BANK-IT29. April 2019

Haspa jetzt auf OSPlus: Cut‑over zu Ostern – Mega-Migration mit 1,6 Mio. Kunden & 25 IT-Systemen

OSPlus jetzt auch bei der Haspa
FI

Die FI und die Haspa (Website) haben die Migration auf OSPlus ab­ge­schlos­sen. Der so­ge­nann­te tech­ni­sche Cut-over am Os­ter­wo­chen­en­de er­folg­te laut FI rei­bungs­los, so dass die größte deutsche Sparkasse am Dienstag nach Ostern den Geschäftsbetrieb auf der neuen IT-Plattform aufnehmen konnte. Die erfolgreiche Umstellung war Abschluss des seit 2016 laufenden Migrationsprojekts. Nun nutzen alle deutschen Sparkassen OSPlus.

Für den Wechsel auf OSPlus investierte die Haspa 145 Mio. Euro. Die Umstellung ist Teil des größten Investitionsprogramms in der Haspa-Geschichte in die „Nachbarschaftsfilialen“, Digitalisierung und IT. Künftig hat sie Zugriff auf alle Funktionen in den Bereichen Betrieb, Vertrieb und Service von OSPlus.

Über Ostern wurden im Dreischicht-Betrieb die Daten von 1,6 Millionen Kunden mit etwa 4 Millionen Konten und damit über eine halbe Milliarde Datensätze übertragen. Gleichzeitig wurden IT-Arbeitsplätze für knapp 4.200 Benutzer mit neuer Software in Betrieb genommen und zirka 25 IT-Systeme der Haspa an das OSPlus angebunden.

HASPA

Mit OSPlus als leistungsstarkem Bankensystem der Sparkassen wird für unsere Kunden das Banking noch einfacher und bequemer. Wir können neue Angebote, Payment-Lösungen, Apps und Services schneller auf den Markt bringen und profitieren von gemeinsamen Entwicklungen mit anderen Sparkassen. Die reibungslose Umstellung am Osterwochenende und der stabile Geschäftsbetrieb seither sind Ergebnis der gemeinsamen umfassenden Tests und Vorbereitungen der letzten Jahre. Die FI hat sich als hoch professioneller, leistungsstarker Dienstleister gezeigt, mit dem wir dieses herausfordernde und komplexe Projekt erfolgreich abschließen konnten.“

Dr. Harald Vogelsang, Vorstandssprecher der Haspa

Abschluss des mehrjährigen Migrationsprojekts

Der Cut-over ist Abschluss eines mehrjährigen Migrationsprojekts. Die Vereinbarung dazu wurde Ende 2016 getroffen – seitdem arbeiteten beide Seiten intensiv im gemeinsamen Projekt zusammen. Die eigentliche Datenmigration – der sogenannte Cut-over – wurde mehrfach intensiv geprobt und die Mitarbeiter der Haspa intensiv auf das neue IT-System geschult.

Haspa Website
Rund 500 Mitarbeiter der Haspa haben in mehr als 40 Teilprojekten von Zahlungsverkehr bis zur Kundenkommunikation an der Migration gearbeitet. Zusammen mit den Mitarbeitern der FI waren in der Spitze bis zu 1.000 Menschen im Projekt aktiv.

Franz-Theo Brockhoff, FI begrüßt Schritt der Haspa
FI

Der Wech­sel der Has­pa auf OS­Plus ist ein wei­te­rer Mei­len­stein auf dem Weg der Stan­dar­di­sie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung der IT der Spar­kas­sen. Wir freu­en uns, die grö­ß­te deut­sche Spar­kas­se er­folg­reich auf un­se­re Soft­ware­lö­sung mi­griert zu ha­ben – ein au­ßer­ge­wöhn­li­ches und sehr wich­ti­ges Pro­jekt der FI. Der er­folg­rei­che Cut-over ist das Ver­dienst hun­der­ter en­ga­gier­ter Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter auf bei­den Sei­ten, die über meh­re­re Jah­re hin­weg auf die­sen Ter­min hin­ge­ar­bei­tet ha­ben. Da­für möch­te ich mich an die­ser Stel­le ganz be­son­ders be­dan­ken!“

Franz-Theo Brockhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung FI

Die Gesamtbanklösung OSPlus (One System Plus) wurde ab 2002 schrittweise bei den meisten deutschen Sparkassen als einheitliche Gesamtbanklösung eingeführt. Neben den Sparkassen, wie der Haspa, nutzen auch die Landesbausparkassen OSPlus in einer speziellen LBS-Version. Die LBS Bayern wird 2020 als letzte Landesbausparkasse die Migration abschließen. Außerdem verwenden vier Landesbanken (Landesbank Berlin, SaarLB, NordLB und LBBW) OSPlus in unterschiedlicher Funktionstiefe. Zentraler Bestandteil von OSPlus ist das Kernbanksystem, das durch eine Vielzahl von Anwendungen rund um das Geschäft von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen komplettiert wird.aj

OSPlus
Die FI entwickelt mit OSPlus eine digitale Finanzplattform der Sparkassen-Finanzgruppe für Privat- und Firmenkunden weiter. Sie soll dem Kunden der Haspa – primär über die Internet-Filiale und die Sparkasse-App – das gesamte Leistungs- und Serviceangebot der Sparkassen-Finanzgruppe zugänglich machen und um komplementäre Angebote über das klassische Banking hinaus erweitern. Viele der digitalen Innovationen des letzten Jahres seien Schlüsselelemente auf dem Weg dorthin: So hat die FI 2018 beispielsweise die Multibanking-Unterstützung im Online-Banking gestartet, den Instant Payment-Betrieb für die Sparkassen aufgenommen und das Voice Banking über Google Assistant realisiert. Auch Kwitt, das Handy-zu-Handy-Bezahlverfahren von Sparkassen und Genossenschaftsbanken, wurde 2018 funktional ausgebaut und erreicht inzwischen über 1,2 Millionen Nutzer. Insgesamt investieren die Sparkassen über die Finanz Informatik pro Jahr über 200 Mio. Euro in neue Services und den Ausbau digitaler Angebote, rund 100 Mio. Euro fließen pro Jahr in Wartung und Pflege der bestehenden Software. Dazu kommen weitere Investitionen von zirka 100 Mio. Euro pro Jahr in die Weiterentwicklung der grundlegenden IT-Infrastrukturen für Sparkassen und Verbund.
 
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