ANWENDUNG22. Juni 2018

Über 500 Millionen € Invest: Genossenschaftsbanken, Fiducia GAD IT und DZ Bank starten Digitalisierung

Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung des BVR am heutigen Frei­tag in Ber­lin hat die ge­nos­sen­schaft­li­che Fi­nanz­Grup­pe mit 93,5-Pro­zent Zustimmung den Start­schuss für wei­te­re In­ves­ti­tio­nen in ih­re In­for­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie gegeben und nimmt dafür 300 Mio. € in die Hand. Dazu kommen noch 167 Mio. plus ein DZ Bank-Invest. In Summe ein 500 Mio. € Invest, den man schlicht ‚massiv‘ nennen muss.

Die Genossenschaftsbanken wol­len da­mit, nach ei­ge­nen Aus­sa­gen, ihr Om­ni­ka­nal­modell wei­ter­ent­wi­ckeln und für ih­re Mit­glie­der und Kun­den al­le Zu­gangs­we­ge – von der Fi­lia­le über das Ser­vice­cen­ter bis zum Smart­pho­ne – stär­ker in­te­griert anbieten.

Auf der Basis einer neuen Omnikanal-Vertriebsplattform („Kundenfokus“ bzw. Projekt „Kundenfokus 2020“), die einer modular aufgebauten IT-Architektur folgt, werden Lösungen entwickelt, die es den Mitgliedern und Kunden ermöglichen werden, den von ihnen präferierten Kanal noch flexibler selbst zu wählen und jederzeit wechseln zu können.

BVR

Wir haben heute eine wichtige Investitionsentscheidung für den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit unserer erfolgreichen genossenschaftlichen FinanzGruppe getroffen, die den Privat- und Firmenkunden der Genossenschaftsbanken einen echten Mehrwert bieten wird.“

Marija Kolak, Präsidentin des BVR

Bundesfinanzminister Olaf Scholz betonte die Bedeutung des 3-Säulen Modells für die Stärke und Stabilität des deutschen BankensystemsBVR

Konkret geht es bei der genossenschaftlichen Digitalisierungsoffensive um ein Omnikanalangebot, in dem der Kunde seinen präferierten Kanal selbst wählen und jederzeit wechseln kann. Das bedeutet für Banken, dass Vertriebskanäle nicht mehr isoliert nebeneinanderstehen, sondern Filialen, Servicecenter, Online-Banking und Banking-App technisch integriert und miteinander verzahnt sein müssen. Kunden nutzen situativ und nach Bedarf die jeweils relevanten Kanäle und stellen einen hohen Anspruch an deren Vernetzung.

grapestock/bigstock.com

Die Weiterentwicklung und Verzahnung der Zugangswege soll den Kunden ermöglichen, ihre Bankgeschäfte einfacher und flexibler zu erledigen, sowie Beratung und Abschluss auf allen Kanälen durchzuführen. Das stifte einen wichtigen Mehrwert und trage entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit bei. Der Anspruch sei, dass die angebotenen Finanzdienstleistungen immer verfügbar sind und in Echtzeit ausgeführt werden. Ein umfassender Ausbau insbesondere des digitalen Bankings als Ergänzung zur starken Präsenz vor Ort ist somit erforderlich.

Künftige Anwendungen: API & flexiblere Plattform

Durch die Nutzung von Schnittstellen (API) könnten bestehende Lösungen künftig einfacher angebunden und Innovationen im digitalen Banking schneller realisiert werden.

Die zusätzlichen Investitionen werden beim genossenschaftlichen IT-Dienstleister Fiducia & GAD IT erfolgen und weisen ein Volumen von circa 300 Millionen Euro auf. Begleitet werden sie von entsprechenden Investitionen der DZ BANK Gruppe. Auch die FiduciaGAD würde zusätzlich 167 Millionen € beisteuern, ist von Insidern zu hören.
In Summe ein Invest von stolzen 500 Millionen Euro.

Unser Ziel ist es, die selbstständige Genossenschaftsbank vor Ort als Finanzplattform für ihre Mitglieder und Kunden auch im Zeitalter der Digitalisierung fest zu verankern.“

Marija Kolak, Präsidentin des BVR aj

 
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