STUDIEN & UMFRAGEN1. Dezember 2023

Bitkom-Studie „Digital Finance 2023“: 50 Prozent brauchen keine Bankfilialen

Studie Digital Finance 2023 zum Download
Klick auf das Bild bringt Sie zur Studie (PDF).Bitkom

Banken sind schon seit Jahrzehnten digital – im Backend. Aber seit fast 10 Jahren erfasst die nächste Stufe der Digitalisierung Banken und Versicherer: die Digitalisierung des Frontends, des Kundenkontaktes. Ob beim Banking, an der Supermarktkasse oder bei der Suche nach einer Versicherung – die Bundesbürgerinnen und Bundesbürger sehen die Vorteile digitaler Technologien und wollen diese auch nutzen. Die aktuelle Studie „Digital Finance 2023“ des Bitkom wirft ein spannendes Schlaglicht auf die Sichtweise der Kunden.

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Wie treu sind die Deutschen ihrer Bank und wie viele erwägen einen Wechsel zu einer reinen Online-Bank? Wer erledigt seine Bankgeschäfte online? Verdrängen Smartphone und Smartwatch das Bargeld an der Kasse? Wie kompliziert sind Online-Abschlüsse von Versicherungen? Und wie weit verbreitet ist das Interesse an Kryptowährungen wie Bitcoin & Co.? Kunden erleben die Veränderung von Banking und Insurance am Frontend und Filialen bekommen weniger Besuche. Die sich wandelnden Kundenbedürfnisse stellen nicht nur eine Herausforderung dar, sondern bieten vor allem auch enorme Chancen, findet der Bitkom.

Lukas Marschallek, Referent Digital Banking & Financial Services Bitkom.
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Mit dem Studienbericht werfen wir ein Schlaglicht auf den Stand der Digitalisierung in der Finanz- und Versicherungsbranche und zeigen, wo sich noch etwas tun muss. Denn aktuell bekommen die Banken für ihre Digital-Angebote von den Kundinnen und Kunden nur die Note befriedigend, bei den Versicherungen ist es sogar nur ausreichend.“

Lukas Marschallek, Referent Digital Banking & Financial Services Bitkom

Einige der Kernergebnisse der Digital-Finance-Studie:

1. Ältere holen beim Online-Banking auf: 76 Prozent der Deutschen nutzen Online-Banking, etwa genau so viele wie im Vorjahr (78 Prozent). Deutlich erhöht hat sich der Anteil der Online-Banking-Nutzer in der Generation 65plus – und zwar von 21 Prozent im Jahr 2019 auf 45 Prozent in diesem Jahr.

2. Treue zur Bank schwindet weiter: Die Zeiten, in denen die Menschen ihr einmal eröffnetes Konto für den Rest ihres Lebens behalten, sind endgültig vorbei. Mit 55 Prozent hat mehr als die Hälfte schon einmal das hauptsächlich genutzte Girokonto gewechselt. Vor einem Jahr waren es 51 Prozent, 2018 sogar erst 35 Prozent.

3. Digitale Bankangebote entscheidend für Jüngere: Als Grund für den letzten Bankwechsel nennt eine Mehrheit von 54 Prozent der 16- bis 29-Jährigen „bessere digitale Angebote“ des neuen Anbieters. Unter den Personen ab 30 Jahre liegt der Anteil bei 36 Prozent.

4. Kontaktloses Bezahlen ist Alltag: 95 Prozent haben an der Kasse im Geschäft vor Ort kontaktlos mit Smartphone, Smartwatch oder Karte bezahlt. Vor zwei Jahren lag der Anteil erst bei 85 Prozent. 70 Prozent stört es, wenn man im Laden nicht bargeldlos bezahlen kann.

5. Große Mehrheit schließt Versicherungen online ab: 8 von 10 Deutschen (79 Prozent) haben schon einmal eine Versicherung online abgeschlossen. Allerdings fanden nur 18 Prozent von ihnen den Vorgang sehr einfach, 36 Prozent eher einfach. 20 Prozent empfanden den Vertragsabschluss als eher kompliziert, 23 Prozent sogar als sehr kompliziert.

6. Digitale Übersicht zur Altersvorsorge gewünscht: 70 Prozent der Menschen, die bis jetzt nicht in Rente oder Pension sind, möchten eine einfache digitale Übersicht über alle ihre erwarteten Einkünfte im Alter.

Digital Finance? Online-Angebote schlagen Filialnetz und Beratung
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Grundlage der Angaben sind verschiedene Umfragen, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom e. V. durchgeführt hat. Die vollständige Studie “Digital Finance 2023” können Sie hier kostenfrei und ohne Angabe von Kontraktdaten erhalten.aj

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