SECURITY15. September 2021

Der Nexis Lexis Risk Solutions Cybercrime Report 2021

Die Ausgabe des halbjährlich erscheinenden Cybercrime Report von Lexis Nexis Risk Solutions zeige, dass das Volumen der Bot-Angriffe im Vergleich zum Vorjahr um 41% gestiegen ist, während die von Menschen initiierten Angriffe um 29% zurückgegangen sind. Der Finanzdienstleistungssektor sowie Medienunternehmen seien zudem am stärksten von der Zunahme der automatisierten Bot-Netzwerk-Angriffe betroffen.

Lexis Nexis Risk Solutions
Der Cybercrime Report ist eine Analyse von Transaktionsdaten des Lexis Nexis Digital Identity Network. 28,7 Milliarden Transaktionen wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten analysiert.

Laut Lexis Nexis wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2021 geografische Verschiebungen im Angriffsvolumen bei Transaktionen innerhalb des Digital Identity Network beobachtet. Den IP-Adressen zufolge gehöre Mexiko zusammen mit Brasilien zu den Top Ten der größten Urheber von Bot-Angriffen, wenn es um das Volumen geht. Dies mache Lateinamerika (LATAM) zu einem Hotspot für automatisierte und von Menschen initiierte Angriffe.

Lexis Nexis
Die Angriffsraten aus Nordamerika und Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) waren in der Vergangenheit meist ähnlich und vergleichsweise niedriger als in den anderen Regionen. Seit März 2021 habe sich das allerdings geändert: Nordamerika verzeichnet höhere tägliche Angriffsraten, die nun die der EMEA-Region übertreffen. Dies deute auf eine nachhaltige Veränderung im Verhalten der Cyberkriminellen in den USA und Kanada hin, die möglicherweise mit einem früheren Übergang zu einer Post-Pandemie-Welt zusammenhänge.

Die laut Lexis Nexis wichtigsten drei Ergebnisse des Reports von Januar bis Juni 2021:

1. Bot-Angriffe nehmen weltweit zu
Alle Regionen haben zwischen Januar und Juni 2021 einen Anstieg des Bot-Volumens im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres verzeichnet. Am deutlichsten war dies in den Regionen Asien-Pazifik (APAC) und Lateinamerika (LATAM), während die EMEA-Region das geringste Wachstum verzeichnete.

2. Brancheninnovationen haben das Risikoprofil verändert
Der Markt für Online-Zahlungen breite sich weiter aus und diversifiziere sich. Buy Now Pay Later (BNPL)-Dienste und digitale Wallets werden zu einer immer beliebteren Zahlungsmethode.

Die BNPL-Transaktionen sind im Vergleich zum Vorjahr um 182% gestiegen.“

Es werde erwartet, dass sich dieses Wachstum fortsetzen wird, da es auf die steigende Zahl von Verbrauchern reagiert, die immer mehr Online-Transaktionen tätigen. Allerdings entstehen dadurch auch neue Angriffspunkte für Cyberkriminelle.

3. Finanzdienstleister haben neue Methoden zum Aufspüren von Finanzagenten eingesetzt
Laut Lexis Nexis machen es Fortschritte bei den Zahlungsempfängerinformationen innerhalb des Digital Identity Network für Banken und andere Zahlungsdienstleister weniger kompliziert, Zahlungstransfers zu verfolgen, die in Finanzagentenaktivitäten verwickelt sind. Dazu gehören auch Fälle, in denen der Zahlungsempfänger versucht seine Spuren zu verwischen, indem er die ursprüngliche Zahlung aufteilt und über andere Stellen im Zahlungsnetzwerk weiterleitet.

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LexisNexis Risk Solutions

Der heutige Bericht bestätigt nicht nur, dass Cyberkriminelle auf automatisierte Prozesse angewiesen sind, sondern zeigt auch, dass die Betrüger immer ausgefeiltere und weitreichendere Netzwerke aufbauen, um Betrug zu begehen.“

Stephen Topliss, Vice President of Fraud and Identity bei Lexis Nexis Risk Solutions

Die explosionsartigen Zuwachsraten bei Transaktionen und Nutzern in Branchen wie virtuellen Banken und Buy Now Pay Later können laut Topliss zudem neue Risiken für neuere Unternehmen mit sich bringen, da sie die Aufmerksamkeit von Betrügern auf sich ziehen würden.

Den Cybercrime-Report können sie nach Angabe ihrer Kontaktdaten hier herunterladen.ft

 
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