ANWENDUNG7. Juli 2026

Zahl der gesprengten Geldautomaten sinkt um fast 70 %

Ein beschädigter Geldautomat mit aufgebrochener Frontpartie ist abgebildet. Die Zerstörung deutet auf einen Einbruch hin. Die R+V Versicherung könnte in diesem Kontext relevante Informationen zur Sicherheit von Geldautomaten bereitstellen.
R+V/iStock

Um fast 70 % ist die Zahl der geknackten Geldautomaten in den vergangenen zwei Jahren zurückgegangen. Das zeige ein Blick in die aktuelle Statistik der R+V Versicherung. Der Hintergrund: Passende Sicherheitskonzepte mit modernen Geldfärbesystemen, automatische Verneblungsanlagen und Pavillons aus Stahlbeton machen laut R+V die Sprengungen für Bankräuber deutlich unattraktiver.

Laut Friedrich Schneider, Risikoberater bei der R+V Versicherung, hätten die Kriminellen in den vergangenen Jahren immer wieder ihren Modus Operandi geändert. Für die Angriffe auf Geldautomaten hätten die Bankräuber bis 2019 vor allem Gas genutzt. Danach sei die Zahl der Sprengungen mit festen Explosivstoffen sprunghaft gestiegen.

Angriffe mit Festsprengstoff würden nicht nur die Geldautomaten zerstören: Die Wucht einer solchen Explosion sei so massiv, dass in den Bankfilialen Glasfronten zu Bruch gehen, Mauerteile durch die Luft fliegen und ganze Gebäudeteile massiv beschädigt werden könnten. Auch Bewohnerinnen und Bewohner von angrenzenden Wohnungen würden durch solche Verbrechen gefährdet.

Gemeinsames Sicherheitskonzept mit den Banken

Als Reaktion seien jetzt überarbeitete Sicherheitskonzepte im gesamten Bundesgebiet umgesetzt. Die R+V hebe dabei besonders die Wirkung der Geldfärbesysteme hervor. Diese würden durch die Sprengung ausgelöst und machen die Geldscheine durch Färbung unbrauchbar. Methoden, um Geld einzufärben, gibe es schon lange, allerdings hätten diese in der Vergangenheit nur bei mechanischen Angriffen zuverlässig funktioniert.

Auf das veränderte Vorgehen der Bankräuber haben wir reagiert. Wir entwickeln unsere Sicherheitskonzepte ständig weiter – gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken, die wie wir zur genossenschaftlichen FinanzGruppe gehören.“

Friedrich Schneider, Risikoberater bei der R+V

Das Streben nach mehr Prävention ist laut R+V (Website) von Erfolg gekrönt: 2025 sei die Zahl der geknackten Geldautomaten im Vergleich zu 2023 um fast 70 % zurückgegangen.ft

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert