KARRIERE2. August 2021

Mark Branson – Brite, der die Schweizer FINMA leitete, will jetzt die Modernisierung der BaFin vorantreiben

Mark Branson (52), neuer BaFin-Präsident - Bild der FINMA
Mark Branson (52), neuer BaFin-PräsidentRemo Ubezio / FINMA

Ex-FINMA-Chef Mark Branson (52) hat heute das Amt des BaFin-Präsidenten übernommen. Damit tritt er die Nachfolge von Felix Hufeld (60) an, der über den Wirecard-Skandal gestürzt war und jetzt eine Berater-Kariere anstrebt (Capital).

Mit dem gebürtigen Briten Branson, der auch die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt, wechsele – wie die BaFin schreibt – ein international erfahrener und anerkannter Finanzmarktexperte an die Spitze der deutschen Aufsichtsbehörde.

„Aufseher sein ist nicht nur Beruf, sondern auch Berufung“, sagt der neue Präsident der BaFin bei seinem Amtsantritt in Bonn. Zuvor leitete Branson als Direktor sieben Jahre lang die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA (Website) in Bern, wohin er im Jahr 2010 wechselte. Seine Karriere in der Finanzbranche begann er bei der Großbank Credit Suisse und wechselte 1997 zur UBS, wo er verschiedene Führungspositionen innehatte. Branson hat an der Universität Cambridge Mathematik und Management studiert.

Das Bundesministerium der Finanzen (unter Bundesfinanzminister Olaf Scholz/SPD) hat im Frühjahr mit einem Sieben-Punkte-Plan und dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) eine umfassende Modernisierung für eine schlagkräftigere Finanzaufsicht gefordert. Diesen Reformkurs für die BaFin will auch ihr neuer Präsident vorantreiben.

Die BaFin soll eine Aufsichtsbehörde von Weltklasse werden. Mir ist bewusst, dass die Erwartungen an die BaFin zu Recht sehr hoch sind. Ich freue mich darauf, mich nun persönlich bei der Modernisierung der BaFin einzubringen und die Herausforderungen zusammen mit den Beschäftigten der BaFin anzupacken.“

Mark Branson (52), BaFin-Präsident

Dieser öffentliche Druck eröffne Chancen, Veränderungen in der BaFin durchzubringen, die sonst länger gedauert hätten, so die BaFin. Bleibt zu hoffen, das „Modernisierung“ nicht im Sinne von mehr Regulierung über EU-Vorgaben hinaus verstanden wird.aj

 
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