STRATEGIE10. Januar 2022

Hybrides Arbeiten: Erst der Kunde und dann … ?

Das hybride Arbeitsplatzmodell bzw. hybrides Arbeiten wird zur Normalität - sagt Markus Sell, Geschäftsführer ti&m
Markus Sell, Geschäftsführer ti&mti&m

Digitalisierung bei Banken und Versicherern: Bislang stand dabei vor allem die Schnittstelle zum Kunden im Mittelpunkt. Das Ziel war eine medienbruchfreie Nutzung des Angebots, ohne dass Sicherheit und Regularien leiden. Jetzt nehmen Finanzdienstleiter zunehmend ihre Angestellten in den Fokus. Das hybride Arbeitsplatzmodell bzw. hybrides Arbeiten wird zur Normalität. Entsprechende Tools sorgen für Effizienz in der Zusammenarbeit.

von Markus Sell, Geschäftsführer ti&m

Weniger Filialen, dafür mehr Online- und Mobile-Banking. Kartenzahlung statt Bargeld: Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind Deutschlands Finanzhäuser gezwungen, die Digitalisierung noch energischer nach vorn zu treiben, um die Schnittstelle zum Kunden nicht zu verlieren.

Plötzlich ist es möglich, Arbeitsabläufe, die vor der Krise noch vor Ort abgewickelt wurden, remote und effizient aus dem Homeoffice zu erledigen. Doch was noch vor einem Jahr die Ausnahmesituation war, wird nun die neue Normalität.”

So wie Kunden unabhängig von Öffnungszeiten und von überall Bankgeschäfte erledigen möchten, erwarten Angestellte mehr Flexibilität bei der Arbeit.

Schon nach der ersten Corona-bedingten Homeoffice-Phase ermöglichten Deutsche Bank, Dekabank oder ING ihren Mitarbeitern hybrides Arbeiten. So hatte eine interne Untersuchung der Deutschen Bank gezeigt, dass die Mehrheit der Angestellten am effizientesten arbeitet, wenn 40 Prozent der Aufgaben im Homeoffice erledigt werden.

Klar ist: Auch über die Pandemie hinaus wollen in vielen Unternehmen immer mehr Angestellte an einigen Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten.”

Event: ti&m breakout session
In der ti&m breakout sessions „ti&m places – Modernes Ar­beits­platz­ma­nage­ment in Mi­cro­soft Team­s“ er­fah­ren In­ter­es­sier­te mehr über das neue Sys­tem des IT- und Di­gi­ta­li­sie­rungs­spe­zia­lis­ten für hybrides Arbeiten.

Für das Online-Event am Mittwoch, 12. Januar 2022, 09:00 bis 10:30 Uhr können Sie sich hier registrieren.

Fester Schreibtisch im Büro verliert an Attraktivität

So würde nahezu jeder Zweite für ein hybrides Arbeitsplatzmodell des Arbeitgebers auf einen festen Schreibtisch im Büro verzichten, wie eine repräsentative Studie von ti&m unter 1.026 Bundesbürgern ergab. Mittlerweile ist die flexible Wahl des Arbeitsplatzes zudem ein wichtiges Kriterium bei unter 35-Jährigen, um sich für ein Unternehmen zu entscheiden.

So erwarten 51 Prozent der jungen Erwachsenen, dass ein neuer Arbeitgeber ihnen genau diese Freiheit bietet.”

Den Angestellten ermöglicht das, Beruf und Familie leichter unter einen Hut zu bringen. Für die Organisationen ist die Umsetzung jedoch eine enorme Herausforderung. Zum einen in kultureller Hinsicht, weil Führungskräfte lernen müssen, ihre Teams aus der Ferne zu leiten. Zum anderen in technischer Hinsicht.

Die Ausstattung jedes Mitarbeiters mit Notebook, Maus und Headset ist dabei noch die kleinste Hürde.”

