Immobilienbranche gleichermaßen ein neues Kapitel mit dieser Tokenisierung auf. Die Real-Estate-Industrie und die Finanzmärkte müssen und werden noch digitaler werden – hierbei sind PREOS und publity Vorreiter und nehmen Anleger auf diese spannende Reise mit. Wir machen Real Estate somit digital und global investierbar.“

Thomas Olek, Preos AG und CEO publity

Was ist ein Aktien-Token?
Technisch ge­se­hen re­prä­sen­tiert ein To­ken ei­nen Buch­ein­trag auf der Ethe­re­um-Block­chain, wie sie auch für die Be­ge­bung viel­fäl­ti­ger wei­te­rer Kryp­to-As­sets ver­wen­det wird. Mit der Block­chain kön­nen Ver­fü­gungs­rech­te über ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le Gü­ter mit­tels kryp­to­gra­fi­scher Ver­fah­ren weit­ge­hend ma­ni­pu­la­ti­ons­si­cher, de­zen­tral und voll­stän­dig di­gi­tal do­ku­men­tiert werden.

Wirtschaftlich gesehen ist ein Ak­ti­en-To­ken ein di­gi­ta­ler Zwil­ling ei­ner Ak­tie, der dem In­ha­ber weit­ge­hend iden­ti­sche Rech­te (Di­vi­den­den­be­zug, Stimm­re­chte auf der Haupt­ver­samm­lung etc.)  einräumt.

Aufsichtsrechtlich gelten die Ak­ti­en-To­ken als über­trag­ba­re Wert­pa­pie­re im Sin­ne der Fi­nanz­markt­richt­li­nie Mi­FID II und wer­den im Rah­men ei­nes öf­fent­li­chen An­ge­bots auf der Grund­la­ge ei­nes von der Ba­Fin ge­bil­lig­ten Wert­pa­pier­pro­spekts angeboten.

Die Emission der Token erfolgt durch „publity“ im Wege eines öffentlichen Angebots in Deutschland und Österreich auf Basis eines von der BaFin am 23. November 2020 gebilligten Wertpapierprospekts sowie einer internationalen Privatplatzierung.  Angeboten werden 50 Millionen Token, die ab dem 24. November 2020 ortsunabhängig und vollständig digital angeboten werden (für zunächst 9,25 Euro/Token). Der Token setzt auf der Ethereum-Blockchain auf und verbrieft wesentliche Aktionärsrechte. Dabei repräsentiert je ein Token eine PREOS-Aktie. Der Token-Inhaber hat einen digital gespeicherten Sachwert auf der Blockchain und jederzeit die Möglichkeit, seinen Token in eine konventionelle PREOS-Aktie zu tauschen. Die tokenisierten Aktien sollen dieselben Dividendenrechte und dasselbe Stimmrecht auf der Hauptversammlung besitzen wie alle anderen PREOS-Aktien – werden allerdings bei einem Sicherheitstreuhänder verwahrt.

Mit der Begebung eines digitalen Zwillings der Preos-Aktie haben wir in mehrfacher Hinsicht Neuland beschritten. Wir sind nicht nur das erste Unternehmen, das einen digitalen Zwilling einer börsennotierten Aktie im Wege eines öffentlichen Angebots emittiert. Dem Angebot liegt zudem eine innovative Treuhänderkonstruktion zugrunde, bei der den Tokenholdern weitreichende Rechte eingeräumt werden. Wir sind zuversichtlich, dass der PREOS-Token ein wichtiger Schritt für die weitere Verbreitung der Blockchain-Technologie im Kapitalmarktkontext sein wird.“

Thomas Olek, Preos AG und CEO publityaj

 
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