RealUnit App verspricht, Bank, Broker und Verwahrer beim Tokenhandel zu umgehen

RealUnit
Was die RealUnit App unterscheidet, sei juristischer Natur. Produkte wie xStocks, die Aktien-Token von Robinhood, oder Ondo Global Markets seien rechtlich Zertifikate einer Zweckgesellschaft: Der Käufer erhalte einen Anspruch auf den Wert einer Aktie, die ein Dritter für ihn hält, aber keine Aktionärsstellung.
Der RealUnit-Token gehe den direkten Weg: Er sei eine Namensaktie der RealUnit Schweiz AG, ausgestaltet als Registerwertrecht nach dem Schweizer DLT-Gesetz (Art. 973d ff. OR) auf der Ethereum-Blockchain. Das Wertrecht existiere und werde übertragen ausschließlich über das Blockchain-Register – der Token sei kein Versprechen auf die Aktie, er sei die Aktie.
Möglich mache dies das DLT-Gesetz, welches in der Schweiz seit Februar 2021 in Kraft sei. Die US-Börsenaufsicht SEC arbeite unter dem Stichwort „Project Crypto“ seit 2025 erst daran.
Eine App soll die Lücke schließen
Handeln konnte man den RealUnit-Token bisher über die Website der Gesellschaft. Der durchgängige Weg für Anleger ohne Krypto-Vorerfahrung fehlte bislang: vom Bankkonto zur selbst verwahrten Aktie, ohne Umwege über Börsenkonten.
Diese Lücke schließe die von DFX entwickelte App. Die integrierte DFX On/Off-Ramp verbinde das Bankkonto direkt mit der Blockchain. Die Verwahrung bleibe vollständig beim Anleger – komplett bankenunabhängig.
Ich freue mich sehr, unseren Aktionärinnen und Aktionären mit der neuen RealUnit Mobile Wallet eine sichere und einfache Lösung für die bankenunabhängige und gebührenfreie Verwahrung sowie den Handel unserer Aktientoken anbieten zu können.“
Dani Stüssi, CEO von RealUnit Schweiz
Rückenwind aus dem Markt
Der Zeitpunkt treffe einen Nerv: Tokenisierte Aktien seien das am schnellsten wachsende Segment der Real-World-Assets. Ihr On-Chain-Volumen sei binnen zwölf Monaten von rund 32 Millionen auf über eine Milliarde US-Dollar gestiegen. Der Gesamtmarkt tokenisierter Vermögenswerte erreiche zuletzt rund 31 Milliarden US-Dollar. Der weitaus größte Teil der heutigen Token bilde Aktien jedoch nur wirtschaftlich ab. Direkte Tokenisierung mit voller Aktionärsstellung gelte als das eigentliche Ziel der Entwicklung.
Bei RealUnit (Website) selbst sei der Token längst kein Nischenphänomen mehr: Rund zehn Prozent aller Aktien der Gesellschaft würden bereits als Token gehalten, Tendenz steigend. In der überzeichneten Kapitalerhöhung vom Februar 2026 entschied sich laut Unternehmen mehr als jeder achte Zeichner für die Token-Form.ft
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