TESTER GESUCHT6. März 2019

Zahlung, Kontoinfo und Deckungsanfragen: Deutsche Bank startet breiten PSD2-Test der dbAPI

Deutsche Bank API: dbAPI
Deutsche Bank

Die Deutsche Bank setzt derzeit die PSD2 um und kommt damit, laut eigener Aussage, schneller voran als geplant. Bereits seit Januar stünde Zahlungs­dienst­leistern eine umfängliche Testumgebung für alle drei PSD2-Schnittstellen zur Verfügung – für Zahlungsauslösung, Kontoinformationen und Deckungsanfragen.

Die Schnittstellen der PSD2 müssten Banken erst ab 14. März zum Testen bereitstellen – die Deutsche Bank scheint das schon seit Januar umzusetzen. Nun suchen die Frankfurter Tester, die der PSD2-API (Developer Website) auf den Zahn fühlen: Zahlungsdienstleister und Banken können sich per E-Mail (xs2a-sandbox.api@db.com) für die PSD2-Testphase anmelden, wenn sie ein Test-eIDAS-Zertifikat haben. Das Zertifikat können interessierte bei einem Vertrauensdiensteanbieter anfordern, sobald sie sich im Zulassungsprozess bei den nationalen Bankenaufsichtsbehörden befinden. In Deutschland bietet zum Beispiel die Bundesdruckerei speziell für Zahlungsdienstleister Testzertifikate an. Sie können über PSD2@bdr.de beantragt werden.

Stephan Welker, verantwortlich für die PSD2-Umsetzung der Deutsche Bank
Deutsche Bank

Wir werden Bankdaten bereits deutlich vor dem 14. September zur Verfügung stellen können. Dafür muss allerdings der Datentransfer über die PSD2-API technisch stabil laufen. Wir starten nun also eine Testphase, zu der wir möglichst viele Drittdienstleister und andere Banken einladen.“

Stephan Welker, verantwortlich für die PSD2-Umsetzung der Deutsche Bank

Joris Hensen, Co-Leiter Deutsche Bank-API-Programm
Deutsche Bank

Auf dem Ent­wick­ler­por­tal der Deut­schen Bank fin­det man um­fang­rei­che In­for­ma­tio­nen über PS­D2 und zu un­se­rem ei­ge­nen API-An­ge­bot, das Dritt­an­bie­tern un­ab­hän­gig von PS­D2 schon heu­te zur Ver­fü­gung steht. Al­le Da­ten­ab­fra­gen über Kon­to­in­for­ma­tio­nen, wie die PS­D2 es for­dert, kön­nen eben­so über die dbA­PI ge­tä­tigt wer­den. Da­ne­ben bie­ten wir auch In­for­ma­tio­nen an, die die PS­D2 nicht for­dert – al­len vor­an sol­che zu Wert­pa­pier­de­pots, aber auch ma­ß­ge­schnei­der­te Da­ten­ab­fra­gen wie Al­ters- oder Einkommensnachweise.“

Joris Hensen, Co-Leiter Deutsche Bank-API-Programm

Die Deutsche Bank hat die Entwicklung der Standards der Berlin Group deutlich mit vorangetrieben. Sie hat ihre PSD2-Schnittstellen auf Grundlage des NextGenPSD2 XS2A Frameworks in der Version 1.3, veröffentlicht am 19. Oktober 2018, umgesetzt.

Hintergrund zur Deutsche Bank API (dbAPI)

Die dbAPI ist eine REST- und JSON-API. Die Authentifizierung erfolgt über OAuth2 und OpenID-Connect. Es steht ein eigenständiger nutzerfreundlicher Consent Manager zur zentralen Verwaltung aller Zugriffsrechte zur Verfügung. Entwickler können sich kostenlos auf dem Entwicklerportal registrieren. Dort gibt es eine umfangreiche Simulationsumgebung mit verschiedenen realitätsnahen Personas. Nach erfolgreichen Tests erhalten interessierte Anbieter von Apps und Services nach erfolgreichem 14-tägigem Go-Live-Prozess Zugang zu echten Kundendaten – vorausgesetzt, dass der Kunde sein Einverständnis dazu gegeben hat.

 
Sie finden diesen Artikel im Internet auf der Website:
https://itfm.link/86294
 
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (16 Stimmen, Durchschnitt: 4,63 von maximal 5)
Loading...

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

White Label/SaaS: API-Baukasten für Versicherer und InsurTechs – Versicherungen online abschließen

Das Rostocker InsurTech hepster business (Website) bietet eine Versicherungs-API-Plattform an....

Schließen