Digitale Tools für mehr Effizienz

Denn neben der Einhaltung von Sicherheitsvorgaben sind die Führungskräfte dafür verantwortlich, den Mix aus Präsenz- und Remote-Arbeit in die Praxis umzusetzen, ohne dass das operative Tagesgeschäft leidet. Dazu gehört das Implementieren digitaler Tools, die effizientes Arbeiten von jedem Ort aus ermöglichen.

Schon vor der Pandemie haben viele Finanzdienstleister mit cloud-basierter Bürosoftware gearbeitet, dazu gehört beispielsweise Microsoft 365. Ein weiteres unverzichtbares Hilfsmittel ist eine Software, mit der Aufgaben und Arbeitsabläufe gemanagt werden. Wenn sich Teammitglieder nicht mehr täglich im Büro sehen, ist es zudem wichtig, den Zusammenhalt zu fördern. Dabei helfen Messenger, mit denen sich die Mitarbeiter unkompliziert und direkt austauschen können.

Markus Sell, Geschäftsführer ti&m
Markus Sell ist Geschäftsführer bei ti&m (Website) in Frankfurt. Sell be­gann sei­ne be­ruf­li­che Lauf­bahn bei der PASS Con­sul­ting Group. Nach Jah­ren in der Be­ra­tung wech­sel­te er als Ma­na­ging Di­rec­tor zur Bör­se Stutt­gart und im An­schluss als Di­rec­tor zur Deut­schen Bank. Im Rah­men des Out­sour­cings zog es ihn zu HPE. Bei ava­to con­sul­ting bau­te er das The­ma Ope­ra­tio­nal Ex­cel­lence IT auf und ar­bei­tet nun als Ma­na­ging Di­rec­tor beim IT-In­no­va­tions- und Di­gi­ta­li­sie­rung- Spe­zia­lis­ten ti&m in Deutschland.

Office-Tage im Voraus planen

Zudem ändert hybrides Arbeiten die Art, wie Unternehmen künftig ihre Büros planen und nutzen. Wenn konzentriertes Arbeiten häufiger zu Hause stattfindet, muss es weniger Arbeitsplätze geben, an denen Aufgaben in Ruhe erledigt werden. Stattdessen wird es mehr Flächen für Meetings, kreativen Austausch und soziales Miteinander geben. Doch die Belegung der Flächen birgt Konfliktpotenzial. Ein „first come, first served“ dürfte unweigerlich zu Streit führen. So gaben drei von vier jungen Arbeitnehmern in der ti&m-Befragung an, dass sie keine Lust haben, sich an Präsenztagen jeweils einen freien Arbeitsplatz suchen zu müssen. Sie fürchten Konflikte mit älteren oder ranghöheren Kollegen.

Eine sogenannte Hoteling-Software entschärft das Konfliktpotenzial.”

Besonders intuitiv und einfach sind dabei Lösungen, die direkt in die gewohnten Oberflächen wie etwa Microsoft 365 eingebunden werden und als Desktop-, Web- oder Mobile-Lösung laufen. So erleichtern Lösungen wie beispielsweise ti&m places es den Mitarbeitern, vor Präsenztagen von zu Hause aus rechtzeitig Schreibtische, Konferenzräume, Arbeitsmaterialien oder auch Parkplätze zu reservieren.

Den Unternehmen bieten solche Tools darüber hinaus die Möglichkeit, die Büronutzung zu verwalten und zu optimieren. Der Administrator gewinnt mit ihrer Hilfe den Überblick über die Arbeitsplatznutzung. So ist es beispielsweise mit ti&m places möglich, auf dem Dashboard die Belegung der Räume in Echtzeit zu kontrollieren. Je nach Situation kann eine Belegungsgrenze definiert werden. Zusätzlich kann die Nutzung der Räume zeitlich begrenzt werden, durch Limits im Buchungsfenster. Letztendlich führt das zur Optimierung der Immobilienkosten.Markus Sell, Geschäftsführer ti&m

 

 
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