STUDIEN & UMFRAGEN21. September 2021

Wird der Einzelhandel im Digital-Payment-Boom untergehen? – Checkout Studie

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Checkout.com

Die Studie von Checkout.com (Website) zeige, dass über 40 Prozent der europäischen Einzelhändler nicht auf den E-Commerce-Boom und vor allem auf den damit einhergehenden Anstieg der Online-Zahlungen vorbereitet seien. Die kontinuierlich wachsende Kundennachfrage nach alternativen Zahlungsarten wie digitalen Wallets und Kryptowährungen setzte Online-Händler dabei zusätzlich unter Druck.

Rund 80 Prozent der europäischen Verbraucher planen laut der Studie bereits die Nutzung von digitalen Wallets, 40 Prozent davon wollen sie künftig auch regelmäßig nutzen.

Auch wenn in Deutschland digitale Wallets wie Apple und Google Pay bisher noch nicht sehr verbreitet sind, belegen die Umfrageergebnisse eine steigende Kundennachfrage nach alternativen Zahlungsarten.“

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In Deutschland sei einen klaren Trend hin zu alternativen und lokalen Bezahlmethoden zu erkennen. Diejenigen Online-Händler, die sich in der Vergangenheit auf klassische Zahlungssysteme verlassen haben, müssten daher nach Lösungen suchen, die den modernen Kundenansprüchen an Schnelligkeit und Flexibilität besser entsprechen. Es überrasche daher nicht, dass 97 Prozent der CEOs im Einzelhandel der Aussage zustimmen, Innovationen am Geschäftsmodell seien für sie entscheidend, um relevant und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Social-Shopping-Trend bedingt personalisierte Zahlungsmethoden

Weitere Entwicklungen, die den Siegeszug alternativer Zahlungslösungen erleichtern würden, sind kommende E-Commerce-Trends wie Personalisierung und Social Shopping. Beim Social Shopping nutzen Unternehmen soziale Netzwerke für den direkten Verkauf von Produkten an ihre Nutzer, die sie dort anhand personalisierter Empfehlungen optimal ansprechen können.

Die gesamte Kaufabwicklung findet dann auf der Social-Media-Plattform statt.“

Der Trend zum Social Shopping würde laut Piater-Frankenfeld in den nächsten Jahren entscheidend dazu beitragen, dass Händler neue Zahlungslösungen etablieren müssen.

Kaufabschluss wird immer öfter erst beim Zahlungsvorgang entschieden

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Für E-Commerce-Betreiber läge die Herausforderung der Zukunft darin, auch Zahlungen von Kunden, die nicht auf der Webseite des eigenen Shops unterwegs sind, anzunehmen und vor allem leistungsfähig abwickeln zu können. Denn Nutzer wünschen sich ein nahtloses Einkaufen mit der von ihnen bevorzugten Zahlungsmethode und ohne dabei ihre Social-Media-App verlassen zu müssen.

Auch fehlende Bezahl-Optionen stellen laut der Checkon-Studie ein hohes Risiko für Online-Händler dar: 60 Prozent der Verbraucher geben an, den Einkauf abzubrechen, wenn sie ihre gewünschte Zahlungsmethode nicht vorfinden. Über die Hälfte der befragten Online-Händler habe daher ihr Angebot an Zahlungsoptionen zuletzt weiter ausgeweitet.

25 Prozent der in der Checkout-Studie befragten europäischen Online-Händler geben an, bereits eine Zahlungsmöglichkeit für Kryptowährungen anzubieten, weitere 49 Prozent wollen diese innerhalb der nächsten 18 Monate einführen.“

74 Prozent der Verbraucher wollen Online-Shopping-Gewohnheiten nach Corona beibehalten

Für Ralph Piater-Frankenfeld von Checkout.com sei klar, dass mit diesen Vorzeichen die Bedeutung klassischer Zahlungsmethoden im E-Commerce schrittweise abnehmen wird und neue Methoden wie zum Beispiel digitale Wallets an Relevanz gewinnen.

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Die Ergebnisse der Studie würden dazu ein sich veränderndes Einkaufsverhalten belegen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa verschieben sich laut Piater-Frankenfeld die Paradigmen im Einzelhandel seit Corona deutlich. Und obwohl die Geschäfte in den meisten Ländern mittlerweile wieder regulär geöffnet seien, hätten 74 Prozent der Verbraucher nicht die Absicht, ihre Ausgaben im Online-Handel zu reduzieren.

Über die Umfrage

Für die Checkout-Studie wurden im Mai 2021 über 10.000 europäische Verbraucher und 550 leitende Angestellte der führenden europäischen Handelsunternehmen im Bereich E-Commerce befragt. Die Verbraucherumfrage umfasste dabei die Länder Großbritannien, Irland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland, Österreich, Schweiz, Portugal, Italien, Spanien, Griechenland, Polen, Dänemark, Schweden und Norwegen.

Die gesamten Ergebnisse der Studie stehen hier zum Download bereit.ft

 
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