ANWENDUNG4. November 2026

Fast 60 Prozent nutzen Banking-Apps – die Älteren sind am zufriedensten

KI und Banking-Apps mehr Bedeutung für Finanzentscheidungen
ChatGPT

Das mobile Banking gewinnt weiterhin an Bedeutung: Immerhin sechs von zehn Deutschen, genauer 59,2 Prozent, erledigen ihre Bankgeschäfte inzwischen überwiegend mit dem Smartphone oder Tablet. Besonders verbreitet sind hier Banking-Apps bei den unter 35-Jährigen. Doch selbst in der Generation 55+ setzt inzwischen fast jeder Zweite bevorzugt auf eine App. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Münchner Technologieunternehmens Gini.

Die Nutzung von Banking-Apps ist binnen des letzten Jahres noch einmal deutlich gestiegen. Während 2025 noch 54,1 Prozent der Befragten ihre Bankgeschäfte überwiegend mobil erledigten, waren es im September 2026 schon 59,2 Prozent. Das bedeutet einen Zuwachs um 5,1 Prozentpunkte oder 9,4 Prozent. Für die Studie wurden 4.095 Erwachsene in Deutschland befragt. Am ausgeprägtesten ist das Mobile Banking bei den 18- bis 24-Jährigen (77,9 Prozent) und den 25- bis 34-Jährigen (78 Prozent). Doch auch bei den über 55-Jährigen liegt der Anteil inzwischen bei 44 Prozent. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit mit den Banking-Apps über alle Altersgruppen hinweg erstaunlich hoch: 92,6 Prozent der Nutzer bewerten die jeweilige Anwendung ihrer Bank positiv. Am zufriedensten sind mit 94,5 Prozent die über 55-Jährigen. Bei den 18- bis 34-Jährigen stieg die Zufriedenheit gegenüber dem Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 91,2 Prozent.

Fast 60 Prozent nutzen Banking-Apps.
Gini

Besonderes Augenmerk legt die Umfrage auf die Fotoüberweisung, die Gini selbst als Technologieanbieter vermarktet (und hier natürlich nicht ganz unparteiisch ist). Inzwischen kennen immerhin 50,6 Prozent der Befragten diese Funktion, vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Unter den 25- bis 44-Jährigen liegt die Bekanntheit sogar bei 62,5 Prozent. Die Verbraucher, die Fotoüberweisung nutzen, sind zudem laut den Zahlen überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Banking-App: 95,3 Prozent bewerten sie positiv. Als wichtigste Gründe für die Nutzung nennen die Befragten den Komfort und den Wegfall des Abtippens von Überweisungsdaten (69,4 Prozent), die Zeitersparnis (63,5 Prozent) und die Vermeidung von Tippfehlern (58,8 Prozent).

Kontostandsabfrage bleibt die meistgenutzte Funktion

Doch bei der regelmäßigen Nutzung dominieren weiter klassische Banking-Funktionen. 45,7 Prozent der App-Nutzer kontrollieren mehrmals die Woche ihre Kontostände sowie Ein- und Ausgänge. Deutlich dahinter folgen die Kontrolle von Kreditkartenumsätzen (13,3 Prozent), reguläre Überweisungen (7,1 Prozent) und Überträge zwischen eigenen Konten (4,5 Prozent). Terminüberweisungen und Wertpapierhandel kommen jeweils auf 2,2 Prozent.

Alexander Jäger, CEO der Gini GmbH
Gini

Banking-Apps entwickeln sich über alle Generationen hinweg zunehmend zu essentiellen Begleitern im Alltag. So ist es für Banken wichtig, ihre digitalen Angebote konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kunden auszurichten und den Mehrwert der Anwendungen spürbar und leichter zugänglich zu machen.“

Alexander Jäger, CEO, Gini

Die Ergebnisse beruhen auf einer repräsentativ gewichteten Online-Befragung von YouGov unter 4.095 Personen vom 3. bis 5. September 2026. Die Vergleichswerte stammen aus einer entsprechenden Erhebung unter 2.009 Befragten im September 2025. Die vollständige Studie „Mobile Banking in Deutschland 2026 – Nutzung und Zufriedenheit mit Banking-Apps“ Ist kostenlos gegen Angabe der persönlichen Daten erhältlich. tw

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